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Alucarda

Info

OT: 
Alucarda, la Hija de las Tinieblas
AT:
Alucarda – Tochter der Finsternis

Jahr: MEX 1978
R, B:
Juan L. Moctezuma
B:
Alexis Arroyo
K:
Xavier Cruz
M:
Antoni (“Tony”) Guefen
D:
Tina Romero, Susana Kamini, Claudio Brook, David Silva

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Mitte des 19. Jahrhunderts kommt die 15-jährige Justine (Susana Kamini) nach dem Tod ihrer Mutter in die Obhut von Nonnen. Im Kloster teilt sie sich ein Zimmer mit der gleichaltrigen, etwas düsteren Alucarda (Tina Romero), ebenfalls Waise, und freundet sich mit ihr an. Eines Tages begegnen die beiden im tiefen Forst einem schrägen Vagabunden (Claudio Brook), der sie zu seiner Truppe mitnimmt. Hier absolvieren sie das übliche Programm, also Wahrsagen und Handlesen, mit eher, äh, ernüchterndem Ergebnis.
Aufgewühlt eilen die Mädels durch den Wald und landen an einem heruntergekommenen Landhaus, in dessen Innern ein Sarg nebst Inhalt steht. Als die beiden am offenen Erdmöbel mit Blut einen Pakt auf ewige Liebe und Freundschaft schließen wollen, lassen sie etwas raus, was besser drin geblieben wäre. Die Freundinnen kehren beunruhigend verändert ins Konvent zurück, holen das Paktschließen nach, werden dabei knatternderweis’ Mitglieder einer Sekte von Teufelsanbetern und stören den Religionsunterricht der frommen Schwestern durch blasphemische Tiraden. Die wissen sich nicht anders zu helfen, als sich selbst mit schweren Ketten zu geißeln und zusammen mit Pater Lazaro (David Silva) einen Exorzismus an den unbotmäßigen Klosterschülerinnen vorzunehmen. Doch damit geht’s erst richtig los, und es kommen Feuer und Blut über das fromme Haus.

Zitate:

Wahrsagerin: „I see nothing – only shadows and darkness.“ (Ein derartiges Resultat beim Handlesen kann nicht gefestigte Gemüter schon mal aus der Bahn werfen, nech)

Die Kritik des Gunslingers:

Der Streifen von Juan Moctezuma, der Mann war mir bisher kein Begriff, zerfällt in zwei klar getrennte Teile. Sollbruchstelle dabei ist das Öffnen des Sarges in Alucardas Geburtshaus. Vorher haben wir es mit einem trotz des wohl eher geringen Budgets ruhigen, atmosphärischen Grusler zu tun, dem einige schöne Sequenzen gelingen. Wie etwa die Eingangsszene, die die Geburt Alucardas und den mysteriösen, aber nicht überraschenden Tod ihrer Mutter (Tina Romero) beschreibt, oder die Ankunft Justines im Kloster und die erste Begegnung mit Alucarda. Neben der stimmungsvollen Fotografie sorgen auch die elektronischen Soundeffekte für klassische Schauer-Atmo. Zudem beschreibt der Streifen in diesem Teil dezent die sich anbahnende Liebe zwischen den Mädchen sowie die tiefen Gefühle, die auch Schwester Angelica (Tina French) für Justine hegt.
Mit Einziehen der satanischen Ebene geht’s dann zwar mit voller Fahrt, aber doch nicht mit letzter Konsequenz ins Exploitative: Nackte Tatsachen, ein satanischer Initiationsritus, Flagellation und reichlich Blut sind nicht so explizit ausgeführt, dass sie die Hardcore-Fans des Genres hinterm Ofen vorlocken könnten. Ein bisschen verloren zugunsten der Action geht dabei die Stimmung, und es bleibt das Gefühl, dass hier insgesamt mehr drin gewesen wäre. Zudem ging mir persönlich nach einer gewissen Zeit das ausdauernde Geplärre von Tina Romero gehörig auf den Zwirn. Doch es bleibt alles in allem ein sehenswerter Horrorfilm mit guten Ansätzen.

Rating: $$$$-

Splatter:

4/10

 

 

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