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Blacula

Info

OT: 
Blacula

Jahr: USA 1972
R: William Crain
B: Joan Torres, Raymond Koenig
K: John M. Stevens
M: Gene Page
D: William Marshall, Vonetta McGee, Thalmus Rasulala, Gordon Pinsent

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Im Jahr 1780 reist eine afrikanische Stammesdelegation in Gestalt von Prinz Mamuvalde (William Marshall) und seiner Frau Luva (Vonetta McGee) nach Europa, um dort für die Abschaffung der Sklaverei *hust* zu trommeln. Dabei führt die Fahrt auch ausgerechnet nach Transsylvanien. Hier findet das Paar bei Graf Dracula (Charles Macauley) ein nicht ganz so offenes Ohr, dafür einen umso offeneren Sarg und einen griffigen Fluch. Mamuvalde soll fortan als Blacula ein Dasein als Untoter fristen.
200 Jahre später erstehen Billy (Rick Metzler) und Bobby (Ted Harris) *kicher*, zwei amerikanische Raumausstatter, die Inneneinrichtung von Draculas Schloss. Sie schaffen den ganzen Schamott nach Los Angeles. Mit im Gepäck ist auch Blaculas Sarg, den die beiden als hervorragende Location für körpersäftelnde Aktivitäten auserkoren haben, wenn ihr versteht (wink).
Kurz und gut: Billy und Bobby öffnen das Erdmöbel und müssen darob für Blacula als erste warme Mahlzeit seit Einsargung herhalten. Die seltsamen Bissmale an den Leichen erscheinen Wissenschaftler Dr. Gordon Thomas (Thalmus Rasulala) nicht koscher. Während der Doc in Leihbücherei und Heimlabor Indizien für seine Vampirtheorie sammelt, bringt Blacula weitere Opfer um ihren Lebenssaft. Außerdem macht er sich an Tina (Vonetta McGee) ran: In der Schwägerin des Docs glaubt er sein lang verblichenes Ehegespons reinkarniert zu finden. Und auch Tina fühlt sich – sind’s das coole Cape oder die kuscheligen Koteletten? – zum Reißzahn hingezogen.
Doch Dr. Thomas und sein Cop-Kumpel Lieutenant Peters (Gordon Pinsent) sind wild entschlossen, Los Angeles vor einer drohenden Vampir-Epidemie zu bewahren.

Zitate

Svenson (Lance Taylor): „Sowas von einem flegelhaften Nigger ist mir ja noch nie über den Weg gelaufen.“

Peters: „Wer braucht schon einen toten Schwulen?“ (PC hatte damals noch deutlich Luft nach oben (wink))

Thomas: „Vampire vermehren sich nach einem quadratischen Gesetz.“ (Ah, ja)

Die Kritik des Gunslingers:

Nachdem sich die Ende der 1960er zunehmend in Schwung geratene Blaxploitation-Welle – „schwarze“ Filme mit kleinem Budget für ein überwiegend „schwarzes“ Publikum – in erster Linie am Thriller und Actionfilm abgearbeitet hatte, rückten auch andere Genres in den Fokus. Hier verwurstete man vorwiegend Horrorthemen, die sich zum Beispiel in der „Black“-Reihe wiederfanden wie „Blackenstein“, „Dr. Jekyll & Mr. Black“ oder halt „Blacula“.
Letzterer gilt sozusagen als ein Highlight dieser Streifletten, wenngleich man auch dieses Werk unter „seriöser“ Betrachtung nicht wirklich als gelungen bezeichnen kann. Aber wer sind wir denn, also, seriös wohl eher nicht *lach*. Der eher dünne Plot nutzt als roten Faden tatsächlich die Bram-Stoker-Geschichte, angereichert um die Liebesgeschichte über die Zeiten hinweg, die wir so ähnlich beispielsweise auch in „Die Mumie“ hatten. Dabei atmet der Streifen weniger klassische Horror-Atmo, sondern jede Menge Zeitkolorit. Afros, entsprechende Klamotten und – vor allem – ein funkiger Soulscore aus der Feder von Gene Page.
Eben dieser Score und nicht die Virtuosität des zugehörigen Films ist verantwortlich dafür, dass auch „Blacula“ inzwischen das Etikett „Kult“ anpappt. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist ein Auftritt der Hues Corporation in zwei wirklich langen Clubszenen. Bis dahin kommerziell relativ erfolglos, bedeuteten die etwa drei performten Tracks den Beginn einer Karriere, die ein Jahr später bereits mit dem frühen Disco-Hit „Rock the Boat“ ihren wohl größten Höhepunkt erreichen sollte.
Wer keinen ernsthaften Horrorfilm erwartet, und wer tut das ernsthaft (wink), den unterhält „Blacula“ auch über den Score hinaus ganz famos. Das liegt aber auch an etlichen Macken wie die Tageszeit, die manchmal recht spontan zwischen Tag und Nacht wechselt. Oder warum verlässt ein Cop seinen Streifenwagen, um dem auf der Straße flüchtenden Blacula zu Fuß nach zu hasten? Nicht zu vergessen, die Öllampen, die als Mollies dienen, obwohl sie nicht angezündet sind und dergleichen mehr.
Die Darsteller allerdings sind keine Amateure. So spielte Vonetta McGee unter anderem auch in „Leichen pflastern seinen Weg“, und auch der Rest war relativ häufig in Kino, TV oder Theater zu sehen. Eine kleine Nebenrolle hat Hollywood-Veteran Elisha Cook, den eine vampireske Taxifahrerin (Ketty Lester) während der Nachtschicht in der Gerichtsmedizin wegputzt.

Rating: $$$$ – anderthalb Dollar davon für die Mucke (Trash: $$$$)

Splatter:

2/10

 

 

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