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Blutmond - Terror of the She-Wolf

Info

OT: 
La Lupa mannara

Jahr: I 1976
R, B:
Rino di Silvestri
B:
Renato Rossini (“Howard Ross”)
K:
Mario Capriotti
M:
Coriolano Gori
D:
Annik Borel, Renato Rossini (“Howard Ross”), Frederick Stafford, Tino Carraro

Quelle: DVD (X Rated)

 

Inhalt

Nacht ist's, Vollmond gar dazu. In einem erlöschenden Feuerkreis räkelt sich stöhnend, heulend und sabbernd eine weitgehend nackte, doch bepelzte Blondine (Annik Borel) mit aufgepappter Hundenase und streckt uns ihre künstlichen Riesen-Nippel entgegen, die auf der felligen Milchbar prangen. Ein Lynchmob naht mit Lärm und Fackelschein. Tittenwolf flieht in den Forst, killt einen der Verfolger und endet auf dem Scheiterhaufen. Willkommen in der dampfenden Welt des Rino di Silvestro.
Daniela (Annik Borel) heißt das Mädel, das nun schreiend aus diesem Traum erwacht. Als Jugendliche wurde sie vergewaltigt, jetzt lebt sie mit Psychoknacks und Vater (Tino Carraro) in einer wieder hergerichteten Familienvilla, um zu vergessen. Hier fand sie auf dem Speicher ein altes Büchlein, das von einer Verwandten berichtet, die Bauern 200 Jahre zuvor als Werwölfin verbrannten. Und wie’s der Zufall will, ist sie dieser Vorfahrin wie aus dem Gesicht geschnitten. Da können auch labilere Gemüter bei Vollmond auf lykanthropische Gedanken kommen *Lach*.
Als ihre Schwester (Dagmar Lassander) nebst frisch erworbenem Gatten zu Besuch kommt, brechen alle Dämme: Daniela, geplagt von Visionen ihrer rachsüchtigen Ahnin, verführt und plättet den Gutsten – es ist halt Vollmond – und fährt in eine Edel-Klapse ein. Nach einem Monat gelingt der therapieresistenten Daniela dank einer dauergeilen Mitpatientin die Flucht. Da zufälligerweise gerade wieder Vollmond ist, gibt’s jetzt erstmal kräftig was auf die Fleischgabel, bevor Stuntman Luca (Renato Rossini) sie später am Straßenrand aufliest. Bei ihm kommt sie zur Ruhe und verliert sogar ihren Männerhass. Doch die Blutmühle ist nur vorübergehend eingerostet und Rache ein hervorragendes Schmiermittel.

Zitate:

„Sie befindet sich in einem Zustand nächtlicher Schizophrasie; sie ist hypermanisch mit anhaltenden phobischen Komplexen.“ – „Wie ist ihr Blutdruck?“ – „Sehr hoch.“ (Im Krankenhaus am Rande der Stadt)

Die Kritik des Gunslingers:

Rino di Sivestro, der sich in seinem recht schmalen Gesamt-Oeuvre zumindest nicht vom Exploitation-Film distanziert ;-), legt hier eine nach objektiven Kriterien absolut misslungene Mischung vor: Viel Softsex, ein wenig Horror und mehr als eine Handvoll Psychodrama verbinden sich zu einem weitgehend spannungsarmen Gesamtergebnis, das auch atmosphärisch die Latte zum Rohrkrepierer deutlich reißt.
Doch für uns, liebe Freunde, öffnet sich ein Schatzkästlein voller Preziosen. di Silvestri hat den Streifen offensichtlich um ein paar Nacktszenen der üppigen Französin Annik Borel gerankt, was uns zu Gute kommt. Lesbo-Sex, Kopulation mit anschließendem Schlagader-Biss oder was auch immer: Annik ist dabei, und auch die tschechische Genre-Göttin Dagmar Lassander darf mal ran oder besser rin, nämlich in die Federn. Dazu gibt’s ein paar Splattereien, die jedoch in meiner geschnittenen Fassung ziemlich eliminiert sind. Mit dem Psychodrama-Teil versuchte di Silvestro anscheinend, etwas Qualität anzufüttern. Geht aber ziemlich schief: Erstens sind die Darsteller eher, sagen wir, uninspiriert, zweitens die Dialoge unfreiwillig lustig, was das Ganze zwar in Richtung Drama führt, aber wohl nicht so, wie es den Machern vorschwebte. Womit wir auch schon bei der grottigen Synchro wären: Haben die Akteure gar gleich selbst ihre Parts eingesprochen? Und die Werwolf-Maske habe ich ja bereits zu Beginn erwähnt.
Da passt auch der Score von Lallo Gori perfekt, der sich anhört, als habe man einem Leierkastenonkel von der Kirmes einen Billig-Synthie in die Hand gedrückt. Es gibt da wirklich grauenvolle Passagen mit klebrigstem Schwulst, die Nacktknutschereien von Borel und Rossini bei Gegenlicht untermalen. Schöööön!

Rating: $ (Trash: $$$$)

Splatter:

2/10 (geschnittene Fassung)

 

 

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