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Info

OT: 
Child's Play 3

Jahr: USA 1991
R: Jack Bender
B: Don Mancini
K: John R. Leonetti
M: Cory Lerios, John D’Andrea
D: Justin Whatin, Perrey Reeves, Jeremy Sylvers, Dean Jacobson

Quelle: TV (RTL 2)

 

Inhalt

Acht Jahre, nachdem die des vielfachen Mordes verdächtige „Good-Guy“-Puppe Chucky ihr Ende als Plastikmatsche gefunden hatte, ist die produzierende Fabrik aus den roten Zahlen raus. Firmenboss Sullivan (Peter Haskell) ist immer noch nicht schlauer: Er lässt die Good-Guys-Produktion trotz aller Warnungen wieder anlaufen.
Chuckys Überreste werden kurzerhand mit eingeschmolzen und gelangen damit direttamente in den Produktionskreislauf. So ist bereits die erste produzierte Puppe wieder Heimstatt der Seele des psychotischen Killers Charles Lee Ray. Und der muss zum dritten Mal einen neuen Körper finden, den ihm – natürlich – nach wie vor Andy Barkley zu liefern hat.
Andy (Justin Whatin) ist mittlerweile Teenager und nach diversen Heimaufenthalten und Durchlauf verschiedener Pflegefamilien auf einer Militärschule gelandet. Für Chucky ist es ein Leichtes, den aktuellen Aufenthaltsort Andys rauszukriegen. Er verschickt sich per Post an Andy. In der Poststelle der Schule fängt aber der kleine Rekrut Ronald Tyler (Jeremy Sylvers) zufällig das Paket ab. Als er erkennt, dass eine Good-Guys-Puppe drin ist, ein Herzenswunsch, ist’s um ihn geschehen. Er behält Chucky, der nun seine Pläne ändert und statt Andys jetzt Ronalds Körper besiedeln will.
Andy, der den Braten schnell riecht, muss nicht nur den Jungen retten, sondern sich auch mit dem sadistischen Vorgesetzten Lieutenant Colonel Shelton (Travis Fine) auseinandersetzen. Lediglich Rekrutin Kristen De Silva (Perrey Reeves) hält Andy die *hust* Stange. Da Chucky wie immer nicht viel Zeit hat, häufen sich auf dem Militärgelände sehr schnell blutige Vorfälle, die bald nicht mehr als Unfälle durchgehen (Zwinkern).

Zitate

Chucky ist wieder für die Sprüche zuständig:
„Es gibt nichts Besseres als Strangulieren, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.“
„Du Fettsack meinst wohl, du könntest mich verscheißern.“
„Sayonara, ihr Gurken!“

Colonel Cochrane (Dakin Matthews): „Hier machen wir aus Bettnässern richtige Männer.“

Die Kritik des Gunslingers:

Mit diesem Streifen endet die eigentliche Chucky-Trilogie. Sieht man allerdings nur am englischen Originaltitel, der letztmalig „Child’s Play“ lautet. Erst sieben Jahre später stand der mordende Gummizwerg mit dem dauerfluchenden Mundwerk wieder auf: reinkarniert als Schnetzelkasper in etlichen mehr dem schnellen Scherz als ernsthaftem Horror verpflichteten Sequels.
Zwar haut Chucky auch hier etliche Sprüche raus, doch alles in allem gilt meine Aussage, die ich für den zweiten Teil machte auch hier: Der schwarze Humor dient als Ventil, um die vorhandenen Härten aufzufangen. Denn alles in allem ist der Streifen als ernsthaftes Horrorvehikel konzipiert. Die Atmo ist gut, Fotografie und Ausleuchtung sind teilweise sogar erstklassig. Das gilt insbesondere für den Anfang im mit Spielzeug vollgestellten Büro von Sullivan, der sich bald recht flott aus der Chucky-Reihe verabschieden darf. Viel subjektive Kamera und Close-ups. Toll ist zudem das Finale in einer allerdings etwas überdimensionierten Geisterbahn auf einem Provinzrummel.
Was hier neu ist, dass Chucky diverse Demütigungen erdulden muss, die seine ohnehin chronisch schlechte Laune noch weiter in den Keller drücken. So landet er unzählige Male in verschiedenen Mülltonnen und wird – für ihn der Höhepunkt – von zwei Soldatinnen mit Lippenstift traktiert. Ansonsten folgt auch dieser Film dem gleichen Schema: Niemand glaubt Andy, dass es die so harmlos erscheinende Puppe in sich hat. Diesmal ist seine Lage allerdings noch verschärft, weil er sich nicht vorrangig um sich selbst, sondern um den neuen designierten Körperspender Ronald kümmern muss, der seinen netten neuen Kumpel nicht aufgeben will.
Splatter und letztmals auch die Scherzereien halten sich hier in Grenzen. Klasse ist wieder die Puppenanimation, die zum ersten Mal mit Computerhilfe umgesetzt wurde. Der Streifen machte von sich reden, weil sich die Täter in zwei Mordfällen, die sich Anfang der 1990er in Großbritannien ereignet hatten, auf den Film beriefen. So ist vielleicht zu erklären, dass er bis Ende 2013 auf dem Index stand.

Rating: $$$+

Splatter:

3/10