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Cold Prey - Eiskalter Tod

Info

OT: 
Fritt vilt

Jahr: N 2006
R, B: Roar Ulthaug
B: Martin Sundland, Thomas Moldestad
K: Daniel Voldheim
M: Magnus Beite
D: Ingrid Bolsø Berdal, Rolf Kristian Larsen, Endre Martin Midtstigen, Tomas Alf Larsen

Quelle: TV (Kabel 1)

 

Inhalt

Ein entspanntes Tiefschneewochenende soll es sein, zu dem fünf Snowboarder aufbrechen. Natürlich unbelästigt von den auch in Norwegen an solchen Tagen üblichen Tourie-Ansammlungen und damit seeehr einsam. Was sich extrem gut anlässt, endet schon nach kurzer Zeit in der Erkenntnis, dass auch Pulverschnee durchaus Balken haben kann: Morten (Rolf Kristian Larsen) legt sich schwer auf den Pinsel und erleidet einen offenen Beinbruch.
Nun ist guter Rat teuer: In der Einsamkeit ist es so ’ne Sache mit dem Funknetz, und auch das Auto ist zu weit weg geparkt, um es mit dem Verletzten zu erreichen. Doch der Gruppe ist das Glück hold: In einer Entfernung von ein paar hundert Metern steht eine Ansammlung von Häusern, die sich bei näherem Hinsehen als verlassen herausstellen.
Beim Haupthaus handelt es sich um ein ehemaliges Hotel, das, glaubt man dem Gästebuch, seit 1975 leer steht und teilweise durch einen Brand beschädigt wurde. Glücklicherweise finden sich noch jede Menge Alkoholika und im Keller ein funktionierender Strom-Generator, so dass man es sich ein wenig gemütlich machen kann. Warum bei den extrem hohen Spritpreisen soviel Erfrischungen dageblieben sind, erschließt sich mir nicht wirklich. Aber das nur nebenbei. Dank der patenten Jannicke (Ingrid Bolsø Berdal, die seine Wunde mit Sekundenkleber versorgt hat, einer Pulle Wodka und diverser Schmerztabletten, ist auch Morten jedenfalls bald wieder guten Mutes.
Es könnte also alles cremig sein, aber leider, leider, liebe Freunde, beherbergt das Hotel noch einen weiteren Gast, dessen soziale Ader – nun ja – eher etwas unterentwickelt ist *hust*.

Zitate

Jannicke: „Das wird ein bisschen wehtun jetzt.“

Morten: „Was geht hier vor? Wir sind doch total allein hier …“

Die Kritik des Gunslingers:

Was hier anfängt wie ein gepimpter Willy-Bogner-Gedächtnisstreifen – ihr wisst schon: Schöne Menschen anmuteln bei prächtigem Wetter zu passender Musike in großartiger Naturkulisse durch den Schnee –, fädelt sich nach rund 20 Minuten in die uns geläufige Loipe ein: Und die führt mit einigen Kurven in Richtung „Teen-Slasher“.
Dabei unterscheidet sich dieser Teil Eins der „Cold-Prey“-Trilogie prinzipiell nicht großartig vom von mir zuerst gesichteten zweiten Teil. Zu kosten gibt es also die üblichen Grundzutaten einer Slasher-Hackplatte – ein überschaubares, junges und gemischtes Opfergrüppchen, gefangen an einem möglichst abgeschiedenen Ort, gejagt von einem unerbittlichen, unbesiegbar scheinenden Killer, keine Kommunikation mit der Außenwelt möglich. Was hier wie auch im zweiten Teil auffällt: Der Streifen legt Wert darauf, erstens seinen jungen Protagonisten Konturen zu verleihen, und zweitens die Rollen mit fähigen Akteuren zu besetzen, die die Vorgaben auch umsetzen können. Dies ermöglicht im Gegensatz zu vielen der üblichen Metzel-Streifletten ein Mitfühlen mit den Todgeweihten und damit überhaupt erst Horror im reinen Sinne.
Zudem setzt der Film weniger auf brutale Slasher-Action, die gibt’s in dosierter, doch effektiver Form natürlich auch, sondern auf Stimmung: wechselnde Kameraperspektiven und –fahrten durch den langen, verlassenen Hotelflur oder auch Geräusche sorgen wirkungsvoll für Nervenkitzel. Der Killer bleibt nicht ganz konturlos, sondern bekommt eine zumindest rudimentäre Biographie verpasst, die entfernt an Jason Vorhees erinnert. Diese wird im zweiten Teil noch etwas angefüttert, während sich der dritte dem Werdegang des „Fellmannes“ ausführlich widmet.
Etabliert wird hier Jannicke als taffe Frau, die zuerst notgedrungen die Führung der Gruppe übernimmt und später eigentlich als einzige den Mut findet, dem bärenstarken Mörder gegenüberzutreten. Die erst so coolen Männer haben zumeist nicht viel zu bieten als Attitude und sind dem Druck von Beginn an nicht gewachsen, obwohl Morten zum Schluss noch über sich selbst hinauswächst ;-).
Ein Low-Budget-Slasher mit weniger Slash, dafür umso mehr Stil.

Rating: $$$$-

Splatter:

5/10

 

 

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