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Creepshow 2 - Kleine Horrorgeschichten

Info

OT: 
Creepshow 2

Jahr: USA 1987
R: Michael Gornick
B: George A. Romero, Stephen King
K: Richard Hart, Tom Hurwitz
M: Les Reed
D: George Kennedy, Dorothy Lamour, Tom Savini, Lois Chiles, Holt McCallany, Tom Wright, Paul Satterfield, Daniel Beer

Quelle: TV (Tele5)

 

Inhalt

Der kleine Billy wartet wie üblich schon vor Kiosköffnung auf die Lieferung des neuesten Horrorcomics "Creepshow". Diese Woche jedoch liefert der namensgebende "Creep" (Tom Savini) höchstselbst die Heftlein aus und erzählt Billy dabei drei gruslige Kurzgeschichten.

1. Alter Häuptling Holzkopf: Das Ehepaar Spruce fristet seit Jahrzehnten ein bescheidenes Leben mit einem Gemischtwarenhandel am Rande eines Indianer-Reservats. Zum Missfallen seiner Frau Martha (Dorothy Lamour) war der gutmütige Ray (George Kennedy) den Indianern gegenüber immer sehr kreditfreudig, weshalb die Altersvorsorge nur mehr aus Schuldforderungen besteht, die vermeintlich nicht mehr zurückgezahlt werden. Eines Tages jedoch erhalten die Spruces vom alten Häuptling Ben Whitemoon den gesamten Schmuck des Stammes als Pfand. Die Freude über die unverhofft gesicherte Rente währt allerdings nicht lange; Bens missratener Sohn Sam (Holt McCallany) überfällt mit seinen Kumpanen den Laden, tötet das Betreiberpaar und macht sich mit den Preziosen aus dem Staub. Der von Ray all die Jahre gepflegte Holzindianer vor der Ladentür entwickelt daraufhin ein todbringendes Eigenleben...

2. Das Floß: Die vier College-Studenten Deke (Paul Satterfield), Randy (Daniel Beer), Laverne und Rachel suchen einen einsam gelegen See auf, um die letzten warmen Sonnenstrahlen des Spätsommers mit ein paar Joints und Dosenbieren zu genießen. Die romantisch gelegene Pfütze ist zwar schon merklich abgekühlt, was die Viere nicht davon abhält, auf das in der Mitte des Sees gelegene Floß zu schwimmen. Dort angekommen, bemerken sie ein schleimiges Etwas im Wasser, das um sie herum schwimmt. Was zuerst als merkwürder Ölfleck vermutet wird, entpuppt sich im Verlauf des Tages als mörderischer Blob...

3. Der Anhalter: Die Heirat mit dem reichen George Lansing machte Annie Lansing (Lois Chiles) zwar zu einer wohlhabenden, aber einsamen und gelangweilten Frau. Da auch im Ehebett die tote Hose herrscht, vergnügt sich Annie zuweilen bei einem Callboy. Als sie dort eines Tages zu spät abfährt und in Gefahr gerät, mit ihrem Seitensprung aufzufliegen, wird die Gustste arg nervös am Lenkrad ihres Mercedes Benz. In einer unübersichtlichen Kurve verliert sie auf der winterlich glatten Fahrbahn die Kontrolle über ihre Kallesche und semmelt mit Schmackes einen zufällig anwesenden Anhalter (Tom Wright) um. Geschockt flüchtet Annie panisch vom Unfallort, doch der vermeintlich tote Tramper verfolgt sie...

Zitate

"Ich spinn nicht einfach so rum. Ich geh nach Hollywood. Diese Haare machen mich zum großen Star!" (Die Friseur-Innung von Beverly Hills wird's freuen.)

"Mal ehrlich, äh. Ich geb zu, es sieht ein bisschen merkwürdig aus, aber ich mach mir keine großen Sorgen deswegen. Wird uns schon nicht fressen, hä?!" (Ja klar doch.)

"Hey, was ist denn hier passiert?" - "Was soll schon groß passiert sein, der Kerl wurde umgenietet. Das ist passiert, sowas passiert andauernd." (Deshalb: höggschte Vorsicht im Straßenverkehr.)

Die Kritik des Sargnagels:

Fünf Jahre nach der äußerst erfolgreichen ersten Creepshow trafen George A. Romero, Stephen King und Michael Gornick wieder zusammen, um einen Nachfolger auf die Leinwand zu bringen. Leider konnten sie das Niveau des Vorgängers in keinster Weise halten, was wohl neben dem deutlich geringeren Budget vor allem darauf zurückzuführen ist, dass o.g. Drei ein munteres Wechselspiel ihrer Tätigkeiten betrieben. Führte Romero noch Regie im Erstling, verantwortete er hier das Drehbuch; Stephen King lieferte nur noch die Vorlagen und übernahm eine kleine Cameo-Rolle. Michael Gornick, als Kameramann eigentlich nicht unbegabt, wanderte auf den ihn überfordernden Regie-Sessel.
Kings Kurzgeschichten-Ausstoß ist zwar nicht durchgehend prickelnd, aber bei der vorhandenen Masse hätte man sich schon spannendere Stories für die drei Episoden herauspicken können. Der Handlungsverlauf ist viel zu schnell vorhersehbar, Suspense tritt keiner auf, und die Twists am Ende jeder Episode gehen grundsätzlich in die Binsen.
Handwerklich gibt's vom Score über den Schnitt bis zur Kamera durch die Bank biederes TV-Niveau; die Special FX pendeln von ordentlich (Häuptling Holzkopf) bis lachhaft (der Glibber aus "Das Floß"). Für Letzteren musste offenbar ein algenversifftes Armee-Tarnnetz herhalten, das man durch den See zog. Beim Anblick verpufft da echt jeglicher Thrill, mitleidiges Schmunzeln tritt dagegen ein, ebenso bei der schnarchigen deutschen Synchro.
Bei den Darstellern können
bekanntere Namen wie George Kennedy (u.a. "Das dreckige Dutzend"), Dorothy Lamour (die letzte Rolle der einstigen Hollywood-Diva) und Lois Chiles (Ex-Bond-Girl) ob der muffigen Handlung bzw. deren Umsetzung leider auch nicht groß hervorstechen. Ansonsten wuseln mehr oder weniger talentfreie TV-Nebendarsteller oder Debütanten durch den Set.
Der zweiten Creepshow geht damit leider alles ab, was die erste so ansehlich machte: vielversprechender Cast, kurzweilige Stories, visuelle Schmankerl, ordentliches Handwerk. Definitiv nix, bei dem man beim zweiten Reinzappen auch nochmal gerne hängen bleibt.

Rating: $$ / Trash: $$$$

Splatter:

3/10

 

 

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