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Cross Bearer

Info

OT:
Cross Bearer

AT:
Cross Bearer – The Hammer of God

Jahr: USA 2012
R, B, K:
Adam Ahlbrandt
M: Cleric (as Mr. 19)
D: Natalie Jean, Isaac Williams, Tim Cronin, Kacie Marie

Quelle: DVD (Illusions). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Die Stripperin Heather (Natalie Jean) halten nur zwei Dinge aufrecht: die Liebe zu ihrer Kollegin Bunny (Kasie Marie) und die Aussicht, mit dieser zusammen bald dem eisigen Philadelphia in Richtung Griechenland adieu zu sagen. Allein: Es fehlt das nötige Kleingeld.
Doch dann bietet sich eine überraschende Gelegenheit, an Moos zu kommen. Heather tritt einem Kunden (Joe Frantz) in der Stripbar kräftig vor die Kauleiste, als dieser zudringlich wird, was ihren so schmierigen wie cholerischen Chef Harry (J. D. Brown) auf 180 bringt. Um sich zu bewähren, erhält sie einen Sonderauftrag: Zusammen mit Bunny, der Dealerin Victoria (Victoria C. DePaul), dem Pornofilmer Mark (Tim Cronin) und dessen Freundin Cindy (Julia Campbell) soll sie dem gewalttätigen Anton (Shaun Paul Costello) einen Sack Erfrischungen verscheuern und für eine Privatparty zur Verfügung stehen. Den Erlös aus der Veranstaltung wollen Heather und Bunny jedoch für ihre Reisekasse abzweigen.
Aber es kommt anders: In Antons zugigem Loft, einer Mischung aus Parkhaus, Keller und Matratzenlager wartet bereits ein religiöser Fanatiker (Isaac Williams). Der hat sich zum Ziel gesetzt, die Welt mittels seines Zimmermannshammers zu reinigen. Das Party-Grüppchen tappt ahnungslos in die Misere und muss sich mit dem gewalttätigen und sendungsbewussten Handwerker auseinandersetzen. Schön, dass in jedem gut sortierten Gewölbe irgendwo eine solide Baseballkeule aufzutreiben ist.

Zitate

Mark: „Ich hab’ ein schlechtes Gefühl; ich find’s hier irgendwie seltsam.“

Heather: „Halt die Fresse, und stirb!“ (Endlich wird hier mal Klartext geredet (wink))

Die Kritik des Gunslingers:

Bärenstarke Wahnsinnige oder missionsgetriebene Eiferer sind von Beginn an die bevorzugten Protagonisten des Slasherfilms. Filmer Adam Ahlbrandt verneigt sich tief vor den Ikonen des gehaltvollen Metzelkinos der 70er und frühen 80er-Jahre, heißen sie nun Jason Vorhees, Michael Myers oder Leatherface. Er schickt einen religiösen Metzgermeister in Jesus-Optik ins Rennen, der in bester christlicher Zimmermannstradition dem Schlechten dieser Welt zu Leibe rückt: Nutten, Junkies, Zuhältern. Sündern wie dich und mich also (wink).
Was man dem Film nur noch in Ansätzen anmerkt, etwa in der Szene, in der sich die Protagonisten über das Thema „Trash vs. 'anspruchsvolle', doch inhaltsleere Laberstreifen“ austauschen: Ursprünglich war er als „humorvoller“ 80s-Slasher angelegt. Diesen Plan hatte Ahlbrandt allerdings schnell fallengelassen, Stattdessen serviert er eine grimmige Schlachtplatte, die Doug „Mad Dog“ Sakman, Regisseur des Slasher-Semi-Klassikers „Punk Rock Holocaust“, hier als Verantwortlicher für die SFx astrein aufbereitet hat. Freunde des appen Gliedes und matschigen Gekröses kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Dazu kommen für einen Low-Budget-Streifen ziemlich gute schauspielerische Leistungen. Trotz der schwierigen Produktionsbedingungen, wie beispielsweise Dreharbeiten bei Minustemperaturen und miserable Lichtverhältnisse, lässt sich das Ergebnis auch optisch sehen. Der vielfältige Einsatz von Farbfiltern und digitaler Bildverfremdung geben dem Streifen phasenweise einen fast experimentellen Touch.
Was dem Film allerdings ein wenig zum Problem gereicht: Es gibt eigentlich keine Sympathieträger, mit denen es sich lohnt mitzufiebern. Dazu taugen weder der Killer noch seine Opfer. Letztere sind bis auf vielleicht Heather allesamt rüde, gewalttätig, verroht und selbstbezogen, während ersterer zu sehr im Muster des Slasher-Films verhaftet bleibt. Zwar ist er für einen Killer sehr redselig und lässt uns an seiner Gedankenwelt teilhaben, doch letztlich bleibt er der maskierte Unhold, der vor allem seinen blutverkrusteten Hammer kreisen lässt. Mit der Windel um den Kopp verneigt sich Ahlbrandt vor seinem Lieblings-Slasher, dem zweiten Teil der „Freitag, der 13.“-Reihe, in der Jason in ähnlichem Outfit zu Tat schritt.
Für einen Großteil der Musik sorgte übrigens die recht einflussreiche Hardcore-Truppe „Today ist the Day“. Für die hat Adam Ahlbrandt etliche Musik-Videos realisiert. Überhaupt ist der Streifen ein klassisches Buddy-Projekt, und auch Hauptdarstellerin Natalie Jean arbeitet immer wieder mit Sakman/Ahlbrandt zusammen.

Rating: $$$$

Splatter:

9/10

 

 

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