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Dentist, The

Info

OT: 
The Dentist

Jahr: USA 1996
R:
Brian Yuzna
B:
Dennis Paoli, Stuart Gordon, Charles Finch
K:
Levie Isaacks
M:
Alan Howarth
D:
Corbin Bernsen, Linda Hoffman, Virginia Keehne, Ken Foree

Quelle: DVD (Laser Paradise)

 

Inhalt

Doktor Alan Finestone (Corbin Bernsen), Dentist seines Zeichens, ist schon im Normalbetrieb nahe am Wahnsinn gebaut: vollgepackt mit Neurosen wie seinem krankhaften Sauberkeits- und Hygienefimmel und Depressionen, gegen die er jeden Tag einen Sack voll chemischer Muntermacher einwirft. Endgültig aus der Spur gerät der Finestone-Express dann ausgerechnet am Hochzeitstag des Zahnarztes: Erst nervt ihn der aufdringliche Finanzbeamte Goldblum (Earl Boen) mit Unregelmäßigkeiten in der Steuererklärung, dann beobachtet er seine umtriebige Gattin Brooke (Linda Hoffman), wie sie dem strammen Poolreiniger Michael Stadvec) einen amtlichen Blow-Job verabreicht. Später muss er den zudringlichen Rottweiler seiner Nachbarin (Lise Simms) in Notwehr erschießen. In der Praxis verletzt er ein Kind und macht sich, geplagt von sex- und hassgeladenen Visionen, über eine narkotisierte Patientin (Christa Sauls) her. Abschließend setzt’s dafür noch eine kräftige Maulschelle vom Manager (Mark Ruffino) derselben.
Zuviel für einen Tag, sagt sich Alan und beginnt, seine eigene Vorstellung vom hygienischen Umgang miteinander in die Tat umzusetzen. Zuerst darf die Gattin einen neuen Behandlungsraum als Patientin Nummer 0 sozusagen einweihen: Ihr saniert der Doc auf eigenwillige Art und Weise das Gebiss. Des scharfen Poolreinigers entledigt er sich mit Hilfe eines Brotmessers auf etwas rustikalere Weise. Weiterhin stehen unter anderem noch die finale Kündigung von Praxishilfe Jessica (Molly Hagan), die ihn der Ärztekammer melden will, sowie die kostenlose Zahnbehandlung für den Steuerschnüffler Goldblum auf dem Plan. Und dann hat der Doc ja noch einen Lehrauftrag im Praxisseminar an der Universität.

Zitate:

Doc Finestone hat ein paar auf Lager:
„Nichts, egal, wie gut oder rein es ist, ist frei von Fäulnis. Und wenn die Fäulnis angefangen hat, führt sie zu Verrottung, Schmutz und Verfall.“

„Ich bin ein Instrument der Perfektion und Hygiene: der Feind von Zerfall und Verrottung. Ein Zahnarzt. Und ich habe noch viel Arbeit vor mir.“

„Schmerz ist eine abstrakte Emotion. Er muss unter Kontrolle gebracht werden, geschärft und extrahiert wie ein fauler Zahn.“


„Sie sind Zahnarzt, richtig? Sie sind fast wie ein Cop: ein notwendiges Übel.“ (Der von Zahnschmerzen geplagte Bulle Gibbs (Ken Foree) zu Finestone)

„Ich würd’ gern eine zweite Meinung einholen!!“ (Panischer Patient, dem Finestone gerade die Komplett-Extraktion der Beißerchen in Aussicht gestellt hat)

Die Kritik des Gunslingers:

Wer angesichts des Rufs von Regisseur Brian Yuzna eine Splatter-Orgie erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht werden. Zu sparsam die Effekte, zu langsam das Tempo. Wer sich allerdings auf den Streifen einlässt, den erwartet ein gut gespielter, kleiner Horrorfilm, der mit der Urangst wohl der meisten von uns vor Zahnbehandlung und Ausgeliefertsein den Grusel auf seiner Seite hat.
Der Film ist eine einzige Rückblende, in der der inzwischen in der Klapse einsitzende Doc ziemlich neutral beschreibt, wie er zu dem Vergnügen kam, den Arztkittel mit einer Zwangsjacke tauschen zu dürfen. Schön spielt Yusna mit verschiedenen Wahrnehmungsebenen. So ist man häufig erst einmal irritiert, welche Realität der Film denn nun abbildet: Sind es Visionen des langsam abdrehenden Mediziners oder ist es die Wirklichkeit? Die Kameraarbeit ist effektiv, etwa wenn sie in Abwandlung des gerne in Thrillern verwendeten Trunk-Shots – dem Blick aus dem Kofferraum eines Autos – aus dem Mund heraus den Blick freigibt auf völlig verkommene Gebisse, die selbstredend nur in der Einbildung des Arztes existieren.
Splattereien halten sich in Grenzen, sind aber dann überzeugend umgesetzt und erhalten eine zusätzliche Dramatik durch die Assoziationen, die viele mit einem Zahnarztbesuch in Verbindung bringen.

Rating: $$$$

Splatter:

5/10

 

 

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