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Devil's Backbone, The

Info

OT: 
El Espinazo del Diablo

AT:
Das Rückgrat des Teufels

Jahr:
SP/MEX 2001
R, B: Guillermo Del Toro
B: Antonio Trashoras, David Muñoz
K: Guillermo Navarro
M: Javier Navarrete
D: Fernando Tielve, Iñigo Garcés, Eduardo Noriega, Frederico Luppi

Quelle: TV (3sat)

 

Inhalt

Gegen Ende des spanischen Bürgerkriegs landet der Junge Carlos (Fernando Tielve) in einem abgeschiedenen Waisenhaus für Jungs, nachdem sein Vater gefallen ist. Das Etablissement liegt weit ab vom Schuss in tiefster Provinz und wird geleitet von Doña Carmen (Marisa Paredes) und ihrem platonischen Freund Dr. Casares (Frederico Luppi). Beide sympathisieren mit den Republikanern, für die sie eine Rutsche Gold horten, auf die wiederum Faktotum Jacinto (Eduardo Noriega) scharf ist, der in dem Waisenhaus aufgewachsen ist. Gleichzeitig verhökert Casares sogenanntes „Limbus-Wasser“ als Allheilmittel an die abergläubischen Dörfler: hochprozentiger Rum, in den Leichen von missgestalteten Embryonen eingelegt sind. Wohl bekomm’s (wink).
Carlos hat die obligatorischen Probleme aller Neuen: Er muss sich seinen Platz unter den Jungs erstmal erobern. Besonders der schroffe Jaime (Iñigo Garcés ) macht ihm das Leben schwer. Dann aber nimmt Carlos mannhaft eine eigentlich Jaime zugedachte Strafe auf sich, und der Bann ist gebrochen. Doch es geht um in dem Gemäuer, seitdem einer der Jungs, Santi (Junio Valverde), vor ein paar Monaten spurlos verschwand. Das Phantom hat sich besonders Carlos als „Ansprechpartner“ ausgesucht und sucht ihm etwas mitzuteilen.
Als der Arm der Faschisten immer länger wird und Carmen und Dr. Casares das Heim evakuieren wollen, ergreift der skrupellose Jacinto die Initiative. In einer Mischung aus Goldgier und verletztem Stolz schwört er eine Katastrophe herauf. Als Jacinto mit Verstärkung anrückt, um das Gold endlich einzusacken, sind die Jungs auf sich allein gestellt.

Zitate

Jacinto: „Es reicht nicht, ein Gentleman zu sein. Einen harten Schwanz braucht man auch.“

Die Kritik des Gunslingers:

Stiller Grusler von Guillermo Del Toro, der damit sowas wie einen Vorläufer von „Pans Labyrinth“ drehte. „Grusler“ ist fast schon falsch, denn der Film enthält eine starke Prise „Coming of Age“, Drama und Thriller, die das Horrorelement eigentlich sogar in den Hintergrund treten lassen.
Dank der starken Darsteller würde die Geschichte auch komplett ohne den Gruselplot funktionieren, zumal der nur sehr lose angebunden ist und keine Bedeutung hat für den Fortgang der Handlung. Allerdings sorgt er für atmosphärisch und optisch starke Schauwerte.
Subjektive Kamera, huschende Schatten, elektronische Geräusche, das weitläufige Kellergewölbe unter dem Waisenhaus und nicht zuletzt das grauslige Makeup von Junio Valverde, dem fortwährend Blut aus der Rübe läuft, das in einer Art Wolke über ihm schwebt, bringen kräftig Schauer ins Spiel.
Die Jungs haben das Gespenst alle schon wahrgenommen, gehen damit allerdings unterschiedlich um. Jaime beispielsweise, der als einziger weiß, dass Santi tot ist, zum
al er Zeuge von dem Verbrechen wurde, streitet dessen Existenz offiziell vehement ab. Er verarbeitet sein Trauma in Zeichnungen. Carlos auf der anderen Seite schlottert zwar vor Angst, versucht aber, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Die Erwachsenen auf der anderen Seite haben mit ihren eigenen Phantomen zu tun. Das ist nicht nur der Bürgerkrieg. Auch persönliche Erlebnisse hat sie alle irgendwie beschädigt zurückgelassen. Eine schöne Metapher ist die nicht explodierte Bombe, die im Hof des Waisenhauses einschlug und dort nun aufrecht steht, festgerammt im Boden.
Letztlich thematisiert der Film natürlich auch das Erwachsenwerden. Angesichts der Ereignisse müssen die Jungs Verantwortung übernehmen, um nicht unterzugehen. Zwar ist der komplette Cast fantastisch, doch insbesondere die Kinderrollen, vor allem Fernando Tielve und Iñigo Garcés, sind toll besetzt.

Rating: $$$$+

Splatter:

4/10

 

 

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