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Info

OT: 
John Carpenter's The Thing

Jahr: USA 1982
R:
John Carpenter
B:
John W. Campbell jr., Bill Lancaster
K: Dean Cundey
M: Ennio Morricone
D: Kurt Russel, Richard Dysart, Keith David

Quelle: TV-Ausstrahlung

 

Inhalt

Die Besatzung einer amerikanischen Forschungsstation in der Antarktis fröstelt sich den Hintern ab und wartet darauf, das der Glühwein alle geht. Das Wintermärchen wird jäh gestört, als eine Gruppe durchgeknallter Norweger aus ihrem Hubschrauber heraus ein augenscheinlich unmotiviertes Wettschiessen auf einen ihrer Schlittenhunde veranstalten. Die überbordende Jagdeuphorie sorgt allerdings für einen unsanften Crash und hinterlässt bei den Skandinaviern keine Überlebenden.
Das arme Tierchen jedoch wird in die heimischen Stallungen gebracht und versorgt; dass das Vieh einen außerirdischen Organismus beherbergt, den die Norweger unbedarft aus dem ewigen Eis gebuddelt haben, ist dem amerikanischen Forschungsteam zu diesem Zeitpunkt fatalerweise noch nicht bekannt. Jenem Alien sind die friedfertigen Absichten der Menschen nämlich ziemlich schnuppe, freut sich des eigenen Lebens und hüpft nach Lust und Laune von einem Wirt zum Anderen, was für diese leider letale Folgen hat.
Mit Flammenwerfer und Pumpgun bewehrt, behält Helikopter-Pilot MacReady (Kurt Russell) als Einziger des inzwischen paranoiden Haufens einen kühlen Kopf und sagt dem Besucher aus dem All den Kampf an...

Die Kritik des Sargnagels:

Feinster Action-Horror vom Großmeister des Grusel, der mit diesem Remake dem gleichnamigen Film-Klassiker von Howard Hawks Tribut zollt. Nach den Hits "Halloween" und "Die Klapperschlange" spendierte die Universal Carpenter für "Das Ding..." endlich ein Big Budget, aber an der Kinokasse floppte man letztendlich - "The Thing" lief 1982 in Konkurrenz zu Spielbergs Schnulzen-Alien "E.T." und die Kritik empfand die FX für den damaligen Zeitpunkt für zu heftig und effektheischend. Trotzdem: auch hier schafft Carpenter es wieder, nervenzerreissende Spannung bis zum Unhappy-End aufzubauen. Dafür musste er die erste Schnittfassung nochmals überarbeiten und vor allem straffen. Das ist spürbar, die Dialoge sind auf den Punkt, Gefasel und Langatmiges hat keine Chance.
Das für Carpenter-Verhältnisse große Budget hat man in tolle Mutationssequenzen verbraten, die FX-Spezialisten um den damals gerade 22-jährigen Rob Bottin (u.a. "Total Recall", "Sieben" und "Fear and Loathing in Las Vegas") lieferten für damalige Zeiten hervorragende Arbeit ab.
Kurt Russell darf seine Paraderolle "zynisches Rauhbein" spielen und bedankt sich brav mit grandiosen Momenten, z.B. als er seinem Schachcomputer das Whiskey-Trinken beibringt. Der Rest des Casts ist solide, aber nicht allzu auffällig; jeder hat seine Szenen, auch wenn im Gegensatz zum Original die Protagonistenrolle schon früh auf McReady zugeschnitten ist und sich nicht erst im Laufe der Handlung entwickelt.
Der Score stammt überraschend mal nicht vom Meister selbst, sondern von Ennio Morricone. Und der kopiert Carpenters Sound fast 1:1, was der Sache aber keinen Abbruch, denn der Score ist einfach top gelungen.
Gibt die volle Wertung, in punkto Atmosphäre und Spannung steht der Streifen der Genre-Referenz "Alien" in nix nach, kann sogar aufgrund der hochwertigen Gore-Effekte noch Punkte zulegen.

Rating: $$$$$

Splatter:

6/10

Erhabene Szenen:

  • Die Mutationssequenz des Huskies. Die Hundeschnauze reisst auf und zig zischelnde Tentakeln fallen über die restlichen Hunde her.
  • Beim Wiederbeleben mit einem Defibrilator bricht der Brustkorb des Patienten auf und "beißt" dem behandelnden Arzt beide Arme ab.
  • Nach der folgenden Temperaturbehandlung per Flammenwerfer schmilzt dem Patienten der Kopp ab und mutiert zu einem Spinnenwesen. Cooool!