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Discopath

Info

OT: 
Discopathe

AT:
Discopath

Jahr:
KAN 2013
R, B: Renaud Gauthier
K: John Londono
M: Bruce Cameron
D: Jérémie Earp-Lavergne, Ivan Freud, François Aubin, Sandrine Bisson

Quelle: DVD (Mad Dimension). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

1976: Na, das hatte sich die süße Val (Katherine Cleland) auch anders vorgestellt, als sie den etwas verschrobenen Duane (Jérémie Earp-Lavergne ) auf der Rollschuhbahn anmacht und den Widerstrebenden später in die Disco abschleppt. Seitdem sein Vater, ein Soundtüftler vor dem Herrn, ein paar Jahre zuvor bei seinen Frickeleien einen tödlichen Stromschlag erlitt, während eine elektrifizierte Bassdrum den Beat schlug, kann Duane leider eines nicht leiden: Disco-Musik, durch die er zum Killer wird.
Und so hat Val noch am gleichen Abend kalten Stahl im Gekröse, während sich Duane nach Montreal absetzt und in einer kirchlichen Privatschule für reiche Töchter eine Art Hausmeisterjob annimmt. Doch auch hier lässt ihn der Rhythmus, zu dem jeder mit muss, nicht los. Die Schlagzeilen der neuen blutigen Morde schwappen sogar bis nach New York, wo Duane vier Jahre zuvor die arme Val geschnetzelt hatte. Dort erregen sie die Aufmerksamkeit von Detective Paul Stevens (Ivan Freud), der immer noch sporadisch an den inzwischen total erkalteten Spuren des nie geklärten Disco-Mordes geschnuppert hat. Stevens’ Jagdeifer ist neu geweckt.

Zitate

Duane: „Ich habe das Gefühl, ich muss mich von der Musik fernhalten.“

Stevens zu Vals geschockter Freundin: „Hören Sie auf zu weinen: Sie ist tot.“

Inspecteur Sirois (François Aubin): „Was ist das für ’ne Scheiße?“

Die Kritik des Gunslingers:

Inspiriert durch 80s-Slasher wie „Maniac“, ist „Discopath“ weit davon entfernt, filmisches Neuland zu betreten. Allerdings ist er, was Atmo, Soundtrack und Fotografie angeht, liebevoll in Szene gesetzt, so dass der Streifen über die gesamte kurze Laufzeit von knapp über 70 Minuten unterhält. Der Mord an Val besitzt in Inszenierung, Kameraarbeit, Farbgebung und nicht zuletzt dem drunter liegenden Score deutliche Giallo-Referenzen. Dazu gibt’s einiges zu schmunzeln, denn bei aller Metzelei – im übrigen nicht so viel wie angesichts der Cover-Notes vielleicht erwartet – befleißigt sich der Film eines kruden Humors. Die „Electrocution“ des spleenigen Vaters beispielsweise lässt das Trash-O-Meter in die Nähe des Maximalausschlags tanzen. Und auch die auf den Plattentellern rotierenden Köpfe von Mel und Caroline entbehren nicht eines gewissen schrägen Charmes.
OK, ich weiß, ein solcher Streifen ist nicht dazu geeignet, Betrachtungen über die Stringenz des Drehbuchs anzustrengen, aber dennoch ist die charakterliche Entwicklung unseres Duanes nicht so wirklich nachvollziehbar. Ist er sich anfangs seiner eigentümlichen Veranlagung bewusst und versucht, die Exposition zu Disco-Mucke zu vermeiden, verändert sich dieses komplett in Kanada. Er lässt seinen Wahnsinn von der Leine und fängt an, seine Mordtaten unter wummernden Beats zu inszenieren. Dazu sucht er bewusst entsprechende Veranstaltungen auf, wie das kanadische Pendant zu „Disco“, falls das noch jemand kennt (wink). Hier killt er sogar in der Öffentlichkeit, was aber im Strobo-Gewitter gar nicht auffällt. Auch eine optisch sehr schön umgesetzte Szene übrigens.
Die kanadischen Schauspieler sind mir samt und sonders völlig unbekannt, machen ihre Sache aber ohne Ausnahme richtig gut. Und am Ende – „Maniac“ und Konsorten lassen grüßen – gibt’s noch den obligatorischen Cliffhanger (wink).

Rating: $$$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

8/10

 

 

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