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Dr. Jekyll und Sister Hyde

Info

OT: 
Dr. Jekyll and Sister Hyde

AT:
Dr. Jekyll und Schwester Hyde

Jahr:
GB 1971
R:
Roy Ward Baker
B:
Brian Clemens
K:
Norman Warwick
M:
David Whittaker
D:
Ralph Bates, Martine Beswick, Susan Broderick, Lewis Flander

Quelle: DVD (MCP)

 

Inhalt

Im London des 19.Jahrhundert forscht Dr. Jekyll (Ralph Bates) an diversen Wunderseren, um die gefürchtetsten Krankheiten zu heilen. Als ihm jedoch sein Spezi, der Kriminalist Professor Robertson (Gerald Sim), vorrechnet, dass die Lebenszeit wohl kaum ausreicht, um hier durchschlagend erfolgreich zu sein, ändert Jekyll seinen Fokus. Nun soll’s die ewige Jugend sein, die die Forschungsarbeit krönt.
Um seine Forschungen voranzutreiben braucht er Frauen, junge Frauen, tote Frauen, deren Hormone er als Grundbestandteil seines zu erschaffenden Serums sieht. Bald kann Ryker (Philip Madoc), Chef des Leichenschauhauses, nicht mehr genug liefern, und so vermittelt er den Kontakt zu den Leichenräubern und Mördern Burke (Ivor Dean) und Hare (Tony Calvin). Doch auch diese Quelle versiegt zu schnell, dank eines einberufenen Lynchmobs.
Inzwischen hat Jekyll aber erste Proben seines Serums fertig für klinische Studien, sprich Selbstversuchen. Er spritzt sich das Zeugs und verwandelt sich – den Hormonen sei dank – in eine Frau, die er Sister Hyde (Martine Beswick) nennt. Doch das hormonelle Nachschubproblem bleibt bestehen: So fängt er an, Nutten zu killen, um kurz darauf auf die glorreiche Idee zu verfallen, zukünftig Sister Hyde zur Nuttenrasur auszusenden.
Letztere übernimmt dafür zunehmend Kontrolle über Körper und Geist, was nicht nur problematisch wird hinsichtlich der wegen der Mordserie ermittelnden Polizei, sondern auch in Sachen Liebesleben: Jekyll liebt die hübsche Nachbarin Susan (Susan Broderick), Miss Hyde führt ihren Bruder Howard (Lewis Flander) am Nasenring.

Die Kritik des Gunslingers:

1971 kam Hammer mit einer Neuinterpretation des klassischen Jekyll-und-Hyde-Stoffes heraus, die sich allerdings darin erschöpfte, dass der böse und missgestaltete Hyde diesmal eine zwar böse doch wohlgeformte Frau ist. So ist hier nicht nur der moralische Verfall eines ambitionierten doch letztlich skrupellosen Wissenschaftlers thematisiert, sondern auch die sexuelle Desorientierung – vielleicht als Folge des 60er-Jahre-Katers – symbolisiert durch den Geschlechterwechsel. Letzterer fügt dem eigentlich in X vorigen Verfilmungen, darunter im Übrigen auch eine durch Hammer, der Stevenson-Novelle abgehandelten Sujet zudem noch ein paar Nuditäten hinzu.
Da dies alles für einen zünftigen Plumpudding anscheinend zu dünn erschien, haute man noch Jack, the Ripper in die Rührschüssel sowie die Leichendiebe Burke und Hare. Dabei war es völlig wurscht, dass diese Geschichten rund 60 Jahre auseinander lagen: umrühren, ab auf den Herd, fertig. Herausgekommen ist ein recht amüsanter Grusler, der zumindest in den nebeldurchwaberten Londoner Straßenszenen noch echtes Hammer-Flair atmet. Vor und hinter den Kulissen arbeitete einiges an Hammer-erfahrenem Personal, angefangen von Regisseur Baker, der auch für Amicus tätig war, über Kameramann Warwick und Komponist Whittaker bis zu den Hauptdarstellern Bates und Beswick.
Die Überblendungen von Jekyll zu Hyde sind schon allein dadurch glaubhaft, da sich Ralph Bates und Martine Beswick erstaunlich ähnlich sehen. Was auch Bates' grässlichem 70s-Haarschnitt geschuldet ist ;-). Die Story ist zudem straff erzählt, recht stimmungsvoll und wird begleitet von einem klassisch-schrillen Orchesterscore. Kein Klassiker, aber solide Unterhaltung.

Rating: $$$

Splatter:

2/10

 

 

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