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Dr. Zyklop

Info

OT:
Dr. Cyclops

Jahr:
USA 1940
R: Ernest B. Schoedsack
B: Tom Kilpatrick
K: Henry Sharp
M: Ernst Toch, Gerard Carbonara, Albert Hay Malotte
D: Albert Dekker, Thomas Coley, Janice Logan, Charles Halton

Quelle: DVD (Koch) / Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Als Dr. Mendoza (Paul Fix) im peruanischen Dschungel eine reiche Bonanza mit Radium-Erz entdeckt, zieht er seinen ehemaligen Lehrer Dr. Alexander Thorkel (Albert Dekker) hinzu. Zusammen mit dem renommierten Biologen hofft Mendoza, das Radium zum Vorteil von Menschheit und eigenem Portemonnaie nutzen zu können. Doch Thorkel hat andere Pläne, als er das Potenzial des Radiums entdeckt: Ihm geht’s um nichts weniger, als das Geheimnis der Schöpfung zu entschlüsseln.
So lässt er den nörgelnden Mendoza kurzerhand verschwinden, und schwiemelt allein vor sich hin, nur in Gesellschaft des Domestiken Pedro (Frank Yakonelli). Zwecks Unterstützung schickt er nach dem New Yorker Strahlenbiologen Dr. Rupert Bulfinch (Charles Halton), der zusammen mit einem kleinen Team tatsächlich anreist. Doch der *hust* exzentrische Thorkel hat gar nicht vor, die anderen Wissenschaftler ernsthaft hinzuzuziehen, und so verprellt er Bulfinch und die Seinen aufs heftigste.
Die wollen sich aber nicht so leicht abspeisen lassen und nerven Thorkel immens, der um seine wissenschaftlichen Meriten bangt. So entschließt er sich, seine ungebetenen Gäste doch hinzuzuziehen, allerdings nicht als Kollegen, sondern Forschungsobjekte. Er unterzieht also das Team einer hochdosierten Radiumbehandlung und schrumpft die Eindringlinge auf Miniaturgröße. Doch das Experiment ist nur zum Teil erfolgreich, denn wie Thorkel bei seinen Untersuchungen feststellt, ist die Schrumpfung nicht von Dauer, so dass die Zwerge wenige Wochen später wieder ihre normale Größe erreichen werden. Damit ist das Todesurteil gefällt, aber die Winzlinge haben nicht vor, sich kampflos in ihr Schicksal zu ergeben.

Zitate

Mendoza: „Sie spielen mit Kräften, die nur einem vorbehalten sind: Gott!“

Die Kritik des Gunslingers:

Ernest B. Schoedsack hatte zusammen mit seinem Partner Merian C. Cooper Horrorklassiker wie „King Kong“ und „Graf Zaroff – Genie des Bösen“ realisiert. Etliche Jahre später wandte sich das Team mit „Dr. Zyklop“ dann noch einmal dem Genre zu: Schoedsack übernahm die Regie, während der nicht kreditierte Cooper wieder produzierte. Während der Streifen in den USA eher ungnädig aufgenommen wurde, erreichte er in Europa später so etwas wie einen Kultstatus. Hierzulande beispielsweise ist der Film niemals in die Kinos gekommen, sondern erlebte erst über 30 Jahre später seine Uraufführung in der Glotze.
Bemerkenswert an dem Film ist vor allem seine technische Umsetzung. So kam hier nicht nur das aufwändige Technicolor-Verfahren zum Einsatz, ungewöhnlich für einen Horrorstreifen, die ja im Allgemeinen eher in der Kategorie B-Movie und darunter anzusiedeln waren. Auch die Szenen mit den Miniaturlebewesen können größtenteils auch heute noch bestehen: Neben den üblichen überdimensioniert Kulissen oder einer riesigen Modellhand – was schon bei „King Kong“ gemacht wurde – wurde hier auch zum ersten Mal die dreifache Rückprojektion eingesetzt. Dabei benutzt man drei Projektoren, um eine größere Lichtstärke und damit Bildqualität zu erzielen. Verglichen mit dem heutigen digitalen Filmemachen, also ein Mörderaufwand.
Der Streifen – eine Mischung aus Mad Scientist und „Gulliver“ – macht auch heute noch einen Mörderspaß, wenngleich Horror im eigentlichen Sinne kaum aufkommt. Das liegt zum Teil natürlich an der recht knallig gefärbten Szenerie, die eher einem Abenteuerfilm gerecht wird. Zweitens ist die Musik – und das habe als wirklichen Schwachpunkt empfunden – grauenvoll penetrant. Nahezu jede Szene ist zugeklatscht mit meist viel zu melodramatischem Orchesterbombast. Doch auf der anderen Seite gibt es grandiose Sets wie das Strahlenlabor Thorkels und Hauptdarsteller Albert Dekker. Der legt Thorkel als wahsinnumflorten Biedermann an, dem der Forscherdrang Argumente liefert, seinen sadistischen Neigungen nachzugehen. Sehr gute Performance von einem, der zwar ein vielgebuchter Charakterdarsteller, aber im Film zumeist „nur“ in Nebenrollen zu sehen war.
Thorkels Gästen allerdings muss man auch ein wenig die Lauterkeit absprechen: Als sie das radiumhaltige Gestein und seltsame Knochen entdecken, streiten sich nicht nur um wissenschaftliche Meriten, sondern auch um den zu erwartenden pekuniären Profit.

Rating: $$$$ / Trash: $$$

Splatter:

0/10

 

 

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