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Exorzist und die Kindhexe, Der

Info

OT: 
La Endemoniada

Jahr: SP 1975
R, B:
Amando de Ossorio
K:
Vincente Minaya
M:
Victor y Diego
D:
Marian Salgado, Lone Fleming, Àngel del Pozo, Julian Mateos

Quelle: VHS (Starlight)

 

Inhalt

Eine geschändete Kirche und ein entführter Säugling rufen die Gesetzesmacht (Fernando Sancho) auf den Plan. Schnell ist eine Verdächtige in Gestalt einer alten Roma, genannt Mutter Gautière (Tota Alba), ausgemacht und verhaftet. Doch anstatt kleinlaut und demütig auf ihrer Unschuld zu beharren, gibt die wenig mütterliche Alte die Taten mehr oder weniger zu und verhöhnt sogar die um Mitleid barmende Mutter (Maria Vidal) des entführten Babys. Als die Bullen mit Natrium-Pentothal anrücken, um der verstockten, fluchenden Frau die Zunge zu lösen, springt die Gefangene aus dem Fenster und verscheidet auf dem Asphalt. Entsprechend sauer sind nun ihre Spezis, allesamt Teufelsanbeter, und schwören Rache.
Die Amtsnachfolgerin (Kali Hansa) der aus dem Fenster gefallenen Sektenchefin schenkt Susan (Marian Salgado), Töchterlein des aufstrebenden Politikers Barnes (Àngel del Pozo), unter dem Siegel der Verschwiegenheit ein grottenhässliches Püppchen als „neue Freundin“ nebst ebenso geschmackloser Halskette. Von da an ist das Mädchen aufsässig und befleißigt sich eines, ähem, eher deftigen und sexuell geprägten Vokabulars, spricht mehrere Sprachen und dazu mit verschiedenen Stimmen. Vielleicht liegt’s an den im Dunkeln leuchtenden Puppenaugen? Kurze Zeit später jedenfalls häufen sich im Barnes-Haus Phänomene, wie schlagende Türen oder das massive Auftauchen von Fröschen. Zudem treten unter Schutt aufgeschlitzte Babys oder im Park erdrosselte Zeitungsredakteure mit abgeschnittenem Gemächt zutage. Nicht gut. Richten soll’s schließlich Pfarrer Juan (Julian Mateos), der zwar prinzipiell ans Böse glaubt, aber in Susans Fall auf noch stichhaltigere Beweise für eine Besessenheit dringt.

Zitate

Anne (Lone Fleming): „Was hat dir Helen getan?“ – Susan: „Warum gehst du nicht deinen Freund ficken?“

Susan: „Sie geh’n mir langsam, aber sicher auf den Wecker, Sie Hure!“

Die Kritik des Gunslingers:

Im Rahmen einer regelrechten Welle entsprechender Streifen, die nach dem "Exorzist" über die geneigte Gemeinde hereinbrach, wollte sich auch Amando de Ossorio dem Thema nicht verschließen. Dabei ist ihm ein passabler Low-Level-Ripp des Friedkin-Streifens gelungen, den er nach Lust und Laune ausschlachtet. Angefangen von einem kleinen Mädchen als Träger dämonischer Besessenheit mit ansatzweise ähnlichen Verhaltensweisen wie einst Linda Blair bis hin zum selbstzweifelnden Pfarrer. Im Gegensatz zum „Exorzist“ resultiert diese Besessenheit allerdings nicht auf einer unsachgemäßen Beschäftigung mit dem Übernatürlichen. Vielmehr müssen einmal mehr Sinti und Roma als Sündenböcke herhalten, die das Opfer „verhexen“. Zudem standen hier auch mangels Masse nicht die großen Spezialeffekte zur Verfügung, so dass Sensationen in dieser Hinsicht nicht zu erwarten sind. Gut gemacht ist allerdings das optische Mäandern der besessenen Kleinen zwischen Kind und Mutter Gautière. Marian Salgado, die hier eine gute Leistung abliefert, spielte auch in dem kurz darauf entstandenen Streifen „Ein Kind zu töten ...“.
Relativ schwach ist die Story, die kein Auge trocken lässt. Für großes Hallo sorgt etwa der Einschub mit dem Pfarrer, der den Streifen ziemlich ausbremst: Nachdem sich Juan völlig überraschend für die Priesterlaufbahn entschieden hat, wird seine dann Ex-Verlobte (Maria Kosty) umgehend zur wildgelockten Prostituierten, die rasant dem Alkohol-Abusus verfällt und erliegt - „Gestern hat sie eine ganze Flasche Gin getrunken.“ Na, dann. Nebulös sind zudem die Ziele der fahrenden Satanisten, die bei mir zumindest den Verdacht weckten, dass hier unterschwellig Stimmung gemacht werden soll, denn viel mehr als Baby-Schlachten oder Kinder-Verderben läuft nicht. Mit deutlichen Schwächen behaftet ist auch die deutsche Synchro, die besonders Marian Salgado nicht gerecht wird.

Rating: $$$ (Trash: $$$)

Splatter:

2/10

 

 

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