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Female Vampire

Info

OT: 
Les Avaleuses
AT:
La Comtesse noire
La Comtesse aux Seins nus
Entfesselte Begierde
Erotikill
Erotikill – Lüsterne Vampire im Spermarausch
Lady Dracula 2 - Erotikill

Jahr: F/B/SP 1973
R, B:
Jesús Franco („J.P. Johnson“)
B:
Gérard Brisseau
K: J
esús Franco („Joan Vincent“)
M:
Daniel White
D:
Rosa Almirail (“Lina Romay”), Jack Taylor, Jesús Franco (“Jess Franck”), Jean Pierre Bouyxon

Quelle: DVD (Laser Paradise)

 

Inhalt

Durch einen nebelverhangenen Forst stromert eine nur mit schwarzem Cape und Stiefeln bekleidete Schöne (Lina Romay). Nachdem sie erstmal in die Kamera tapert, trifft sie einen jungen Landmann (Roger Germanes), den sie direkt am Maschendrahtzaun einer Voliere vernascht und ihm, als es am schönsten ist, das Gemächt abbeißt.
Wir befinden uns auf Madeira; Gräfin Irina de Balois, so erfahren wir nun aus dem Off, ist letzter Spross einer verfluchten Familie und muss knattern und töten, um am Leben zu bleiben, auch wenn sich bei ihr diesbezüglich nach mehreren tausend Jahren entsprechende Ermüdungserscheinungen manifestieren.
Nicht so bei uns, liebe Freunde, denn nachdem wir zusammen mit ihrem Domestiken (Luis Barboo) beobachten durften, wie sich die Gräfin nackig und nippelstimulierend auf dem Bette wälzt, fällt unsere Aufmerksamkeit auf einen dank Schnauz und Frisur an einen Pornodarsteller gemahnenden jungen Mann (Jack Taylor). Aber zerquälter Blick aus verhangenen Augen, das abwesende Befummeln einheimischer Floralien und nicht zuletzt das lyrische Geschwurbel aus dem Off zerstäuben unsere Vermutung: ein Poet ist’s nämlich, noch dazu hingezogen zur schwarzen Gräfin.
Die nimmt sich unterdessen noch einen Hotelmasseur, eine ihre Interviews immer im Bikini absolvierende „Journalistin“ (Anna Walican) und eine mörderische Sado-Maso-Hure vor, um ihren Yieper auf Blut und Sperma zu befriedigen. Zu guter Letzt begegnen sich Schnauz und Gräfin auf der Sonnenterrasse eines Hotels. Und obwohl sich Irina aus reiner Liebe eine körperliche Zusammenkunft versagen will, zwingt sie ihr Trieb zur für den Poeten finalen Knatterei. Auf Drängen eines blinden Parapsychologen (Jean Pierre Bouyxon), Professor Orloff mit Namen, der aufgrund seiner riesigen Koteletten alles andere als vertrauenerweckend wirkt, entschließt sich die Gräfin, zu ihren Ahnen zu verschwinden.

Zitate:

Dr. Roberto („Jess Franck“): „Dem Mann wurde der Penis abgebissen, und zwar mitten im Orgasmus. Der Vampir saugte den ganzen Samen aus.“

Prof. Orloff: „Es stimmt: Der Frau wurden die Eierstöcke gewaltsam entfernt, und die Klitoris ist deformiert. Genau das taten die ersten Vampire.“ (Muhahahaha!)

Die Kritik des Gunslingers:

Um an dieser Stelle mal Oliver Norvell Hardy aus dem Gedächtnis zu zitieren: „Na, das hast du ja wieder mal fein hin gekriegt.“ Zumindest gilt dies, zollt man dem Bemühen Jesús Francos Anerkennung, seine damalige Gespielin und spätere Gattin „Lina Romay“ in Szene zu setzen. Um hier nix anbrennen zu lassen, hat der Meister nicht nur die Regie, sondern Kamera und Schnitt gleich mit übernommen.
Die Geschichte, wenn man sie denn mal wohlwollend so nennen will, dient hier lediglich dazu, die episodenhaften sexuellen Abenteuer und Morde der verfluchten, zumeist halbnackten Gräfin zu verbinden. Zwar zeigt der Streifen tatsächlich ein paar explizite Tatsachen, etwa in der Episode mit dem Hotel-Masseur beim Flötenkonzert, doch bleibt der anregende Faktor hier wie da eher unter der Messlatte *Lach. Gleiches gilt für die Horrormomente, die weder blutig, noch stimmungsvoll sind, um zu punkten.
Der Score ist heftig: in den Sex-Szenen an James Last oder Anthony Ventura erinnernde Happy-Mucke auf Hammondorgel-Basis mit Trompetenunterstützung und Frauenchor; ansonsten ein nervtötendes, da sich permanent wiederholendes Streicherthema. Dafür gibt’s eine Menge unfreiwilligen Humors, der zumindest das Trash-O-Meter nicht ganz unbeeindruckt lässt. Wenn sich die „geile“ Gräfin vor jeder Aktion lüstern die Lippen leckt, sich am Bettpfosten vergnügt oder Jack Taylor schwer depressiv und am Dasein leidend durch die Gegend schleicht, ist das schon fein. Gleiches gilt für den zum Teil wirklich großen Off-Kommentar und die bizarren Sidekicks wie der von Franco himself gegebene Gerichtsmediziner oder besagter Professor Orloff. Einen besonderen Augenmerk verdienen auch spezielle Regie-Einfälle, wie die Kühlerfigur von Irinas Wagen, eine Art geflügelter Wackeldackel, die wir immer zu sehen kriegen, wenn sie ihr Haus in den Bergen verlässt, um ihre *Hust* Besorgungen in der Stadt zu erledigen.
Alles in allem: lausig gemacht und dabei auch nicht wirklich unterhaltsam.

Rating: $ (Trash: $$$-)

Splatter:

2/10

 

 

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