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Fluch von Siniestro, Der

Info

OT: 
The Curse of the Werewolf

Jahr: GB 1961
R: Terence Fisher
B: Anthony Hinds (“John Elder”)
K: Arthur Grant
D: Clifford Evans, Oliver Reed, Catherine Feller, John Gabriel

Quelle: TV (3sat)

 

Inhalt

Spanien, Ende des 18. Jahrhunderts. Der Arzt Don Alfredo Carledo (Clifford Evans) findet im Forst ein verstörtes, stummes Mädchen (Yvonne Romain), dem Tode nah in einem See treibend. Er rettet die Gutste, nimmt sie zu sich nach Hause und päppelt sie zusammen mit seiner Haushälterin Teresa (Hira Talfrey) wieder auf. Das Mädel ist zu allem noch schwanger nach einer Vergewaltigung.
Kein guter Stern also, unter dem Söhnchen Leon (Justin Walters) geboren wird. Fast folgerichtig überlebt die Mutter die Geburt auch nicht, und der Knabe wächst im Haushalt von Don Alfredo auf. Jahre später finden sich in der Umgebung des Dorfes immer wieder Ziegen und sonstige Haustiere mit durchgebissener Kehle.
Bald machen im Ort Gerüchte über einen ungewöhnlichen Wolf die Runde. Don Alfredo hat aufgrund verschiedener Indizien – Alpträume des kleinen Leons, eine mysteriöse Schusswunde - schnell den Verdacht, dass der Ziehsohn etwas mit den Tiermorden zu tun hat. Ein Verdacht, der sich tatsächlich bestätigt: Leon scheint ein Werwolf zu sein, den nur wahre Liebe auf Dauer erlösen kann – oder halt die Silberkugel.
Als junger Erwachsener (Oliver Reed) scheint der Junge dank der Zuwendung von Don Alfredo und Teresa weitgehend kuriert. Er nimmt eine Anstellung auf dem Weingut von Don Fernando (Ewen Solon) an und verliebt sich dort in dessen blöderweise bereits verlobte Tochter Cristina (Catherine Feller). Doch die lange verdrängten, verhängnisvollen Gelüste nach Blut, viel Blut brechen mit Macht wieder hervor … und diesmal bleibt’s nicht bei Ziegen.

Zitate

Pfarrer (John Gabriel): „Der Werwolf ist ein Wesen, in der die Seele und das Böse ständig miteinander kämpfen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Dieser erste Werwolf-Streifen der englischen Hammer-Studios sollte auch gleichzeitig der letzte bleiben: Massive Zensurprobleme nahmen die Lust auf weitere Versuche in dieser Richtung. Und wer weiß: Ohne die massiven Zugeständnisse an die Zensur wäre vielleicht sogar ein ganz anderer Film entstanden.
So haben wir es eher mit einem Drama, denn einem Gruselstreifen zu tun. Der Film konzentriert sich eher auf die Gefühlslage aller Beteiligten, die irgendwie mit dem „Werwolfsein“ des kleinen Leon klarkommen müssen. Die Horroraspekte: Verwandlung zum Tier, Morde kommen erst etwa ab der zweiten Filmhälfte zum Tragen und dann auch nur in für Hammer-Verhältnisse höchst dezenter Form. Überraschend war für mich die Rolle, die das Buch der Kirche zugedacht hat. Im Horrorfilm spielt sie ja zumeist einen eher unrühmlichen Part: fanatisch, unbelehrbar und oft auch unmenschlich. Hier ist es erstaunlicherweise der Pfarrer, der nicht nur das Werwolfwesen Leons erkennt, sondern sich dafür einsetzt, ihn zu schonen und zu schützen. Er ist gegen die Silberkugel oder gar das Verbrennen bei lebendigem Leib, das sogar Leon für sich selbst einfordert.
Durch die anfangs bereits erwähnte, angezogene Gruselbremse fehlt dem Streifen einiges an Spannung und Gänsehaut. Doch das gut gespielte Drama ist andererseits ein Aspekt, der den Film nie langweilig werden lässt. Dazu kommt die klassische Hammer-Atmo, die hier zwar weniger gotisch ist, aber durch die bekannte, satte Farbdramaturgie überzeugt. Ich denke, man muss nicht allzu weit laufen, um zu schauen, wo sich beispielsweise Mario Bava seine Inspiration geholt hat ;-). Ebenfalls untadelig ist die sorgfältige und soweit ich das beurteilen kann – authentische Ausstattung.
Neben Hammer-Hausregisseur Terence Fisher („Blut für Dracula“) zogen hier vor allem Michael Carreras und Anthony Hinds aka „John Elder“ als Produzenten und letzterer auch als Drehbuchautor die Strippen, Söhne der beiden Hammer-Gründer. Und mit Arthur Grant fotografierte ein ebenfalls bewährtes Hammer-Schlachtross („Haus des Grauens“).

Rating: $$$$-

Splatter:

2/10

 

 

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