Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien

Toggle Sidebar

Frankenstein's Army

Info

OT: 
Frankenstein’s Army

Jahr: NL/USA/CZ 2013
R: Richard Raaphorst
B: Chris W. Mitchell, Miguel Tejada-Flores
K: Bart Beekmann
D: Karel Roden, Joshua Sasse, Alexander Mercury, Andrei Zayats

Quelle: DVD (Ascot Elite). Dank fürs Rezi-Exemplar

 

Inhalt

Anfang 1945 ist ein kleiner russischer Aufklärungstrupp im Niemandsland zwischen den Frontlinien im Einsatz. Auf deutsche Truppen treffen die Russen kaum noch, dafür fangen sie den Funkspruch einer anderen russischen Einheit ab, die sich ganz in der Nähe anscheinend in der Bredouille befindet.
Als die Mannen um Hauptmann Novikov (Robert Gwilym) die im Funkspruch angegebenen Koordinaten erreicht, finden sie ein menschenleeres Kaff vor, in dem vor gar nicht langer Zeit wohl auch mit schweren Waffen gekämpft wurde. Zudem liegt vor der Kirche eine Rutsche halbverbrannter Leichen, der Dorffriedhof ist umgegraben und die Gräber geleert. Das Gotteshaus selbst gemahnt im Innern eher an eine industrielle Produktionsstätte. Später stoßen die Russen auf bizarre Mischwesen, zusammengeschwiemelt aus Leichen und Maschinenteilen, die anstelle von Worten ihr vielfältiges Waffenarsenal zwischen Sichel und Drillbohrer gebrauchen.
Hinter den bizarren und blutigen Vorgängen scheint ein gewisser Dr. Frankenstein zu stecken, wie den Russen ein Gefangener (Karel Roden) nach handfester „Befragung“ verraten hatte. Die Suche nach dem verschwundenen Doc, der seine Zentrale anscheinend irgendwo in einem verzweigten Tunnelsystem unter dem Dorf hat, führt schnell in einen Albtraum aus Blut und Gekröse.

Zitate

Frankenstein: „So sieht man sich wieder, Sturmbannführer.“ – SS-Mann (Klaus Lucas): „Bitte, bitte. Es tut mir leid, dass wir versucht haben, dich aufzuhalten.“ – „Sei ruhig, Dieter. Du musst dich nicht entschuldigen.“

„Für ein letztes Experiment muss Zeit sein.“

Die Kritik des Gunslingers:

In seinem Langfilmdebüt versucht sich der niederländische Regisseur Richard Raaphorst an einer „Mockumentary“: Der Streifen gibt vor, auf „realem“ Filmmaterial zu fußen, gedreht auf 16-mm-Material durch einen Kameramann, der die Einheit begleitete. Um die Geschichte realistischer aussehen zu lassen, ließ man die tatsächlich digital aufgenommenen, häufig wackligen Bilder der Mission mittels Kratzern und Farbartefakten „altern“. Dies gelingt nicht richtig überzeugend, stört aber auch nicht wirklich.
Die Atmo ist klasse: Wir begleiten den Spähtrupp erst durch eine karge, trostlos-steppige Winterlandschaft, die Routine nur unterbrochen durch kurze Scharmützel mit versprengten Deutschen. Zunehmend wird das Geschehen surrealer: angefangen bei den ersten seltsamen Skelettfunden bis hin zur Konfrontation mit den Monstern und schlussendlich Frankenstein selbst. Der Streifen bleibt mit Einstieg in das Kellerlabyrinth am Gas: Die Spannung wird zusätzlich befeuert durch das Quasi-Dokumentarische, so fehlt beispielsweise auch jegliche Art von Musik. Wir sehen nur durch das Auge von Dimitri (Alexander Mercury), dem Kameramann, werden also immer genauso überrascht wie die Russen.
Schauspielerisch kann das internationale Team bis auf Karel Roden nur wenige Akzente setzen, denn – seien wir ehrlich – die Hauptrolle haben die Monster, die sogenannten „Zom-Bots“. Hier schoss die Fantasie richtig ins Kraut: Verkrüppelte Kreaturen mit scharfen Propellern als Kopf, Drillbohrernasen, Sichel- oder Hammerhänden, sägezahnigen Kopfpressen, ähnlich wie Baggerschaufeln. Es gibt hier fast nix, was es nicht gibt. Großes Kino – und alles ohne CGI realisiert. Die SFX-Abteilung hat also ordentlich gebastelt.
Ein weiteres Plus: Der Streifen hält seine Perspektive bis zum Schluss konsequent durch. Wir sehen also weder Schnitte noch Übergänge oder Perspektivwechsel, denn es stand ja nur eine Kamera zur Verfügung
.

Rating: $$$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

6/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien