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Hatchet for the Honeymoon

Info

OT: 
Il Segno rosso della Follia
AT:
Un Hacha para la Luna de Miel (SP)
Red Wedding Night (D)

Jahr: I/SP 1969
R, K:
Mario Bava
B:
Santiago Moncada
M:
Sante Maria Romitelli
D:
Stephen Forsyth, Laura Betti, Dagmar Lassander, Jesús Puente

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

John Harrington (Stephen Forsyth), 30, ist verrückt. Vollkommen, doch von seiner Umgebung unbemerkt. So kann er alltags den coolen Geschäftsführer eines auf Brautmoden spezialisierten Pariser Modehauses mimen. Immer wenn’s ihn überkommt, geht er aber los und metzelt Frauen nieder: Frauen, die entweder frisch verheiratet sind oder deren Eheschließung kurz bevor steht. Die Opfer gibt er zumeist seinem Hochleistungsofen im Gewächshaus zu fressen.
Hinter der Mordserie steckt bei allem Wahnsinn allerdings System: Mithilfe der Taten will John einem traumatischen Erlebnis aus seiner Kinderzeit auf die Spur kommen, das ihm sein Unterbewusstsein mit jedem Mord weiter enthüllt. Die Sache kommt aus dem Lot, als er das Muster verlässt und seine verhasste Ehefrau Mildred (Laura Betti) massakriert.
Trotz bewährter Entsorgung der Leiche, scheint Mildred anscheinend nicht tot zu kriegen zu sein. Überall nimmt der Mörder Zeichen der Anwesenheit seines Opfers wahr. John bekommt das Hosenflattern, worauf wiederum Inspektor Roussel (Jesús Puente) nur wartet, der ihn schon länger misstrauisch beäugt.

Zitate:


„Tatsache ist, dass ich verrückt bin. Anfangs war ich erschrocken und verärgert, aber mittlerweile amüsiert mich mein Zustand, und ich kann hervorragend damit leben. Kein Mensch ahnt, dass ich ein gefährlicher Mörder bin.“ (John redet Klartext, allerdings nur aus dem Off)

„Er war wenigstens ein richtiger Mann, wenn du verstehst, was ich meine. Wie leicht man sich von Äußerlichkeiten täuschen lässt.“ – „Wenn es sich lohnen würde, könnte ich dir jederzeit das Gegenteil beweisen. Aber sieh’ doch bloß in den Spiegel.“ (Typischer Frühstücksplausch zwischen John und Mildred, die die Vorzüge ihres Ex-Mannes preist)

„Eine Frau sollte nur bis zur ihrer Hochzeitsnacht leben, einmal lieben und dann sterben.“ (John)

„Ich lass' dich nicht allein: keine Woche, keinen Tag, keine Stunde, keine Minute. Ich werde immer bei dir sein. Hast du verstanden?“ (Gibt’s eine noch massivere Drohung als die Mildreds?)

Die Kritik des Gunslingers:

Schöne Mischung aus Giallo, Horrorfilm und Thriller, die Regisseur Mario Bava noch mit einem leichten Comedy-Touch würzt. Der Film, den Bava wieder selbst fotografiert hat, wartet mit den typischen satten Farben und ungewöhnlichen, atmosphärischen Einstellungen auf, für die das riesige Haus der Harringtons eine Menge Futter liefert.
Auch den Wahnsinn setzt Bava gekonnt in entsprechende Bilder um. Obwohl recht schnell klar ist, wohin der Hase läuft, ist die Geschichte so spannend, dass der Zuschauer bei der Stange bleibt. Dabei helfen auch einige nette Kniffe: So kann der verrückte John die „wiederauferstandene“ Mildred als einziger nicht sehen, während alle anderen sogar mit ihr sprechen können.
Der schwerblütige Score von Sante Romitelli, ergänzt um sägende Gitarren und psychedelische Club- und frühe Elektrosounds unterfüttert die einzelnen Stimmungen hervorragend.

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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