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Haus des Grauens

Info

OT: 
Paranoiac

Jahr: GB 1963
R:
Freddie Francis
B:
Jimmy Sangster
K:
Arthur Grant
M:
Elisabeth Lutyens
D:
Oliver Reed, Janette Scott, Sheila Burrell, Maurice Denham

Quelle: DVD (Koch). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Jahr für Jahr veranstaltet Harriet Ashby (Sheila Burrell) einen Gedenkgottesdienst für ihren elf Jahre zuvor tödlich verunfallten Bruder und seine Gattin sowie ihren durch Selbstmord drei Jahre später ums Leben gekommenen Neffen Anthony. Dessen überlebende Geschwister, Eleanor (Janette Scott) und Simon (Oliver Reed), sind bei ihrer Tante aufgewachsen und haben beide einen Hau. Eleanor ist labil und kränklich, während Simon einen gelungenen Vertreter des Typs „Arschloch mit Sportwagen und Alkoholproblem“ repräsentiert.
Eines Tages steht aber Anthony (Maurice Denham) wieder auf der Matte und behauptet, damals seinen Selbstmord nur vorgetäuscht zu haben, um Tantchens Regiment zu entkommen. Während Eleanor überglücklich ist, ihren Lieblingsbruder wieder in die Arme schließen zu können, versuchen Harriet und Simon alles, um den Zurückgekehrten als Betrüger zu entlarven. Schließlich gilt es, ein stattliches Erbe von 600.000 Pfund zu verteidigen.
Anthony ist aber nicht beizukommen, glänzt er doch durch wasserdichtes Detailwissen aus Tonys Vergangenheit. Bald bringt Simon daher schwerere Geschütze in Stellung, um seinen wackeligen Seelenfrieden zu bewahren. Es ist eine Entwicklung in Gang gesetzt, die Leichen in und eine andere aus dem Keller befördert.

Zitate:

Harriet: „Wo bist du gewesen?“ – Simon: „Etwas trinken … und jetzt werde ich weiter trinken.“

Anthony: „Vielleicht habe ich mich geändert. Vielleicht bin ich nicht mehr der, der ich früher war.“ (Hust ... Wenn das mal keine Andeutung ist)

Die Kritik des Gunslingers:

Zwar könnte man diesen Streifen guten Gewissens auch in die Kategorie Psychothriller einordnen, doch denke ich, dass er aufgrund seiner starken Horror-Elemente einen Platz in der Grusel- Schublade verdient hat. Mit „Haus des Grauens“ liefert der gelernte Kameramann Freddie Francis ein fulminantes frühes Regie-Werk ab. Hervorragend fotografiert und ausgeleuchtet, garniert mit einigen schönen Schockeffekten, kann er sich sogar in eine Reihe stellen mit den Urahnen des italienischen Giallos. In noch nicht einmal ganz 80 Minuten erzählt der Streifen straff seine Geschichte, die am Ende noch mit einer schönen Überraschung aufwartet.
Großartig ist Oliver Reed, der den Film rockt und den schrittweisen Verfall Simons vom latent aggressiven Lebemann und Alkoholiker zum Mörder und Wahnsinnigen intensivst ausspielt. Kein Wunder, dass der Mann über Jahrzehnte ein Aushängeschild des Brit-Kinos war. Besonders schön zu beobachten ist die Beziehung zwischen Simon und Tante Harriet: Während sie der fiese Trinker anfangs total zu dominieren scheint wie alle anderen, schälen sich die wahren Machtverhältnisse erst allmählich heraus. Womit wir bei Sheila Burrell wären, die mir ebenfalls ausnehmend gut gefallen hat als „Mutter der Kompanie“, die verzweifelt und mit fast allen Mitteln versucht, den guten Namen einer Familie zu bewahren, die schon lange von innen her verfault ist.
Der Horror-Orchester-Score von Elisabeth Lutyens ist erfreulich unschrill und fast schon selbstlos: Er unterstützt die Stimmung der einzelnen Szenen, ohne knallig auftrumpfen zu wollen.

Rating: $$$$+

Splatter:

0/10

 

 

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