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Haus mit dem Folterkeller, Das

Info

OT: 
Mansion of the Doomed

AT:
Eyes of Doctor Chaney
Eyes
House of Blood


Jahr
: USA 1976
R: Michael Pataki
B: Frank Ray Perilli
K: Andrew Davis
M: Robert O. Ragland
D: Richard Basehart, Gloria Grahame, Trish Stuart, Lance Henriksen

Quelle: DVD (cmv Laservision). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Nach einem Verkehrsunfall ist Nancy Chaney (Trish Stuart) erblindet. Nun sitzt sie in ihrem abgedunkelten Zimmer, schiebt Frust und weigert sich selbst, ihren Verlobten, Dr. Dan Bryan (Lance Henriksen), zu empfangen. Von Vorwürfen zerfressen ist daher Nancys Vater, Professor Leonard Chaney (Richard Basehart), nicht ganz unschuldig an dem schicksalshaften Crash.
Nun fügt es sich ganz aber famos, dass Chaney ausgewiesener Spezialist in Sachen Augenheilkunde ist. So grübelt und experimentiert der Prof zusammen mit seiner Assistentin Kathy (Gloria Grahame) im heimischen Kellerlabor, um eine Lösung für Nancys Klüsen zu finden. Sein Ansatz: das Verpflanzen ganzer Augen aus dem lebenden Organismus.
Nachdem Experimente mit Hunden vielversprechend liefen, steht nun die Erprobung am Töchterchen an. Ein geeigneter Spender ist rasch gefunden: Der gute Dan wird mittels Schlafmittel im Aperitif gefügig gemacht und nach erfolgtem Eingriff im weitläufigen Keller der Villa eingesperrt. Der Erfolg ist durchschlagend. Nancy ahnt allerdings nicht, mit welchen Äuglein sie jetzt munter in die Gegend blinzelt. Aber dann kommt die Ernüchterung: Die Sehkraft schwindet wieder.
Neue Augen müssen her, viele Augen, da der Erfolg ausbleibt. Und so hat Nancy bald nicht nur keine Lust mehr auf immer neue Operationen. Auch der Keller des Akademikeranwesens füllt sich schnell mit bedauernswerten Opfern, die nur noch eines wollen: raus ...

Zitate

Chaney: „Es gibt Zwangslagen, in denen man der Forschung vorauseilen muss.“

Georgio (Jo Jo D’Amore): „Wo ist der Stronzo, dem dieser Wagen hier gehört?“

Die Kritik des Gunslingers:

Michael Pataki, bis zu seinem Tod viel gebuchter Darsteller besonders im TV-Bereich, hat nur eine Handvoll Filme als Regisseur verantwortet. Sein „Haus mit dem Folterkeller“ landete recht flott auf dem Index und blieb dort für 25 Jahre. Die Gründe für den Bann wollen sich allerdings nicht so ganz erschließen.
Im Gegensatz zu den Erwartungen, die der Filmtitel weckt, handelt es sich bei dem Streifen nämlich NICHT um splattrigen Torture-Porn. Im weiteren Sinn ist der Film ein Remake des französischen Gruslers „Augen ohne Gesicht“. Wenngleich er nicht dessen Klasse erreicht, ist Patakis Film alles andere als eine Gurke. Und das bedeutet was, betrachtet man Entstehungsjahr und –land sowie das für Albert-Band-Produktionen wohl fast obligatorisch knappe Budget (wink).
Die Atmo ist sorgfältig aufgebaut: Sehr schön ist zum Beispiel der weitläufige Keller unter der Professoren-Villa, in dem auch die Operationen am lebenden Auge *lach* stattfinden. Letztere kommen fast ohne Gore aus, sieht man mal von einem kurzen Shot auf ein entnommenes Auge ab. Doch dank der Kameraarbeit und auch des wirkungsvollen, teilweise fast „italienisch“ anmutenden Scores funktionieren die Eingriffe als Gruselelement. Komponist Robert Ragland stand noch Anfang seiner Karriere, die bis zu seinem Tod mehr als 100 Soundtracks umfassen sollte. Ebenfalls gute Arbeit leistete Stan Winston in Sachen Maske: Die augenlosen Gesichter der Bedauernswerten wirken schon recht überzeugend. Später sollte Winston einer der Top-Leute für Makeup und Creature Design werden, der auch für große Produktionen gebucht wurde: von „Das Ding aus einer anderen Welt“ über „Edward mit den Scherenhänden“ bis zu „Terminator“ und „Jurassic Park“.
Gut besetzt sind die beiden Hauptrollen. Richard Basehart und Gloria Grahame waren nicht die ersten Hollywood-Urgesteine, die sich später in einem 70er-Billigheimer wiederfanden. Während Grahame qua Skript unterfordert ist, kann sich Basehart auszeichnen. Er liefert das glaubwürdige Porträt eines Wissenschaftlers, der aus einer Gemengelage von schlechtem Gewissen, Forscherdrang und Skrupellosigkeit schleichend in den Wahnsinn hinübergleitet. Gelungen in diesem Zusammenhang auch seine Off-Kommentare: von der Tonalität her zumeist rational und nüchtern; indes die Inhalte *lach. In einer kleinen Rolle und dazu noch die meiste Zeit augenlos (wink) ist Lance Henriksen zu sehen.

Rating: $$$+

Splatter:

4/10

 

 

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