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Headhunt

Info

OT: 
Inhuman Ressources

AT:
Redd Inc.

Jahr: AUS 2013
R: Daniel Krige
B: Anthony O’Connor, Jonathan Green
K: Richard Bradshaw
M: Michael Yezerski
D: Nicholas Hope, Kelly Peterniti, Sam Reid, James Mackay

Quelle: DVD (Mad Dimension). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Stellt euch vor, man erwischt euch blutverschmiert, mit Axt in der Hand neben dem enthaupteten Körper einer Frau, noch dazu in einem Fahrstuhl. Da braucht man nicht mehr viel Polizeiarbeit, um einen lebenslang in die Klapse einfahren zu lassen. Genau das passiert dem PR-Mann Thomas Reddman (Nicholas Hope), in dem die Polizei endlich den gesuchten „Headhunter“ gefunden hat, der schon einige Manager einen Kopf kürzer gemacht hatte. Er landet nach seiner Verhaftung in der Psychoklinik des berüchtigten Dr. Lansdale, bis diese Klinik abbrennt und Reddman angeblich gleich mit.
Eine Zeugin, die gegen Reddman ausgesagt hatte, ist die Internetstripperin Annabelle (Kelly Paterniti). Sie wird eines Tages von einem Unbekannten in ihrer Butze chloroformiert und erwacht in einem fensterlosen Büroraum, angekettet an einen Schreibtisch. Mit ihr befinden sich fünf weitere Unglückliche in der gleichen Lage. Allen gemeinsam ist, dass sie in irgendeiner Form mit dem Reddman-Fall zu tun hatten.
Als Chef der kleinen Bürogemeinschaft stellt sich wenig überraschend niemand anderer als Thomas Reddman vor, der seine Mitarbeiter nur mit einer Aufgabe betraut: Sie sollen den wahren „Headhunter“ finden, da er, Reddmann, unschuldig sei. Gleichzeitig stellt der Chef seeeehr rigide Büroregeln auf und ahndet Verstöße gegen dieselben konsequent mit Hilfe seiner mit scharfer Klinge ausgestatteten Armprothese. Nach fünf „Verweisen“ erfolgt auf *hust* recht drastische Art die Kündigung. Die folgerichtig immer weiter schrumpfende Zahl der Angestellten stößt bei den Recherchen zwar tatsächlich auf gewisse Widersprüche im Headhunt-Fall. Doch kreisen die Gedanken hauptsächlich darum, das Arbeitsverhältnis möglichst glimpflich zu beenden und vor allem zu überleben.

Zitate

Reddmann: „Ich bin dafür bekannt, dass ich ein strenges Regime führe.“

William (Sam Reid): „Der Job ist zum Kotzen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Australien ist mir zwar nicht explizit als Kinoland geläufig, doch immer wieder drehen sie dort wirklich sehr feine Streifletten. Eine davon ist „Redd Inc.“, der zwar deutliche Anleihen an Filmen wie „Saw“ macht, doch dabei einen ganz eigenen Kurs fährt: Der gebürtige Südafrikaner Daniel Krige legt ein schwarzhumorig-splattriges Kammerspiel vor, das zumindest in Sachen Cast und Atmo bei mir die Höchstnote abräumt.
Letztlich kann man den Plot in zwei Teile zerlegen. Zum einen stellt sich im Verlauf des Streifens wirklich die Frage, ob Zeugenaussagen nicht unzuverlässig oder zumindest auslegbar sind und der offensichtlich total durchgeknallte Reddman nicht vielleicht doch ursprünglich unschuldig ist. Zum zweiten, und das ist der Hauptaspekt, haben wir es mit einer treffsicher beobachteten Bürogroteske zu tun, die den von vielen von uns zu durchleidenden Büroalltag auf die perverse Spitze treibt. Da fehlen weder die üblichen doofen Floskeln wie „Meine Bürotür steht für Sie immer offen“ noch die regelmäßigen „Personalgespräche“. Hier breitet der Streifen auch seine humorigen Elemente aus: Verfehlungen, etwa bei Überschreiten der zugestandenen Toilettenzeit, werden hier nicht in die Personalakte übernommen, sondern in Form einer direkt auf die Stirn geritzten Strichliste geführt. Abgetrennte Körperteile vom Fingernagel über Augen bis zum ganzen Kopf deponiert Reddman in einem entsprechenden Aktenschrank; gegen den Gammelgestank kommt Raumspray zum Einsatz. Ein abgesägtes Bein dient als durchaus geeignete Schlagwaffe und dergleichen mehr.
Die von Großmeister Tom Savini, der auch in einer Nebenrolle zu sehen ist, verantworteten Splattereffekte sind sparsam dosiert, dafür aber deftig und glaubhaft geraten. Im oben bereits gelobten Cast sticht – natürlich – Nicholas Hope heraus. Wie er den Protagonisten als vordergründig „stinknormalen“ mittleren Manager anlegt, ohne selbst bei den heftigsten Splattereien aus der Rolle zu fallen: Hut ab. Uns allen ist klar, dass ein solcher Streifen kaum die geeignete Plattform für eine tiefgründige Charakterstudie sein kann. Dennoch gibt das Buch zumindest den Hauptcharakteren eine gewisse Tiefe, was wiederum die Grundvoraussetzung ist, um eine Verbindung herzustellen zwischen Figuren und Zuschauer.
Auch wenn die Geschichte nicht sooooo originell und die Twists eher unüberraschend sind, wollen wir uns an dieser Stelle nicht kleinlich zeigen (wink):

Rating: $$$$$-

Splatter:

8/10

 

 

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