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Home Invasion - Der Feind in meinem Haus

Info

OT: 
Dans ton Sommeil

Jahr: F 2010
R: Caroline du Potet, Éric du Potet
B: Caroline du Potet, Éric du Potet
K: Pierre Cottereau
M: Éric Neveux
D: Anne Parillaud, Arthur Dupont, Thierry Frémont, Jean-Hugues Anglade

Quelle: DVD (Koch). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Seitdem ein fürchterlicher Unfall ihre Familie zerstörte, lebt Sarah (Anne Parillaud), Krankenschwester von Beruf, allein in ihrem noch immer halbfertigen Haus. Schön abseits gelegen, versteht sich. Sarah läuft auf Autopilot, macht Fehler im Job, ist schlaflos und steht dauernd unter Medikamenten. So kriegt sie auch nicht mit, dass ein Serieneinbrecher die Gegend heimsucht und bevorzugt in leerstehende Häuser einsteigt, deren Besitzer in Urlaub weilen.
Eines Nachts fährt sie auf der Rückkehr von der Arbeit einen jungen Typen (Arthur Dupont) an, der ihr vor den Kühler läuft. Voll des schlechten Gewissens nimmt sie den Jungen, der sich als Arthur vorstellt, mit in ihre Butze. Der wiederum ist völlig verängstigt und erzählt ihr, er werde von eben jenem Einbrecher verfolgt, der ihn als Zeugen ausschalten will. Für immer. Sarah glaubt dem wohlerzogenen Jüngling umso mehr, als in der gleichen Nacht ein offensichtlich Geistesgestörter (Thierry Frémont) die Beiden in Sarahs Haus überfällt.

Zitate

Arthur: „Lässt du mich allein?“ – Sarah: „Ganz bestimmt nicht. Wir bleiben zusammen, egal, was passiert.“

Die Kritik des Gunslingers:

Wird die eigene Hütte von Einbrechern besucht, ist das Eindringen Unbekannter in die Privatsphäre für die meisten schlimmer als ein eventueller materieller Schaden. Nicht umsonst sagt ja der Anglophile: My Home is my Castle. Fällt die Mauer, ist nichts mehr sicher, nicht einmal der geschützte Hafen, als den viele die eigenen vier Wände empfinden. Eben diese psychologische Gefühlslage machen sich die sogenannten Home-Invasion-Filme zunutze, um Spannung zu maximieren. Vergewaltigung, Mord oder Psychoterror setzen bei diesen Horror-Thrillern auf einer eh schon seehr unangenehmen Grundstimmung auf.
Vorliegender Streifen ist zwar nicht wirklich innovativ, spielt aber sehr effektiv auf der Klaviatur des Grauens und bringt seine eigentlich nicht überraschenden Twists knallhart und so trotzdem wirksam an den Zuschauer. Das war selbst für den Gunslinger schon teilweise harter Tobak, denn auch mit physischen Torturen geizt der Film nicht, wenngleich er die Grenze zum Gore nicht überschreitet.
Das Regieduo arbeitet in ihrem Erstling gerne mit Rückblenden, die erläutern, teilweise aber auch in die Irre führen, weil sie nicht die Realität wiedergeben. Schön ist beispielsweise der Einsatz der Bild-Ton-Schere: Einer der Protagonisten erzählt seine Version der Ereignisse, während sich diese in der unterlegten Bildsequenz ganz anders abspielen. Damit kommt eine Verunsicherung ins Spiel, die letztlich erst durch das Finale aufgelöst wird. Was auch auffällt, ist der Perspektivwechsel: Bei den mir bekannte Home-Invasion-Streifen wird in der Regel aus der Perspektive der Opfer erzählt, während hier der Täter im Mittelpunkt steht.
Das war’s aber schon fast, was man über den Streifen auch inhaltlich erzählen sollte, denn jedes weitere Wort verriete zu viel. Die Darsteller sind zwar allesamt große Klasse, doch insbesondere Arthur Dupont liefert hier amtlich ab. Und auch für „Hinter der Kamera“ konnten die Regie-Debütanten erfahrenes Personal verpflichten, was man dem Film ansieht.
Fazit: Kurz, knackig, lohnt.

Rating: $$$$

Splatter:

6/10

 

 

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