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Horror Attack - Stadt ohne Kinder

Info

OT: 
Necromancy
AT:
The Witching
The Toy Factory
A Life for a Life
Rosemary's Disciples

Jahr: USA 1972
R, B:
Bert I. Gordon
B:
Gail March
K: Winton Hoch
M: Fred Karger, Robert Walsh
D: Pamela Franklin, Orson Welles, Lee Purcell, Michael Ontkean

Quelle: VHS (Wonderworld)

 

Inhalt

Lorie und Frank Brandon (Pamela Franklin, Michael Ontkean) bietet sich nach Lauries Fehlgeburt die willkommene Gelegenheit zur Luftveränderung. Frank hat einen neuen Job in der Spielzeugfabrik des seltsamen Unternehmers Cato (Orson Welles) im Kleinstädtchen Lilith bekommen, der sich vor allem an der religösen Orientierung des Bewerbers interessiert zeigt.
Doch der Neuanfang steht unter keinem guten Stern: Zuerst verursacht Frank, genervt von Lories dauerndem Gequengel, auf dem Weg ins neue Domizil einen tödlichen Autounfall, dann bleibt die Karre auch noch wegen Spritmangels liegen. Während Frank nun per pedes Kraftstoff holen geht, hat Lorie, die sich derweil die Füße vertritt, an einem alten Grabstein die Vision einer satanischen Beerdigung. Überhaupt die Visionen: Im schmucken Lilith angekommen, einer Stadt ohne Kinder und Alte, erscheint Lorie immer wieder eine schrullige Alte (Anne Gaybis), laut eigenem Bekunden eine verstorbene Hexe - die ihr schwurbelige Prophezeiungen und Ratschläge an den Hals knallt. Des weiteren tummeln sich in Lories durch schwarzmagische Lektüre angeheizter Fantasie noch imaginäre Ratten, brennende Scheiterhaufen und Catos verstorbener Sohnemann (Terry Quinn).
Cato, ungekrönter Stadtfürst, hat zum Zweck der Wiederbelebung ganz Lilith in seinem satanischen Zirkel organisiert, der immerhin schöne S/M-Parties feiert. Während Frank - kein Wunder - dem Hokuspokus durchaus aufgeschlossen gegenüber steht, will seine Gattin nix wie weg. Aber Cato braucht Lorie, da sie anscheinend die Kraft besitzt, die zum Gelingen des Werks noch fehlt. Die Sache hat nur den Haken, dass die Nekromantin den Platz des Wiederbelebten im Grabe einzunehmen hat.

Die Kritik des Gunslingers:

Nun, es wäre leicht, sofort den Stab über diesem Horrorfilm zu brechen. Schließlich bescherte uns das Schaffen Bert Gordons so Trash-Klassiker wie "Insel der Ungeheuer" oder "Angriff der Nuklearmonster". Doch bei Gordons vorliegendem Werk liegen die Dinge anders. So gelingt es dem Film durchaus, in klassischer Gothic-Tradition langsam eine Stimmung latenter Bedrohung aufzubauen, die sich in den neuen Alltag der Protagonisten einschleicht. Das funktioniert so lange, bis anscheinend das Drehbuch alle war und das Team entdeckte, dass noch mindestens eine halbe Stunde Film abzukurbeln ist. Der völlig wirre Fortgang der Geschichte lässt nur diesen Schluss zu.
Leider sind die Darsteller ziemlich von der Rolle. Pamela Franklin sticht da besonders heraus: Wie sie nach dem schweren Autounfall ohne Gefühlsregung eine Stoffpuppe aus dem brennenden Autowrack nimmt, aus dem noch eine Frauenhand baumelt, ist schon groß. Anschließend plaudert sie mit ihrem Gatten als sei nichts gewesen. Orson Welles, der sich wenig dämonisch, dafür umso breitärschiger durch die Geschichte nuschelt, ist auch OK.
Doch muss man ein wenig zur Ehrenrettung sagen, dass man den Film laut IMDb 1983 als "The Witching" nicht nur gekürzt, sondern dazu ziemlich stark umgeschnitten hat: Szenen wurden beispielsweise anders montiert, Sex- und Goreszenen sowie die Figuren der Hexe und des herumgeisternden Cato-Sohnes zudem komplett neu eingefügt. Außerdem ist der Original-Score einem Düster-Synthie-Teppich gewichen, der manchmal funktioniert, meistens aber aufdringlich nervt. Die Anzahl der kursierenden Fassungen (s.o.) spricht auch für sich.

Rating: $$ (Trash: $$$+)

Splatter:

0/10

 

 

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