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Info

OT: 
Hostel

Jahr: USA 2005
R, B:
Eli Roth
K: Milan Chadima
M: Nathan Barr
D: Jay Hernandez, Derek Richardson, Eythor Gudjonsson, Jan Vlasak, Barbara Nedeljakova

Quelle: Kinobesuch, DVD (Sony)

 

Inhalt

Josh (Derek Richardson), Oli (Eythor Gudjonsson) und Paxton (Jay Hernandez) sind als Studenten auf dem ultimativen Spaß-Europa-Trip, also Saufen, Party und Vögeln, in Amsterdam gelandet. Hier lernen sie den schleimig-freundlichen Alexej "Nennt mich Alex" (Lubomir Bukovy) kennen. Etwas frustriert von ihrer zumeist vergeblichen Pussy-Jagd, sind die drei Möchtegern-Casanovas sofort Feuer und Flamme, als ihnen Alex von einem Hostel in der slowakischen Provinz erzählt, in dem es von potenziellen Gespielinnen nur so wimmeln soll. Das schönste: Die willigen Schönen fahren vor allem auf Amis ab.
Als die Drei in der Slowakei ankommen, scheinen sich ihre kühnsten Träume von schnellem Sex und Dauerparty zu erfüllen. Doch am Tag nach der Sause ist Oli verschwunden, angeblich am frühen Morgen Richtung Heimat ausgecheckt. Tags darauf ist auch Josh wech, und Paxton schwant schlimmes. Er findet heraus, dass nicht nur die geilen Bräute, sondern auch viele Polizisten auf Provisionsbasis für eine russische Organisation arbeiten, die gelangweilten europäischen Geschäftsleuten gegen Dollars junge Touris zum Totfoltern anbietet. Doch dann findet sich Paxton bald selbst im Keller einer aufgegebenen Fabrik auf einem der Folterstühle.

Zitate:

"Hey, wir sind in Europa. Da kiffen alle Schnecken." (Jay Hernandez hat eine hohe Meinung von der europäischen Weiblichkeit)

"Ich wollte schon immer Chirurg werden, aber die Behörden haben mir die Zulassung verweigert." (Jan Vlasak zu Derek Richardson)

Die Kritik des Gunslingers:

Torture-Porn-Streifen von Eli Roth, der in der zweiten Filmhälfte an die Grenzen des Erträglichen geht, selbst wenn die Kamera lange nicht alles zeigt. Da werden Finger und Zehen mit dem Bolzenschneider abgeknipst, Augen mit dem Bunsenbrenner bearbeitet, um anschließend per Schere am Sehnerv abgeschnitten zu werden, Knochen mit dem Elektrobohrer perforiert, Achillessehnen mit dem Chirurgenskalpell durchtrennt und viele Nettigkeiten mehr. Von der Atmo und seinen Bildern her ist der Film toll: angefangen von den trostlosen Eskapaden in Amsterdam, bis hin zum morbiden Charme Osteuropas inklusive knallharter Kinderstreetgangs und eben der Folterfabrik. Roth nimmt sich Zeit, seine drei Hauptprotagonisten vorzustellen: als tumbe, desinteressierte Touris, die keine Ahnung von Europa und ein seltsames Frauenbild haben, mit denen sich das Mitleid des Zuschauers ergo in Grenzen hält. Auf der anderen Seite die Folterknechte: saturierte und gelangweilte Geschäftsleute, ebenfalls auf der Suche nach dem ultimativen Kick. Auf sie trifft der Hannah-Arendt-Ausspruch von der Banalität des Bösen bestens zu (klasse: Jan Vlasak als holländischer "Kunde").
Neben der geschickten und langsamen Steigerung der Spannung und den gut gemachten Gore-Effekten zieht der Film seine Effizienz vor allem aus der Tatsache, dass er eine Geschichte erzählt, die real sein kann.

Rating: $$$$

Splatter:

10/10