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I spit on your Grave

Info

OT: 
I spit on your Grave

Jahr: USA 2010
R:
Steve R. Monroe
B:
Stuart Morse
K:
Neil Lisk
M:
Corey Allen Jackson
D:
Sarah Butler, Jeff Branson, Daniel Franzese, Andrew Howard

Quelle: DVD (Sunfilm). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Jennifer Hills (Sarah Butler) ist Schriftstellerin, und wie viele Kreative braucht sie Ruhe, seeehr viel Ruhe. So mietet sie sich in den Backwoods von Louisiana eine Hütte, um ihr neues Buch anzugehen. Eine scheiß Idee, wie sich schon bald herausstellt. Schon die Butze zu finden ist nicht einfach, so fragt sie an Johnnys (Jeff Branson) Tanke nach dem Weg und macht die mehr oder weniger unterbelichteten, doch dafür umso schärferen Dorfstecher auf sich aufmerksam.
Die Hütte selbst erweist sich als malerisch gelegen, doch schwer ab vom Schuss. Die Tage vergehen, das mulmige Gefühl, beobachtet zu werden, steigt. Da helfen auch Kräuterzigaretten und Rotwein nicht weiter.
Kurze Zeit später kriegt Jennifer Besuch, und zwar nicht vom Postmann, sondern von Johnny, und Johnny hat seine Kumpels mitgebracht, die mal wieder so richtig abfeiern wollen. Bevor es zu Schlimmerem kommt, kann Jennifer fliehen und wendet sich an den örtlichen Sheriff (Andrew Howard). Der aber hält sie für eine haltlose Großstadtschlampe, die säuft – zwei Flasche Rotwein – Drogen nimmt – ein abgerauchter Stick im Aschi – und es daher mal so richtig besorgt braucht. So schließt er sich Johnnys Jungs kurzerhand an und entpuppt sich dabei fast als das größte Schwein. Für Jennifer geht damit das Martyrium erst richtig los. Bevor die Täter ihr Opfer zum Finale endgültig verschwinden lassen können, stürzt sich dieses in einen Fluss und taucht im wahrsten Sinne ab.
Anstatt zu Alligatorenfutter wie erhofft, wird Jennifer nun zum Racheengel und zahlt mit gleicher Münze zurück.

Zitate:

Sheriff: „Hallo, Engel. Daddy ist gerade im Dienst.“ (Während er mit Töchterchen am Handy plauscht, wird im Nebenraum Jennifer misshandelt)

Sheriff: „Dem schneid’ ich den spastigen Pimmel ab und pack’ ihn mir vorne auf die Kühlerhaube, aber vorher steck’ ich ihn dir noch ins Arschloch.“ (… und das als Amtsperson)

Die Kritik des Gunslingers:

Da ich Meir Zarchis inzwischen fast schon zum Klassiker des Rape-and-Revenge-Films avanciertes Original (1978) nicht gesehen habe, habe ich den Vorteil, ungestört zu revisieren ohne die manchmal lästigen Vergleiche ziehen zu müssen ;-). Was allerdings „schmerzt“, ist, dass Sunfilm keine ungeschnittene Fassung vorlegen kann – die ist z.B. über Illusions Unltd. in Österreich erschienen – sondern eine leicht gekürzte Version. Darauf zumindest lässt das Making of im Bonusmaterial schließen.
Große Klasse an dem Streifen ist seine von Beginn an bedrohliche Atmo, was insbesondere der Kameraarbeit geschuldet ist. Der wiederholte Wechsel zur subjektiven Sicht, auch die oft veränderte, leicht verwaschene / körnige Video-Bildqualität, tragen dazu bei, dass auch der langsame Beginn vor dem Besuch der Vergewaltiger immer unangenehm vibriert. Schwarzblenden teilen den Streifen dabei in thematische Blöcke ein. Über die gesamte Länge kommt der Film fast ohne heftige Splattereffekte aus; ein paar Mettgutessen fielen aber wie gesagt wohl der Schere zum Opfer. Zwar gibt’s ein paar saftige, physische Brutalitäten, doch diese entfalten ihre Wirksamkeit nicht hauptsächlich aufgrund einer saftigen Inszenierung, sondern weil sie die Psyche, das Kopfkino potenziert.
Schauspielerisch ist natürlich insbesondere Sarah Butler ganz vorne, wenngleich die Wandlung zur abgebrühten Rächerin nicht ganz glaubwürdig ist. Da liefert eine durch die Massenvergewaltigung zerstörte Psyche auch keine ausreichende Erklärung. Vom wimmernden Opfer zur kompromisslosen Killerin, die dazu noch richtig Gehirnschmalz in die Tötungen investiert, ist ein weiter Schritt. Man bedenke, dass gerade einen Monat seit der Tat vergangen ist, als Jennifer zurückschlägt. Besonders auf den Magen schlug mir allerdings der Sheriff, der nicht nur das Vertrauen des späteren Opfers ausnutzt, um sie ihren Peinigern auszuliefern, sondern selbst an erster Stelle mittut. Skrupellos legt er anschließend mögliche Zeugen um, um auf der anderen Seite den liebenden Familienvater und Gatten raushängen zu lassen. Gruselig.

Rating: $$$$

Splatter:

4/10

 

 

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