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I survived a Zombie Holocaust

Info

OT: 
I survived a Zombie Holocaust

Jahr: NZ 2014
R, B: Guy Pigden
K: Jon Wilson
M: Mike J. Newport
D: Harley Neville, Jocelyn Christian, Ben Baker, Mike Edward

Quelle: DVD (Mad Dimension). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Frisch von der Filmschule, kriegt Wesley (Harley Neville), ambitionierter Drehbuchautor, seinen ersten Job in der Branche: Mädchen für alles bei der Low-Budget-Produktion eines Zombie-Films. Wesley – Typ linkischer Nerd mit Brille und Kahlschlag auf der Rübe – hat’s von Anfang an nicht leicht. Die Crew besteht aus einem Haufen Verrückter und eitler Selbstdarsteller, angeführt vom despotisch-cholerischen Regisseur Stanley (Andrew Laing), den alle nur „S.M.P.“ nennen dürfen. Ausnahmen sind Produktions-Assi Tane (Ben Baker), der ununterbrochen vom letzten Rugby-Spiel seiner bereits im Keim erstickten Karriere schwadroniert, und Köchin Susan (Jocelyn Christian), deren Ambitionen als Schauspielerin deutlich größer sind als ihre Kochkünste. Mit letzterer vermasselt es Wes erstmal gründlich, als er bei einem gemeinsamen Nackt-Stand-In als Lichtdoubles einen Ständer kriegt: Susan is not amused (wink).
Richtig großes Hallo bricht allerdings aus, als das Filmset während einer großen Zombieszene massiv von echten Untoten aufgemischt wird, die sich aus dem von einer Seuche heimgesuchten benachbarten Örtli rekrutieren. Nun kriegt auch „S.M.P“ seinen ultimativen Zombiefilm, bevor er selbst in der Futterluke der Hirntoten verschwindet. Ein kleines Grüppchen unter unfreiwilliger Leitung von Wesley und Susan kann dem bluttriefenden Chaos erstmal entkommen, doch damit ist’s noch nicht vorbei.

Zitate

Tane: „Du bist nur fünf Sekunden am Set, und du nervst mich jetzt schon.“

Tane: „Du wirst niemals ein Tor schießen, wenn du nicht im Spiel bleibst. Und jetzt verstau‘ die Kabel und wisch‘ die Schafscheiße vom LKW-Rücksitz.“

Stanley: „Verdammtes Method Acting.“

Wesley: „Er war bereit, für die Kunst zu sterben.“ – Tane: „Ja. Idiot.“

Stanley: „Kein Kannibalismus an meinem Set!“

Adam (Mike Edward): „Hey, wieso killt ihr meine Fans?“ – Tane: „Alter, die sind hirntot!“ (Adam hat den Ernst der Lage noch nicht gecheckt (wink))

Die Kritik des Gunslingers:

Flotter Zombie-Splatter-Spaß aus Neuseeland, dem allerdings der immer wieder gern bemühte Vergleich mit einschlägigen Werken Peter Jacksons oder auch „Shaun oft he Dead“ ein wenig zu groß ist. Der Film enthält zwar eine passable Humordichte, lässt aber über die Gesamtlänge doch ein wenig Abgedrehtheit missen, die vorgenannte Referenzen nicht nur in homöopathischer Dosis am Start haben. So geht’s gegen Ende hin recht straight zur Sache. Da schaut eher George Romero ums Eck denn Peter Jackson: nicht schlecht, aber hier irgendwie unpassend. Spaß bringt da immerhin noch der Film-im-Film-Hauptdarsteller Adam, genannt „The Body“, in die Backen. Nicht nur ist sein Hirn auch zu Lebzeiten so winzig, dass selbst eine riesige Glasscherbe in der Birne seinem Zombie-Alter-Ego nicht zum Garaus gereicht. Vorher hatte er außerdem unwissentlich eine Zombie-Mietze in seinem Trailer geknattert. Der als Resultat später abfaulende Dödel ist ein Meisterwerk der SFx-Abteilung.
Überhaupt sind die Effekte ein echtes Plus des Streifens. Kein CGI-Feuerwerk, sondern handgemachte, überwiegend überzeugend geratene Prothetik. So gibt’s für den Connoisseur eine Menge Mettgut auf den Teller, garniert mit ein paar feinen Scherzen. Herauspicken möchte ich an dieser Stelle Randy (Mark Neilson), amerikanischer Co-Star des In-Film-Streifens und Waffennarr.
Der unterscheidet gar nicht erst zwischen Freund oder Feind, sondern gilt alles, was ihm vor die Flinte oder den Hirschfänger läuft. Nach einem flammenden Plädoyer über die Standfestigkeit und Schlagkraft der USA stürzt er sich schwerbewaffnet ins Zombiegewimmel, um sich direkt selbst die Pläte wegzublasen. Ganz großes Kino. Und auch die Plumpsklo-Eskapade der divenhaften „Hauptdarstellerin“ Jessica (Reannin Johannink) ist aller Ehren wert (wink).
Nebenbei wirft der Film einen Blick auf die Mechanismen des Filmgeschäfts, die dafür sorgen, dass etwa aus enthusiastischen Filmschulabsoventen, desillusionierte Speichellecker und Freaks werden. Sehr schön die Szene, in der Wesley „S.M.P.“ sein Drehbuch aufdrängt, das dieser dann als Klopapier benutzt. Leider spielt der Film zu selten mit einschlägigen Klischees, etwa, wenn Tane durch die Zombiemassen rennt, um einen leeren Kanister mit Sprit zu füllen, und dies alles an SEIN Rugbyspiel erinnert. Kein Meisterwerk, aber auf jeden Fall eines Blicks wert.

Rating: $$$$-

Splatter:

8/10

 

 

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