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Im Banne des Dr. Monserrat

Info

OT: 
The Sorcerers

Jahr: GB 1967
R, B:
Michael Reeves
B:
Tom Baker
K:
Stanley A. Long
M:
Pace Ferris
D:
Boris Karloff, Catherine Lacey, Ian Ogilvy, Elizabeth Ercy

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Einst war Professor Marcus Monserrat (Boris Karloff) ein geachteter Hypnotiseur, bis er aufgrund seiner eigenwilligen Experimente in Fachwelt und Öffentlichkeit in Ungnade fiel. Nun lebt er mit seiner Gattin Estelle (Catherine Lacey) zurückgezogen im Swinging London. Doch untätig war der ergraute Akademiker natürlich nicht: In seiner kleinen Wohnung schwiemelte er eine neue Hypno-Apparatur zusammen. Mit ihr will Monserrat alten, immobilen Menschen neue Erfahrungen zugänglich machen. Fehlt nur noch eine geeignete Testperson. Die findet er im gelangweilten Hipster Michael Roscoe (Ian Ogilvy), der scharf ist auf den ihm vom Prof in Aussicht gestellten „Rausch ohne Kater“.
Das Experiment gelingt: Marcus und Estelle sind nun in der Lage, sich in Michaels Hirn einzuklinken und seine Sinneseindrücke zu teilen. Das schöne daran ist, dass das Ehepaar den Jungen auch steuern und der sich an nichts erinnern kann. Besonders Estelle verliert jede Bodenhaftung: Sie hetzt Michael vom Pelzdiebstahl über eine Hochgeschwindigkeitsfahrt mit einem „geborgten“ Motorrad bis hin zur Schlägerei. Der Prof muss erkennen, dass er seine Frau nicht stoppen kann, da diese über den stärkeren Willen verfügt, und der verlangt immer intensivere Kicks. So steht als nächstes Mord auf dem Programm.

Die Kritik des Gunslingers:

Der früh verschiedene Michael Reeves etablierte sich mit "Im Banne des Dr. Monserrat" und dem nachfolgenden "Der Hexenjäger" als einer der Top-Regisseure des neuen englischen Horrorfilms.
Zwei Dinge sind’s, die den Film bemerkenswert machen. Erstens kontrastiert er sehr schön die Mitt-Sechziger-Atmo Londons mit dem tristen Alltag des alten Ehepaars Monserrat, das in seiner kleinen Wohnung unabhängig von Zeit und Moden vor sich hin lebt. Altern ist so scheiße wie Jugend, so die Message: Die einen sehen zu spät, dass sie wichtige Dinge im Lauf ihres Lebens verpasst haben; die anderen legen dazu den Grundstein, indem sie orientierungslos und antriebsarm in den Tag hinein leben.
Zweitens sind die schauspielerischen Leistungen Karloffs und insbesondere Catherine Lacys grandios. Das Psychoduell der Beiden gehört zu den Höhepunkten des Films. Ebenso stark ist die schrittweise Verwandlung der biederen Estelle Monserrat zur machtgeilen Knöpfchendrückerin, die keinen Moment zögert, den armen Michael als Werkzeug ihrer niedersten Gelüste zu missbrauchen. Der eigentliche Horror ist der komplette Verlust von Selbstbestimmtheit, das Ausgeliefertsein an Dritte, das man selbst noch nicht einmal bemerkt.
Toll ist im übrigen der Score: Er wird in den Club-Szenen garagig-orgelnd von Lee Grant and The Capitols bestritten, einer kurzlebigen Mod-Band, die es 1966 immerhin auf wenigstens eine Single-Veröffentlichung brachte. Die klasse souligen Gesangspassagen stammen von der trotz etlicher Platten weitgehend erfolglos gebliebenen „Antoinette“, die hier als „Toni Daly“ firmierte.

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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