Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien

Toggle Sidebar

In Angst gefangen

Leider kein Trailer.

Info

OT: 
Atrapados en el Miedo
AT:
Gefangen in Angst

Jahr: SP 1985
R, B:
Carlos Aured
K:
José G. Galisteo
M:
Ulli Kegel
D:
Ariana Vega, Sara Mora, José Luis Alexandre, Joaquín Navarro

Quelle: DVD (cmv Laservision). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Ana (Sara Mora) hat eine Schwester, Laura (Ariana Vega), und die ist nach ihrem letzten Beziehungsgewese reichlich frustriert. Antonio (José Luis Alexandre) hat einen Kumpel, José (Joaquín Navarro), der zwar reich ist, aber leider chronisch schwermütig. Ana und Antonio wiederum sind ein Paar und haben zusammen den super Plan, die beiden Depressivos im Rahmen eines gemeinsamen Wochenendes auf dem Lande einander näher zu bringen.
Ort soll Josés abgelegenes Landhaus sein, ein trefflich Plätzchen, um Spaß aller Art zu haben. Auf der Suche nach Spaß ist allerdings auch ein psychopathischer Frauenmörder (Luis Canovas), der frisch aus der Klapse ums Eck entsprungen ist. Und eben dieser streunt nun um Josés Schlösschen, um ein paar weitere Hälschen umzudrehen. Während sich die Vier des abends tatsächlich näherkommen, ändert der Psycho das schon fest eingebuchte Nachtprogramm: Anstelle der fälligen Knatterei in landadeligem Ambiente steht für die föngewellten Protagonisten nun das „Entweder-er-oder-wir-Spiel“ auf dem Plan.

Zitate:

Killer: „Weiber! Alle Frauen sind schlecht! Ich hasse nackte Weiber!“ (Es soll sein einziger Satz in diesem Film bleiben und was für ein Statement, liebe Gemeinde)

Ana: „Mach dich doch nicht lächerlich! Wir sind ganz allein. Du und ich.“

Die Kritik des Gunslingers:

Carlos Aured ist ein Begriff im spanischen Horrorkino der 70er und frühen 80er: So bescherte er uns zum Beispiel einige Paul-Naschy-Vehikel wie den recht gelungenen Werwolfstreifen „Die Todeskralle des grausamen Wolfes“. Seine letzte Regie-Arbeit, bevor er sich aufs Produzieren verlegte, ist jedoch nicht Fisch noch Fleisch: eine etwas unausgewogene Mischung aus Beziehungsdrama und Horrorthriller, die nicht so recht zum Punkt kommt. Auf der einen Seite versucht der Film, uns seine Charaktere näher zu bringen, was sich aber größtenteils erschöpft in etwas nervendem Mann-Frau-Gelaber. Andererseits haben wir den recht gesichtlosen Killer, auf den die Geschichte keine Zeit verschwendet: Er dient lediglich als Spannungselement, um das sofortige Aufrollen der Fußnägel zu verhindern.
Doch misslungen ist der Film nicht, denn er hält durchaus atmosphärisch gelungene Sequenzen und ein paar nette Ideen vor, um Suspense zu schaffen. Beispielsweise begleitet den Killer, den man eh erst zum Ende des Films komplett zu Gesicht bekommt, auch Off-Screen immer ein düster wabernder, elektronischer Klangteppich. Damit ist eine gewisse Grundspannung schon mal aufgebaut, wenn’s dann wabert. So entsteht die atmosphärisch dichteste Passage des Streifens, als die beiden Püppis allein im Schloss sind, während der Psycho versucht hineinzukommen. Wenn den Killer das Jagdfieber so richtig packt, verfällt sein linker Daumen zudem laut knackend in konvulsivische Zuckungen, was die Kamera in Großaufnahme festzuhalten pflegt.
Nicht wegzudiskutieren ist auch ein deutlicher Trash-Charme des Werkes, angefangen von der Synchronisation, die phasenweise echtes Honk-Charisma entfaltet *lach*, bis hin zur Früh- / Mittachziger-Atmo, was in diesem Fall Karottenhosen, Dauerwellen, Lederkrawatten und Schulterpolster bedeutet. Eine Schau ist auch, wie José und Antonio in waschechter Pfosten-Manier versuchen, einen Reifen am Benz zu wechseln. Und warum der Killer lieber versucht, über einen astlosen Baumstamm den Balkon des Schlosses zu erreichen, anstatt kurzerhand ein Fenster im Parterre einzutreten, bleibt allein sein Geheimnis. Ach ja, und recht putzig ist auch eine verhinderte Lesbenszene, für die die Kamera sogar einen „Bilitis“-Weichzeichner aufgelegt hat, wenn ich mich nicht verspechtet habe.

Rating: $$$- (Trash: $$$$)

Splatter:

1/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien