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Inbred

Info

OT: 
Inbred

Jahr: D/GB 2011
R, B: Alex Chandon
B: Paul Shrimpton
K: Ollie Downey
M: Dave Andrews
D: Jo Hartley, Seamus O’Neill, James Burrows, Nadine Mulkerrin

Quelle: DVD (Mad Dimension). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Unsere Entscheidungen verändern kontinuierlich unser Leben. Doch nur selten haben sie so *hust* gravierende Auswirkungen, wie der Entschluss der beiden Sozialarbeiter Kate (Jo Hartley) und Jeff (James Doherty), sich für ihr Teambildungsprojekt mit vier schwer erziehbaren Teenagern ausgerechnet das Kaff Mortlake in Yorkshire auszusuchen.
Nicht nur entpuppt sich die Wochenendunterkunft, euphemistisch Ravenswood Cottage genannt, als komplett versifftes und abgewracktes Drecksloch. Beim einzigen Pub des Ortes, dem „Dirty Hole“, ist dagegen der Name Programm, und nicht zuletzt wirken die Einwohner alle so wie nicht richtig zu Ende geknallt, wenn ihr versteht (wink).
Daher vergeht kein halber Tag, bevor sich unser Fähnlein Fieselschweif im Fokus der Dörfler befindet, und mit Animationen hat man in Hinterwald noch nie gegeizt: Konzert für Kettensäge und Scheißepumpe oder kleines Rondo für Schrotflinte und Hackebeil, lauten nur einige Punkte des abzuarbeitenden Unterhaltungsprogramms. Da bleibt selbst dem großmäuligen Jung-Gangster Dwight (Chris Waller) die Spucke weg.

Zitate

Jeff: „Ist alles etwas rustikaler hier.“

Jim (Seamus O’Neill) ist sprüchemäßig weit vorn:

„Es gibt hier Leute in diesem Pub, die keine Fremden mögen.“

„Wir haben gleich ’ne Show, und danach gibt’s Speckchips.“

„Das Hemd ist für die zweite Runde: Dieses wird gleich eingesaut sein.“

„Bringen wir’s zu Ende: Ich hab’ Hunger.“

„So, mein Junge, dann wollen wir hier mal aufräumen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Vorhang auf, liebe Freunde, für das Splatter-Kasperle-Theater von Alex Chandon, der seine Vorbilder offensichtlich im französischen Grand-Guignol-Theater oder auch den frühen Streifen Peter Jacksons wie „Bad Taste“ gefunden hat.
Der Film startet allerdings in klassischer Backwood-Slasher-Manier, was Atmosphäre und Plotführung angeht. Das Setting ist entsprechend: Kleines Grüppchen aus der Stadt strandet irgendwo im Niemandsland der Zivilisation und sieht sich auf einmal als Amüsieräffchen einer degenerierten Einwohnerschaft gegenüber. Dabei baut der Film erst einmal eine durchaus unheilschwangere Atmo auf, die ihren Höhepunkt in der ersten gewalttätigen Konfrontation mit den seltsamen Bewohnern von Mortlake findet. Doch dann kippt die Geschichte komplett, oder Unbehaglichkeit weicht Skurrilität. Die bizarre Zirkusshow, in der die gefangenen Protagonisten nacheinander vor einem maskierten, geifernden Publikum auf so fantasievolle wie drastische Weise den Tod finden sollen, ist schon großes Kino. Und auch bei der Jagd auf die flüchtigen Überlebenden überwiegt ein schräger Humor, wenn etwa Jim, Pub-Wirt und Master of Desaster, mit einem Gast um ein Pint wettet, ob das fliehende Opfer in die Bärenfalle gerät oder auf eine der ausgelegten Landminen tritt.
Die Gore-Effekte sind drastisch und überzeugend umgesetzt. Dabei vertraute man glücklicherweise einem fähigen Masken- und Modellbauer-Team und weniger auf Computereffekte. Die Schauspieler haben erwartungsgemäß nicht viel zu tun, machen dies aber gut. Hierbei gruppierte Regisseur Chandon einige erfahrene Hasen aus der TV-Branche wie Seamus O’Neill, Jo Hartley und nicht zuletzt James Doherty mit Junggemüse, was voll aufgeht. Die Schlachtplatte zum DosBier, also: Daumen hoch. Und einen Halben extra gibt’s für die Tag-Line: „They came in Peace. They left in Pieces“. Grrrreat (wink).

Rating: $$$$

Splatter:

9/10

 

 

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