Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Info

OT: 
The Food of the Gods

Jahr: USA 1976
R, B: Bert I. Gordon (nach H.G. Wells)
K: Elliott Kaplan
M: Reginald H. Morris
D: Marjoe Gortner, Pamela Franklin, Ralph Meeker, Ida Lupino

Quelle: TV (ZDF)

 

Inhalt

Morgan (Marjoe Gortner), ein semmelblondes Football-As mit Mörder-Minipli, gönnt sich mit zwei Kumpels ein paar Tage Erholung in den kanadischen Wäldern. Doch statt mit einem Sixpack Budweiser und der Angelrute die Fischlein zu ärgern, verschlägt es die Gutsten nach dem plötzlichen Angriff einer Riesenwespe auf die entlegene Farm der Skinners. Auf deren Gehöft entdeckt der Pseudo-Siegfried weitere Tiermutationen wie z.B. zwei Meter große Legehennen und natürlich auch den Grund für das übernatürliche Wachstum der Fauna: Vor der Haustür quillt ein extrem nahrhafter, schaumigweißer Gulli-Glibber aus dem Boden.
Mit der Zeit füllt sich die Hütte der Skinners mit weiteren Fast-Opfern der mutierten Waldbewohner; völlig abgeschnitten von der Zivilisation wird die Farm plötzlich von riesigen Ratten belagert, denen es nach einer Frischfleisch-Mahlzeit gelüstet...

Die Kritik des Sargnagels:

Bert I. Gordon krönte mit diesem Werk seine jahrzehntelange Trashfilm-Karriere. Als ausgesprochener Spezialist für unnatürliche Vergrößerungen und Verkleinerungen machte er sich schon in den 50ern mit Streifen wie "Der Koloss", "Gigant des Grauens", "Attack of the Puppet People" oder "Die Rache der schwarzen Spinne" einen guten Namen bei C-Movie-Freunden. Hier hatte der "Experte" wieder alle Fäden selbst in der Hand und war neben Regie, Buch und Produktion auch für die "großartigen" (sic!) Special-FX zuständig. Muss das putzig gewesen sein, eine Handvoll Ratten durch eine Märklin HO-Landschaft zu jagen... oder das Sprengen eines Miniatur-Staudamms mit anschließender Gießkannen-Flut...
Aber nicht nur die technische Ausführung lässt den Puls des geneigten Trash-Fans höher jagen, auch inhaltlich wird einiges geboten. Den Vogel schießt dabei Morgans Urlaubsbekanntschaft Lorna (Pamela Franklin) ab, die unserem blonden Jüngling in höchster Gefahr ziemlich umständlich offenbart, dass sie vor ihrem vermeintlichen Ableben gerne noch mal knattern möchte. Unglaublich...
Natürlich braucht man nicht zu erwähnen, dass sich die schauspielerischen Leistungen dem allgemeinen Niveau anpassen. Marjoe Gortner dürfte aus "Erdbeben" als sadistischer National-Guard bekannt sein und trägt hier wieder einen Mörder-Minipli spazieren; Hollywood-Urgestein Ida Lupino hatte zum damaligen Zeitpunkt wohl unter einer Rentenkürzung zu leiden (oder lag's an einem cerebralen Altersleiden?), anders kann man sich ihr Auftreten als Mrs. Skinner nicht erklären. Auch der gesamte Rest der Truppe schien sich nicht grade mit den Pappmachée-Viechern anfreunden zu können und staksen eher unbeholfen denn natürlich durchs Wäldlein.
Wohl denn: Dieser Film eroberte innerhalb von Minuten mein Herz und platzierte sich sofort unter meine persönlichen Trash-Top 5. Ein Alltime-Classic.

Rating: $ (Trash: $$$$$)