Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien

Toggle Sidebar

Into the Mirror

Info

OT: 
Geoul sokeuro

AT:
Into the Mirror – Im Spiegel lauert der Tod

Jahr:
SKOR (2003)
R, B: Kim Seong-ho
K: Jong Han-cheol
M: Won Il
D: Yu Ji-tae, Kim Myung-miu, Kim Hye-na, Kim Myoeng-su

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Nach dem verheerenden Brand in einem Luxuskaufhaus mit rund 200 Toten steht das Etablissement nach langer Zeit kurz vor der Wiedereröffnung. Doch eine Reihe seltsamer Todesfälle drohen dem Direktor (Gi Ju-bong) einen Strich durch seine ehrgeizigen Pläne zu machen. Was zuerst aussah wie eine Reihe bizarrer Selbstmorde, scheint auf das Konto eines Serienkillers zu gehen, wenngleich auch dafür nicht allzu viel spricht.
Unter Leitung des Cops Hyeon-sun (Kim Myung-min) bezieht also eine Sonderkommission der Polizei ihr Hauptquartier in dem Schuppen. Widerwillig in die Ermittlungen eingebunden wird auch Yeong-min (Yu Ji-tae), ehemaliger Kollege Hyeon-suns und jetzt Leiter des Sicherheitsdienstes vor Ort. Yeong-min ist seit dem blutigen Ende eines Geiseldramas traumatisiert, bei dem durch seinen Fehler sein Partner erschossen wurde, und hatte den Dienst quittiert. Und die Ex-Kollegen sind ob dessen immer noch gut auf ihn zu sprechen.
Doch so recht kommen die Nachforschungen nicht voran: Während sich die Polizei bei der Suche nach dem Serienkiller festrennt, geht Yeong-min einer anderen Spur nach. Die junge Ji-Hyeon (Kim Hye-na), deren Zwillingsschwester im Kaufhaus arbeitete und bei dem Brand umkam, behauptet nämlich, ihre Schwester lebe nach wie vor dort und dürste nach Gerechtigkeit. Doch da die Frau als ehemalige Klapse-Patientin auffällig ist, interessiert sich auch die Polizei für sie, und auch Yeong-min gerät in nach einem weiteren Mord in den Fokus der Ermittlungen. Denn Hyeon-sun hat so gar nix für die übernatürliche Variante über.

Zitate

Hyeon-sun: „Inspektor, mit Ihnen zu arbeiten ist so RICHTIG gruselig.“ (Der Kollege (Jeong Eun-pyo) hatte vorher seinem Unwohlsein angesichts der Spukgerüchte Ausdruck verliehen)

Die Kritik des Gunslingers:

Der Streifen macht zu Beginn in der Tradition besten Asien-Horrors richtig fein auf. Optisch klasse umgesetzt ist hierbei die Spiegel-Idee, die zudem noch für einige kleinere Schock- und Schauereffekte zuständig ist. Großartig auch die Musik, die die unheimliche Atmo mit jeder Menge Futter versorgt. Na ja, aber dann lässt man zunehmend Grusel Grusel sein und betont die menschlich-dramatischen Aspekte, während der Film immer mehr zu einem Cop-Thriller um Korruption und Mord mutiert.
Das ist niemals langweilig, nicht nur dank der schönen Kameraarbeit, sondern auch der guten Darstellerleistungen. Der Film investiert eine Menge Zeit, insbesondere in die Figuren des traumatisierten Yeong-min und der Ji-Hyeon, die eine fast symbiotische Bindung zu ihrer Schwester pflegt – über deren Tod hinaus. Ursache und Wirkung des Traumas nehmen eine Menge Raum ein: So ist der Ex-Cop zerfressen von Selbstekel und Schuld, die er immer wieder versucht wegzusaufen, kann sich nicht im Spiegel ansehen, was aber angesichts der Ereignisse wiederum gar nicht so schlecht ist ;-). Durch Rückblenden enthüllen sich im Verlauf allmählich die Ereignisse, um das Versagen Yeong-mins, auch diese kameratechnisch sehr gut eingefangen. Das Mädchen hat seine ganze Wohnung mit Spiegeln tapeziert, um der Schwester weiterhin nahe zu sein. Schließlich heißt es, dass Tote im Spiegel weiterleben, weshalb beispielsweise in der Leichenhalle des Pathologen keine Spiegel hängen.
Schade aber, dass der Spiegel-Plot nicht vertieft wird, denn allein schon die Masse an Spiegeln in dem kurz vor der Eröffnung stehende Kaufhaus hätte reichlich Projektionsfläche für den Horror geboten, der mir hier leider zu kurz kommt. Immerhin gibt’s nach dem technisch gut umgesetzten Showdown doch noch einen verspiegelten Twist, der für die Überraschungsarmut des Finales entschädigt.
Um den Film zu goutieren, sollte man sich von vornherein freimachen von der Erwartung eines klassisch-asiatischen Horrorstreifens. Die vorliegende Mischung funktioniert dann einfach besser.

Rating: $$$$-

Splatter:

3/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien