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Isolation

Info

OT: 
Isolation

Jahr: GB/IRL 2005
R, B: Billy O’Brien
K: Robbie Ryan
M: Adrian Johnston
D: John Lynch, Ruth Negga, Sean Harris, Marcel Iures

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Dan (John Lynch) betreibt in Irland eine kleine Farm mit Milchwirtschaft. Um den Kopf finanziell über Wasser zu behalten, beteiligt er sich an einem geheimen Klonprojekt, an dessen Ende schnell wachsende und fruchtbare Kühe stehen sollen. Zwar hat Dan kein gutes Gefühl, aber sei’s drum: Bargeld lacht. Als die entsprechend befruchtete Testkuh eines nachts werfen soll, steht die Scheiße bald höher als unter den Spaltböden im Kuhstall.
Zusammen mit Jamie (Sean Harris), der mit seiner Freundin Mary (Ruth Negga) wild an der Grundstücksgrenze campt, gelingt es Dan, das Kalb unter großen Problemen zu holen. Doch das ist *hust* anders, als man es sich im landläufigen Sinne vorstellt. Schon die extreme Beißwütigkeit ist ungewöhnlich. Also beschließt die im Klonprojekt angestellte Tierärztin Orla (Essie Davis), das Kleine sofort einzuschläfern, um es zu obduzieren. Die Farm steht ab sofort unter Quarantäne.
Die Untersuchung des Kadavers fördert Schauriges zutage: Das Kalb hat abseits des kräftigen Gebisses nicht nur multipel missgestaltete Organe, sondern war dazu bereits trächtig. Die sechs Embryonen haben so gar nichts Niedliches an sich, sondern sehen eher aus wie eine Mischung aus Engerling und Insekt. Und eins der Viecher entkommt doch tatsächlich aus dem Farm-Labor. Der Kleine ist nicht nur sehr angriffslustig, sondern auch auf der Suche nach einem neuen Wirt, um sich fortzupflanzen. Und die Wachstumsraten der Viecher sind abenteuerlich.

Zitate

Orla: „Irgendwas hat nach mir geschnappt.“ (… und es war nicht der Schließmuskel der Kuh)

Und hier noch ein paar Zitate-Klassiker (wink):
„Scheiße, das ist unglaublich!“
„Was habt ihr getan!!?“
„Die Zellen teilen sich in einer rasenden Geschwindigkeit.“

Die Kritik des Gunslingers:

Können Kuh-Fisting oder das Herumkariolen in einer Jauchegrube spannend sein? Oh ja, liebe Freunde, und wie. Mit seinem Streifen, irgendwie eine Mischung aus Tierhorror, Mad Scientist und „Alien“, gelingt dem irischen Regisseur Billy O’Brien ein mehr als respektabler Horrorfilm.
Das Grundsetting könnte klassischer nicht sein: Mensch greift in
Natur ein und erleidet damit immens Schiffbruch. Umweltverschmutzung oder – wie hier – Genetik-Experimente sind ja sozusagen die Hauptzutaten für die Ursuppe, aus der Generationen von Monsterfilmen entstiegen sind. Doch Farm und Kuhstall sind als Locations doch eher ungewöhnlich. Und das funktioniert wirklich famos. Der Bauernhof ist hier halt nicht die Frischluft-Idylle in der Pampa, sondern ein leicht heruntergekommenes Anwesen, dem man nicht nur seine wirtschaftlichen Kalamitäten von außen ansieht. Dazu wirkt alles grau, kalt, suppig und dank des voll ausgestatteten Projektlabors auch extrem technisch. Es regnet in einer Tour, was die Jagd auf das Monster nicht einfacher macht und zudem der Atmosphäre gut tut.
Bis zum Showdown setzt der Streifen Mettgut und sonstige Schauwerte eher zurückhaltend ein. Vielmehr reichen hier mal ’ne Blasenlinie, die sich durch einen Wassergraben zieht, subjektive Kameraführung und die sehr dezente, elektronisch dominierte Musik aus, um Nervenkitzel zu generieren. Der beste Horror entsteht nun mal im Kopf, eine Binsenweisheit, deren Wahrheitsgehalt auch O’Brien beweist. Später dann gibt’s dann auch noch auf die Augen: Ich sage nur Bolzenschussgerät und Showdown mit dem Monster.
Besonders bemerkenswert fand ich, wie der Film seine Locations einsetzt. Wenn etwa Mary unter dem Spaltboden des Kuhstalls nach dem Monster sucht, erinnert nicht von ungefähr an das Raumschiff „Nostromo“, in dessen Gängen Lieutenant Ripley vom Alien gejagt wird. Sehr fein gemacht. Dazu sind die Darsteller allesamt auf der Höhe, was bei solcher Art Film ja alles andere als selbstverständlich ist. Rund das.

Rating: $$$$+

Splatter:

5/10

 

 

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