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John dies at the End

Info

OT:
John dies at the End

Jahr: USA 2012
R, B: Don Coscarelli
K: Michael Giroulakis
M: Brian Tyler
D: Chase Williamson, Rob Mayes, Glynn Turman, Paul Giamatti

Quelle: DVD (Pandastorm). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

John (Rob Mayes) und Dave (Chase Williamson) sind gerade mit der Highschool fertig und typische Hänger: Chillen, Drogen, Party. Eines Nachts erhält David einen Anruf: Es ist John, der komplett durch den Wind ist. Nach einem Konzert seiner Band hat er ein neues Stöffchen ausprobiert, das Bewusstsein und Sinne erheblich erweitert. Gedankenlesen, Kommunikation mit den Toten, hellseherische Fähigkeiten? Null Problemo. Allerdings überlebt den Konsum der Droge, die sich „Sojasoße“ nennt und ein verhängnisvolles Eigenleben führt, fast niemand.
Nachdem sich Dave aus Versehen auch einen Schuss des Zeugs in die Venen gejagt hat, kann’s losgehen. Denn Sojasoße scheint das Medium zu sein, mit dem – äh – eine nichtirdische Macht, die Erde in Besitz nehmen will. Zusammen mit zwei weiteren Sojasoße-Überlebenden und dem Las-Vegas-Show-Ghostbuster Dr. Mancuso (Clancy Brown) gehen John und Dave die Sache an. Ihre Waffen sind eine mit Bibelzitaten beklebte Nagelkeule, eine mit Propangaspulle zum Flammenwerfer gepimpte Paintballknarre und der „Tripper“, die Superbombe des Docs. Nicht zu vergessen: ein zu allem entschlossener Hund, der auch auf Sojasoße ist.

Zitate

Dave: „Wenn ich dir zeige, was hier in dem Behälter ist, wirst du den Glauben an die Menschheit verlieren. Schon mal in die Hose geschissen, Arnie?“

John: „Scheiße, scheiße, was für eine verdammte Scheiße ist das??“

John: „Du wirst jetzt öfter solche Sachen sehen. Das wichtigste ist, dass du nicht ausflippst.“

Justin (Jonny Weston): „Nenn' mich Shitload, denn wir sind scheiße viele hier drinnen.“

Mancuso: „Nun, der ‚Tripper’ wird Korrok vielleicht nicht töten, aber ihm die Scheiße im Arsch kochen lassen, und zwar heftig.“ – John: „Mir gefällt das Konzept.“

Die Kritik des Gunslingers:

Fast zehn Jahre nach seinem fulminanten „Bubba Ho-Tep“ legt Don Coscarelli einen neuen Langstreifen vor, der wieder ordentlich das Horror-Terrain umpflügt. Doch sei dies gleich gesagt: An die extreeem hoch aufgelegte Messlatte des ersteren langt dieser Streifen nicht ganz heran.
Es dauert seine Zeit, bis der Zuseher Zugang zur Handlung gewinnt, zumindest ging es mir diesmal so. Denn der Streifen schmeißt uns anfangs wild und unchronologisch Episoden, Handlungsorte, Ereignisse vor den Latz, deren Zusammenhang sich erst allmählich erschließt. Das hat etwas trippiges, was sich im weiteren Verlauf erklärt, denn die Geschichte ist eingebettet in eine Rahmenhandlung, in der Dave dem Journalisten Arnie (Paul Giamatti) die Geschehnisse schildert. Und dabei ist er nicht ganz nüchtern, wenn ihr versteht *Lach*.
Es sei hier eh jedem angeraten, sich einfach einzulassen und nicht zu hinterfragen, denn alles wird sich fügen ;-). Wir begleiten John und Dave auf einer wüsten, teilweise wieder Lachmuskel reizenden Reise, in der Fleischmonster aus der Tiefkühltruhe, sprechende und autofahrende Hunde oder Hotdogs, die als Telefone dienen, um mit Toten zu sprechen, normal sind. Coscarelli plündert sich wild durch die Genres, ob „Ghostbusters“, „Slither“, „Sixth Sense“ und wie sie alle heißen. Doch keine Angst: Es ist keine „Parodie“ analog beispielsweise der „Scary-Movie“-Reihe entstanden. Vielmehr sind hier sämtliche Versatzstücke auf links gedreht und völlig verquer zu einem ganz eigenen Trip zusammengesetzt.
Klasse sind die Darsteller, die mir bis auf Paul Giamatti, der mit produziert hat, nicht viel sagten, obwohl beispielsweise Clancy Brown und Glynn Turman alles andere als unbeschriebene Blätter sind. Und auch die Umsetzung, etwa Kamera und Effekte sind nicht von schlechten Eltern. Was den Streifen die Höchstnote verpassen lässt, sind einige Längen und mein Eindruck, dass der Film ein wenig so wirkt wie ein Tante-Emma-Laden: ein ordentliches Angebot, dem der inhaltliche Zusammenhalt fehlt. Aber immerhin habe ich dank dieses Streifens jetzt auch mal was von „Theseus' Paradoxon“ gehört, einem bekannten philosophischen Problem, das uns Dave und ein  enthaupteter Skinhead nahebringen. Schaut selbst ;-).

Rating: $$$$ (Trash: $$$$+)

Splatter:

5/10

 

 

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