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Keller, Der

Info

OT: 
The Beast in the Cellar

AT:
Are you dying, young Man?
Young Man, I think you're dying

Jahr:
GB 1970
R, B:
James Kelley
K:
Harry Waxman, Desmond Dickinson
M:
Tony Macauley
D:
Beryl Reid, Flora Robson, John Hamill, Tessa Wyatt

Quelle: DVD (cmvLaservision) Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Während eines Truppenmanövers im eher beschaulichen Lancashire bleibt mitten im Moor ein Jeep liegen. Der Kriegsmann an Bord macht sich zu Fuß auf den Rückweg, kommt aber nie im Stützpunkt an. Stattdessen findet am nächsten Tag ein radelndes Mädel den wie durch den Fleischwolf gedrehten Corpus des Unglücklichen. Der etwas gelackt wirkende Coroner (Vernon Dobtcheff) aus der Stadt tippt erstmal auf einen Leoparden als Übeltäter, doch beweisen spätere Untersuchungen im Labor, dass der Killer menschlich sein muss. Und der Kollege metzelt weiter munter im Moor herum, kapriziert sich allerdings ausschließlich auf Soldaten in Uniform.
Im Umfeld der Tatorte residieren nun die Ballentine-Schwestern Ellie (Beryl Reid) und Joyce (Flora Robson) in der Familienvilla: zwei ältere, freundliche Ladies, die nicht nur einen amtlichen Tee brauen können, sondern ein überaus ungemütliches Geheimnis in ihrem Keller bewahren. Und wer hier Zusammenhänge vermutet, der liegt nicht ganz falsch.

Zitate:

Joyce: „Gefühle schaffen nichts aus der Welt, nur nüchternes Handeln.“

Ellie: „Wir haben doch bloß sein Bestes gewollt, bloß sein Bestes.“ (Hier wird eindeutig „sein“ mit „unser“ verwechselt)

Die Kritik des Gunslingers:

Warum das rührige Label cmvLaservision diesen kleinen Tigon-Grusler im Rahmen seiner Trash-Reihe bringt, ist für mich nicht ganz nachzuvollziehen. Denn trashig im positiven wie negativen Sinne ist dieser Low-Budget-Streifen nur am Rande.
Trotz seiner manchmal etwas ausufernden Dialoglastigkeit gelingt es dem Film, mit seiner verschrobenen Atmosphäre zu punkten. Wenn etwa Schwester Ellie gerade eine Leiche unter den Blumenzwiebeln bestattet hat, der sie vorher der lieben Ordnung noch ein herausgewupptes Auge reingedrückt hat und zwei Besuchern anschließend ohne Umschweife einen Tee kredenzt, nennt das der Engländer wohl „weird“. Eine Grundspannung bleibt zudem immer virulent und erreicht ihren Höhepunkt, wenn die Schwestern ihr wirklich fürchterliches Geheimnis der Polizei enthüllen. Das funktioniert auch dank der Präsenz zweier „Grand ole Dames of Brit Cinema“. Wer wird da schon so kleinlich sein und nach logischen oder atmosphärischen Ungereimtheiten buddeln, wobei letztere dem limitierten Budget geschuldet sind?
Sondercredits kriegt von mir der Score von Tony Macaulay, der mich teilweise an italienische Filmmusiken erinnert. Dazu tragen im melancholischen Titelthema ein irgendwie etwas verstimmt klingendes Spinett bei, unterstützt von einer Frauenstimme und Streichern. Später gesellen sich noch Orgel und Trompete zum Instrumentarium. Macauley komponierte unter anderem für Edison Lighthouse, eine Studioband um den Sänger Tony Burrows, die auch im Film mit ihrem einzigen fetten Hit zu hören ist.

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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