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Last Will and Testament of Rosalind Leigh, The

Info

OT: 
The Last Will and Testament of Rosalind Leigh

Jahr: KAN 2012
R, B: Rodrigo Gudiño
K: Samy Inayeh
M: Mercan Dede
D: Aaron Poole, Vanessa Redgrave

Quelle: DVD (Mad Dimension). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Nach Jahren der Nichtbeziehung kehrt Leon (Aaron Poole) zurück in sein Elternhaus. Wenig erfreulicher Anlass ist die Nachlassregelung nach dem Selbstmord seiner Mutter (Vanessa Redgrave), die ihn einst mit ihrer religiösen Eiferei vertrieben hatte. Leon findet eher eine Kirche als ein Wohnhaus vor, denn Mutter hatte sich aus Einsamkeit noch stärker dem Jenseitigen zugewendet und sich in einem Engelskult engagiert, dem die gesamte Nachbarschaft anzugehören scheint.
Die weitläufige Butze ist vollgestellt mit religiösem Plunder, parapsychologischen Büchern und geizt nicht mit spirituellen Sinnsprüchen, die immer wieder mal die Wände zieren. Doch während Leon sich das Haus wieder erschließt, häufen sich kleine, unerklärliche Signale: Engelsfigürchen, die auf einmal auf dem Wohnzimmertisch stehen, obwohl sie gerade noch im Keller waren, unerklärliche kurzzeitige Stromausfälle. Fast so, als handele es sich um gezielte Hinweise seiner Mutter. Und dann ist da noch eine furchterregende Kreatur im Garten, die offensichtlich nix Gutes im Schilde führt und vehement Einlass begehrt. Bald weiß Leon nicht mehr: Verliert er allmählich den Verstand, oder ist das alles am Ende real ...

Zitate

In diesem Haus geschehen furchtbare Dinge … Nein, nein, es ist nichts Menschliches.“

Die Kritik des Gunslingers:

Mit den Mitteln des Gruselfilms erzählt Rodrigo Gudiño die Geschichte einer versuchten, doch letztlich scheiternden Annäherung zwischen Mutter und Sohn. Dabei treibt der Regisseur das gewählte Stilmittel des Kammerspiels auf die Spitze. Es gibt letztlich nur einen Darsteller, der bis auf einen flüchtigen An-der-Tür-Kontakt mit der Außenwelt ausschließlich über Telefon oder das Internet kommuniziert. Auch die an zweiter Stelle im Cast genannte Vanessa Redgrave taucht nur einmal auf einem Foto auf, ansonsten hören wir nur ihre Stimme, die aus dem Off das Geschehen kommentiert, die Entfremdung thematisiert und trotz ihrer Körperlosigkeit die treibende Kraft der angestrebten „Wiedervereinigung“ mit dem verlorenen Sohn zu sein scheint.
Es geschieht an Außenhandlung nicht viel: Leon streicht durch das fremd gewordene Haus, findet Erinnerungen an die Kindheit und die damals gemachten, unschönen Erfahrungen, die sich aus Sicht seiner Mutter ganz anders darstellen. Doch auch dieses Nichtgeschehen bleibt dank des stimmungsvollen Sets, einer hervorragenden Kameraführung und nicht zuletzt den unheilvoll wabernden Elektrosounds mit verfremdeten Flüsterstimmen unheimlich und vibrierend. In der zweiten Hälfte, in der sich Leon den (seinen?) Dämonen stellen muss, zieht der Streifen zwar das Tempo an und gestattet dem Horror, die Oberfläche der Wahrnehmung zu durchbrechen. Doch gibt’s weder Mettgut auf die Gabel noch Action. Der Film bleibt angenehm „oldschool“, arbeitet mit Stimmungen und Atmosphäre. Ein Gruselfilm, der als solcher tatsächlich funktioniert.

Rating: $$$$

Splatter:

1/10

 

 

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