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Last kind Words

Info

OT: 
Last kind Words

Jahr: USA 2012
R, B: Kevin Barker
K: Bill Otto
M: Robert A. A. Lowe
D: Spencer Daniels, Alexia Fast, Brad Dourif, Clay Wilcox

Quelle: DVD (Mad Dimension). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Wirtschaftlich gescheitert, kehrt Bud (Clay Wilcox) mit seiner Familie, Gattin Ida (Marianne Hagan) und dem 17-jährigen Sohn Eli (Spencer Daniels), nach Kentucky zurück in seine Heimatgemeinde. Hier findet er Arbeit und Unterkunft auf der abgewirtschafteten und abgelegenen Farm seines Jugendfreundes Waylon (Brad Dourif). Der steckt selbst in ernsten wirtschaftlichen Kalamitäten: Kann er binnen zwei Wochen seine Außenstände beim schmierigen Peterson (Rich Williams) nicht begleichen, ist die Farm Geschichte. So liegt seine ganze Hoffnung in der ausstehenden Tabakernte, bei der ihm Bud und Familie helfen sollen.
Besonders Eli leidet unter der Atmosphäre von übertriebener Religiosität, Enge und dem latenten Alkoholismus des Vaters. So nutzt er seine Freiräume, um im umgebenden Forst umherzustreifen. Hier lernt er die etwa gleichaltrige Amanda (Alexia Fast) kennen und lieben. Amanda nimmt ihm das Versprechen ab, eine bestimmte Region im Wald zu meiden. Doch wie bei wohl fast allen 17-Jährigen, siegt auch bei Eli eines Nachts die Neugier über den Eid. Das, was er findet, löst eine Kette von Ereignissen aus, die für niemanden folgenlos bleiben.

Zitate

Katie (Sarah Steele): „Du bist so locker wie das Arschloch deiner Mutter.“

Waylon: „Ich bin viel mitleiderregender, als du es je sein wirst.“

Die Kritik des Gunslingers:

Eigentlich eher Drama, denn Gruselfilm, besticht der Film in erster Linie durch seine Atmo und Darsteller. Nachdem der geneigte Zuseher durch den Beginn, eine Rückblende, seine Antennen Richtung Horror justiert hat, schlägt der Film nach dem folgenden Vorspann eine ganz andere Gangart ein.
Nicht nur die sich entspinnende Liebesgeschichte zwischen Eli und Amanda rückt rasch ins Zentrum der Handlung. Auch die oberflächlich geordneten, doch fürchterlich beengenden und innerlich in Auflösung begriffenen Beziehungsgeflechte innerhalb der Familie, aber auch zum seltsam verzweifelten Waylon beanspruchen ihren Raum. Sozusagen im Offbeat schwingt dazu ein latenter Schauer mit, der nur selten ungefiltert an die Oberfläche kommt, wie in der beschriebenen ersten Szene des Films oder als Eli im Wald etwas entdeckt, das niemand gern entdecken möchte. Verlassene Häuser im Wald, Erscheinungen im Licht der Taschenlampe, Gräber, von denen niemand mehr etwas wissen will, und nicht zuletzt ein in der Vergangenheit ruhendes, schreckliches Geheimnis. Elis Schnüffelei bringt das fragile Gleichgewicht endgültig aus dem Lot und beschert uns gleichzeitig eine der gruseligsten Szenen des Streifens (wink).
Zwar bekleidet Brad Dourif streng genommen nur eine Nebenrolle, doch ist sein Charakter die interessanteste Figur im Kreis. Während Eli lediglich die Rolle als Katalysator zukommt, und Amanda nach Lüften ihres Geheimnisses als Figur in der zweiten Filmhälfte zunehmend uninteressant wird, ist Waylon am tiefsten angelegt und von Dourif klasse gespielt. Mal harsch und abweisend, dann wieder einnehmend und sympathisch, weiß man bei ihm bis zuletzt nicht wirklich, woran man ist.
Ich fand den Streifen überraschend gut, auch wenn die FSK 18-Freigabe übertrieben ist und eventuell falsche Erwartungen weckt. Klasse ist im Übrigen auch der Soundtrack, der vor allem sparsamst instrumentierten Neo-Country-Blues-Folk (wink), manchmal mit Frauenstimme, bietet.

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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