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Leichenfabrik des Dr. Frankenstein, Die

Info

OT: 
Il Castello della Paura
AT:
Il Castello delle Donne maledette
Leichen Factory
Leichen Factory – Die unheimlichen Killer

Jahr: I 1974
R:
Dick Randall („Robert H. Oliver“)
B:
Mark Smith, William Rose, Roberto Spano
K:
Mario Mancini
M:
Marcello Gigante
D:
Rossano Brazzi, Michael Dunn, Simonetta Vitelli (“Simone Blondell”), Christiane Rücker (“Christine Royce”)

Quelle: DVD (cmvLaservision). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Während getrickste Blitze und Konservendonner für Schauder in der Buxe sorgen, buddeln ein Buckliger (Xiro Papas), ein Zwerg namens Genz (Michael Dunn) sowie „Alan Collins“ = Luciano Pigozzi und Gordon Mitchell eine frisch eingegrabene Mädchenleiche aus dem kühlen Grund. Es herrscht Stunk in der Truppe, die sich gleich als Domestiken des Grafen Frankenstein (Rossano Brazzi) herausstellen wird. So hängt Diener Hans (Pigozzi) den verhassten Zwerg hin, indem er absichtlich dessen Fußabdruck am Ort des Geschehens zurück lässt.
Im Schloss Frankenstein angekommen, schreitet der forschungseifrige Graf gleich zu Werk: In seinem Labor harrt nämlich der durch die Dorfbevölkerung tags zuvor gemeuchelter Neandertaler Goliath (Loren Ewing) – ja, die rennen dort noch ums Schloss rum – der frisch ausgegrabenen Frauenleiche, um deren Gehirn in Empfang zu nehmen.
Nun werden wir Zeuge- nein, leider nicht der Operation – sondern des Besuchs von Frankensteins Tochter Maria (Simonetta Vitelli) und ihres Verlobten Baron Dieter (Eric Mann) – der Mann heißt hier wirklich so. Die beiden Turteltäubchen treten nicht nur bald in den Stand der Ehe, sondern des Nachts in einen veritablen Geschlechtsakt ein, alles beobachtet vom perversen Genz und dem Rest des Personals durch Löcher in Bildern oder geheimen Durchblicken in Wänden. Der Graf soll hier aber auch nicht leer ausgehen, und so begleitet Maria und Dieter die von uns bisher nicht beachtete Uni-Dozentin Krista (Christiane Rücker). Die weiht der Graf nicht nur in seine unsittlichen Experimente ein, sondern auch als Mutter eines potenziellen Erben.
Im Dorfe indes lenkt der am geschändeten Grab entdeckte Zwergenfußabdruck nicht nur den Blick des redlichen Inspektors (Edward Purdom) auf die Umtriebe auf Schloss Frankenstein, sondern treibt auch brave Bürger in den sich allmählich formierenden Lynchmob. Der Zwerg fliegt mittlerweile aus dem Schloss, weil er durch die Polizeiaktivitäten das Gelingen der Experimente gefährdet, und auch sonst ein gar schlimmer Finger ist. Aber dann sind da ja noch die Neandertaler, mit denen Genz den Schulterschluss sucht zwecks Ausübung von Rache und Befriedigung fleischlicher Gelüste.

Zitate:

Valda (Laura de Benedittis): “Ihr Milchbad ist fertig, gnädiges Fräulein. Und, Fräulein … ich rate Ihnen, Ihre Augen offen zu halten auf Schloss Frankenstein.“

Die Kritik des Gunslingers:

Italo-Grusel, der mit seinen Gothik-Anwandlungen im Kielwasser der Hammer-Produktionen segeln möchte, aber sofort Kurs nimmt auf die Costa del Trash y Exploitación *Lach*. So bevölkern den Streifen in erster Linie geile Freaks, die sich tagsüber um das triebgesteuerte und auf Haue stehende Dienstmädchen Valda balgen und des nachts spannen, bis es eins aufs Haupt gibt. Simonetta Vitelli, gut gebaute Tochter Demofilo Fidanis, und Christine Rückert lassen aber auch keine Gelegenheit aus, um mal ein wenig Frischluft an den Körper zu lassen. Ob nun Baron Dieter mit Maria durch die Laken huscht, Krista ein ausgedehntes Milchbad nimmt oder zusammen mit Maria in einem vulkanischen Höhlenpool badet. Immer ist zumindest der großartige Michael Dunn am Start, um ein Auge voll zu nehmen. Da ist die wirklich üble Schändung und Ermordung der jungen Hanni (Annamaria Tornello) fast schon ein Bruch. Großartig auch die Maske von Frankensteins Monster, diesmal halt der Neandertaler Goliath, dem die Maske einfach eine monströse Plaste-Pläte auf die Stirn gepappt hat. Dass Salvatore Baccaro, der den zweiten Neandertaler und Genz’ dösigen Kumpel spielt, das Alias Boris Lugosi wählte, zeugt ebenfalls von einer Art Humor, die ganz auf meiner Wellenlänge ist, liebe Freunde,
Abseits des Trashvergnügens muss ich aber leider sagen, ist da nicht viel. Der Film hat keinen Rhythmus, sondern klatscht einfach die Szenen aneinander; wenn sie passen, umso besser. So gibt es zwar in fast jeder Szene was zu schmunzeln, doch einen roten Faden findet man nur mit gutem Willen. Immer wieder verschleppen unmittelbare Schauplatz- und Plotwechsel den Fortgang der Geschichte, die allerdings schon von der Anlage her nur rudimentär vorhanden ist. Also: einfach nur zurücklehnen und staunen.
Bleibt noch die Frage nach dem Regisseur: Das Cover der cmv-DVD und einige Internet-Quellen kreditieren den Spanier Ramiro Oliveros, einen Schauspieler, der unter dem Alias „Robert Oliver“ arbeitet. Ich tendiere allerdings zur verbreiteten Meinung, dass der Amerikaner Dick Randall inszenierte. Hierfür spricht einmal das „H.“ im Pseudonym, das Oliveros nicht zu benutzen scheint. Zweitens war Randall ab Mitte der 60er-Jahre bis in die 80er hinein Produzent zahlreicher europäischer Genre-Produktonen, wie Gialli, Horror-, Sex- und SciFi-Streifen oder auch Krimis.

Rating: $ (Trash: $$$$+)

Splatter:

2/10

 

 

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