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May - Schneiderin des Todes

Info

OT: 
May

Jahr: USA 2002
R: Lucky McKee
B: Lucky McKee
K: Steve Yedlin
M: Jaye Barnes-Luckett
D: Angela Bettis, Jeremy Sisto, Anna Faris, James Duvall

Quelle: VHS (mcone)

 

Inhalt

May (Angela Bettis) schaut im wahrsten Sinne etwas schräg aus der Wäsche, denn seit Kindheit ist ihr rechtes Auge gehandicapt. Trug sie als kleines Mädchen entsprechend eine Augenklappe, hat sie diese später gegen eine ebenso unvorteilhafte Brille ausgetauscht. Das Resultat: May, die inzwischen als Tierarzthelferin arbeitet, ist von jeher schüchtern und einsam.
Als sie den coolen Adam (Jeremy Sisto) kennenlernt, sieht sie die Chance gekommen, dies zu ändern. Zuerst rubelt sie sich durch Kontaktlinsen optisch auf, um ihren Eroberungsfeldzug zu starten. Adam, als Ex-Filmstudent für das Schräge durchaus aufgeschlossen, lässt sich auf die Avancen des seltsamen Mädchens ein. Doch ist er schon bald abgestoßen von ihrem bizarren Verhalten, das aus ihrer Unerfahrenheit resultiert und dem Bestreben, ihm zu gefallen.
May flüchtet sich in eine lesbische Liebesbeziehung mit ihrer immer scharfen Kollegin Polly (Anna Faris), die sie zwar unverhohlen anbalzt, aber leider keinen Hang zur Monogamie besitzt. Doch selbst ist die Frau: Als leidenschaftliche Hobby-Schneiderin und OP-Helferin besitzt May das geeignete Rüstzeug, um sich ihren perfekten Freund selbst zusammenzubauen, in dem sie die besten Einzelteile ihrer Mitmenschen kombiniert. Mit diversem Schneid- und Hackwerkzeug ausgestattet und Kühltasche im Schlepptau, begibt sie sich auf Sammeltour.

Zitate

"Wenn Du keinen Freund findest, dann mach Dir einen." (Weisheit von Mays Mutter, die die Tochter verinnerlicht hat)

"Hast Du etwas Eis? Ich muss mir die Nippel kühlen." (Zufallsbekanntschaft Blank (James Duvall) geht an Mays Kühlschrank. Hätte er mal besser bleiben gelassen.)

Die Kritik des Gunslingers:

Wer sich durch den reißerischen deutschen Titel und die entsprechenden Linernotes auf einen bluttriefenden Slasher eingestellt hat, wird enttäuscht. Stattdessen erwartet ihn ein schön fotografiertes und gut gespieltes Drama mit einigen Gore-Elementen. Der Film hat mich auch in seinem langsamen Rhythmus an Peter Jacksons "Heavenly Creatures" erinnert, mit dem er sich 1994 vom Horrorfilm verabschiedet hat, oder an de Palmas "Carrie". Es dauert auch hier seine Zeit, bis das Seltsame der Protagonistin in den Wahnsinn kippt. Bis May nämlich mit Skalpell, Messer und Schere zur Tat schreitet, vergehen nach dem blutigen Vorgriff durch die Eingangssequenz gut zwei Drittel des Films. Zugleich zieht Regisseur McKee in seinem Erstling den Hut vor den einschlägigen italienischen Meistern. Dies wird besonders deutlich in Adams Kurzfilm, seine letzte Uni-Arbeit, den er May bei einem gemütlichen Beisammensein präsentiert: die Verbindung zwischen Erotik und Blut sowie der italienische "Abspann" des Films im Film.

Rating: $$$$

Splatter:

5/10

 

 

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