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Murder Party

Info

OT: 
Murder Party

Jahr: USA 2007
R, B, K:
Jeremy Saulnier
M:
Brooke & Will Blair
D:
Chris Sharp, Sandy Barnett, William Lacy, Stacy Rock

Quelle: DVD (Atomik/Ascot Elite).
Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Es sieht so aus, als passiert endlich was im Leben des einsamen Verkehrspolizisten Chris (Chris Sharp), denn just am Halloweens-Tag flattert ihm auf dem Nachhauseweg ein schwarzer Umschlag vor die Füße. Darin findet Chris eine Einladung zu einer „Murder Party“ nebst Adress-Angabe. Da er nix Besseres vorhat, schneidert er sich aus einem Pappkarton eine Ritterrüstung, backt auf die Schnelle noch ein Kürbisbrot und macht sich auf, endlich mal Spaß zu haben.
Der Veranstaltungsort der Festivität ist ein verdächtig abgelegenes Lagerhaus, in dem sich nur ein paar schräge Vögel aufhalten. Doch die fesseln und knebeln unseren Reisenden in Sachen Spaß kurzerhand und eröffnen ihm, dass der Titel der Party durchaus wörtlich gemeint war und er das Opfer eines rituellen Mordes darstellen wird. Die versammelte Bagage entpuppt sich als eine Gruppe von Künstlern, die mit dem Mord, respektive seiner künstlerischen Umsetzung an einen fetten Förderpreis kommen will. Hand auf diesen Fördergeldern hat Galerist Alex Sandy Barnett), der ebenfalls vorbeischaut und gleich seinen russischen Dealer Zycho (Bill Tangradi) nebst dessen Erfrischungsköfferchen mitgebracht hat.
Los geht’s mit `ner Rutsche Pentothal, gefolgt von Alk und diversen anderen Stimulanzien. Die Stimmung deliriert dem Schlachtfest entgegen, was am Ende auch stattfindet, allerdings anders, als es sich die meisten Beteiligten vorher gedacht hatten.

Zitate

Paul (Paul Goldblatt) über den gefesselten Chris: „Wer so bescheuert ist herzukommen, hat den Tod verdient.“

Alex: „Ich hab nur einen Wunsch – so winzig klein. Wenn unser Meisterwerk vollbracht ist, soll im Bericht des Leichenbeschauers stehen ‚Todesursache: Kunst.’“

Die Kritik des Gunslingers:

Bis zu Chris’ Betreten des Lagerhauses macht Regisseur und Autor Jeremy Saulnier durchaus seriös Stimmung, angefangen von der träge und nur von der Kamera beachteten, über den Bürgersteig wirbelnden Einladungskarte bis hin zur Location an sich. Mit Einführen der übrigen Protagonisten kippt das Ganze unvermittelt in Richtung Skurrilkomödie, in der der moderne Kunstbetrieb mitsamt seinen absurden Auswüchsen gewaltig sein Fett abbekommt.
Die Künstler selbst und ihr zwielichtiger Mentor Alex sind erschreckend in ihrer Banalität, in der selbst die Wahrheitsdroge Pentothal erst einmal nur Langeweile und Bedeutungslosigkeit empor holt: Die moderne Kunst hat nichts mehr mitzuteilen als ihre Eitelkeit: Wixerei für gelangweilte Sekttrinker.
Der Film weiß in seinem Low-Budget-Rahmen auch mit seinen passabel umgesetzten Splatter-Effekten zu unterhalten, drückt man beide Augen zu im doch mit Längen behafteten Mittelteil. Alles in allem ist der Streifen eher im absurden Theater zuhause als im Splatter-Comedy-Bereich. Darüber muss man sich vorher klar sein, dann ist „Murder Party“ auf jeden Fall eines Blickes wert.

Rating: $$$$

Splatter:

8/10

 

 

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