Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien

Toggle Sidebar

Mutant Monster

Info

OT: 
The Being
AT:

The Pottsville Horror
The Freak
Easter Sunday

Jahr: USA 1983
R: Jackie Kong
B: Jackie Kong
K: Robert Ebinger, Hanania Baer
M: Don Preston
D: Bill Osco (“Rexx Coltrane”, “Johnny Commander”), Martin Landau, José Ferrer, Marianne Gordon

Quelle: DVD (Infopictures). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Es ist Osterzeit, und im kleinen Nest Pottsville, Idahoe, werden nicht nur Eier gesucht, sondern auch Leute. Leute, die zunehmend die Tendenz haben, spurlos zu verschwinden. Doch, halt, nicht so ganz spurlos, denn zurück bleibt jeweils eine Rutsche grüner Schleim.
Das ruft Sheriff Mortimer Lutz (Bill Osco) auf den Plan, beherzter Vollbart- und Dauerwellenträger. Nachdem Lutz in seinem Heim von einem schleimigen Monster attackiert wird, das sich unter der Poofe versteckt gehalten hat, steht für ihn der Keim allen Übels fest: die atomare Großkippe, auf der die Atommüllfässer einfach in die Botanik gekippt werden. Bürgermeister Lane (José Ferrer) hat aber ganz andere Sorgen: Die Kartoffelernte steht vor der Tür, und die frömmlerische Gattin nervt mit dubiosen Gesellschaften oder ihrer aggressiven Antiporno-Kampagne.
Da trifft es sich gut, dass sich zufällig der Atom-Experte und Antiporno-Aktivist Dr. Garson Jones (Martin Landau) im Städtchen aufhält, der Pottsville einst mit seiner Unbedenklichkeitsbescheinigung den Atom-Schlamassel erst beschert hat. Nach weiteren Vorkommnissen mit dem bissigen Schleimmonster ist auch Jones davon überzeugt, dass was faul ist im Staate Idahoe. Auf der Müllkippe rüsten er und Lutz sich zum letzten Gefecht.

Zitate

Jones: „Ich kann Ihnen versichern: Diese Anlage ist absolut sicher, und es geht keine Gefahr von ihr aus.“ (Das kennen wir doch von irgendwo her)

Jones: „Ach du Scheiße! Geben Sie Gas!“

Lutz: „Verdammt, wir müssen raus!“ – Jones: „Wir können doch die Katze nicht hier lassen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Debütstreifen der Regisseurin Jackie Kong, die ihren größten und letzten Erfolg bereits drei Jahre später mit „Blood Diner“ feierte, einem Remake des Gore-Klassikers „Blood Feast“. Bei ihrem Erstling breitet sich für den Connoisseur ein breit gestreutes Potpourri aus, dessen Hauptbestandteile ein paar deftige Splattereien, viel Tongue in Cheek und eine für die Entstehungszeit angemessen hohe Dichte an Pornobalken und Dauerwellen sind. Mit ausreichend Erfrischungen bevorratet, geht’s auf die Piste.
Offensichtlich ließ man sich inspirieren von entsprechendem Genre-Futter aus den 50er- und 60er-Jahren. Das fängt bei den Sets an und endet bei dem Off-Sprecher, der kommentiert und überleitet. Der Streifen geht gleich amtlich los, als das Monster ein Autodach wie den Deckel einer Konservenbüchse aufschlitzt, um ans Fresschen zu kommen: einem verdutzten Teenie, dem die Kreatur zur Einstimmung erst einmal die Birne abdreht *Gröhl*. Anschließend geht’s weiter im Autokino, wo der Mutant sich erst ein knatterndes Pärchen zur Brust nimmt, um als Dessert noch einen Kiffer nebst Minipli zu verjausen. Damit erreicht die Handlung den Ort, an dem Werke wie dieses am besten aufgehoben sind.
Insgesamt schnurrt der Streifen gut durch, birgt einige Lacher, und das Finale mit dem stark an die „Alien“-Kreatur gemahnenden Monster ist sogar recht spannend ausgefallen. Die Montage ist phasenweise etwas unglücklich geraten, und einige Nebenplots sind nur unzureichend angebunden. Die angerissene Umweltthematik bleibt dünn gestricktes Alibi und so auch die Herkunft des Monsters mehr als nebulös. Das Buch legt zwar noch den Faden eines einst auf der Atommüllkippe verschwundenen Kindes aus, ohne dies aber weiter zu verfolgen.
Darstellerisch reißen’s natürlich insbesondere die Altkämpen José Ferrer und Martin Landau raus, die ihre Charaktere mit der nötigen Spielfreude aufpumpen. Hauptdarsteller Bill Osco, der hier auch produzierte und gleich unter zwei Pseudonymen auftritt, war in den frühen 70ern Produzent und Wegbereiter körpersaftbetonter Streifen für den Mainstream. Schauspielerisch ging’s dagegen nie voran. Kurze Gastrollen als Monsterfutter haben auch Country-Mucker und Schriftsteller Kinky Friedman sowie die Comedians Murrray Langston und Johnnie Dark.

Rating: $$$- (Trash: $$$$)

Splatter:

5/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien