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Nightmare Castle

Info

OT: 
Amanti d’Otretremba

Jahr: I 1965
R: Mario Caiano („Allan Grunewald“)
B: Fabio de Agostini
K: Enzo Barboni
M: Ennio Morricone
D: Barbara Steele, Paul Muller (“Miller”), Laurence Clift, Helga Lina Stern (“Helga Liné”)

Quelle: DVD (Madacy)

 

Inhalt

Auf Hampton Castle beschäftigt sich Doktor Steve Arrowsmith (Paul Muller) mit der ewigen Jugend, genauer gesagt: Seine speziell behandelten Blutzellen wirken besser als Oil of Olaz. So vernachlässigt er seine hübsche Gattin Muriel (Barbara Steele), die sich folgerichtig der Gunst des knackigen Davids (Rik Battaglia) versichert, der ja eh’ im Chateau Mädchen für alles ist.
Eines Tages nun erwischt der Doc seine Frau mit David beim Knattern im Gewächshaus, was den beiden anstatt Freuden der Lust, die Freuden des Schmerzes und ein vorzeitiges Ableben beschert. Hiervon wiederum profitiert Solange („Helga Liné“), alternde Haushälterin im Schloss, und von nun an Komplizin, denn ihr kommt die Frischzellenkur mit Muriels Blut gut zupass. Nun gibt’s allerdings ein Problem: Sämtliche Vermögenswerte gehörten eben Muriel, die diese an ihre Stiefschwester Jenny (Barbara Steele) vermacht hat. Da Jenny ihrer verblichenen Schwester gleicht wie ein Ei dem anderen, hat der Doc keine Probleme, die Gutste zu freien und zur Ehefrau Nummer Zwei zu machen. Das schöne: Jenny ist mental nicht auf der Höhe, und eben diesen Zustand wollen Arrowsmith und Solange mittels verabreichter Halluzinogene verstärken, um schnell und schmerzfrei ans Erbe zu gelangen.
Doch hier seien nicht nur Jennys Nervenarzt Doktor Joyce (Laurence Clift) vor, sondern auch Muriels Geist, der sich der geistig angeschlagenen Jenny immer häufiger bemächtigt.

Zitate

„It was nothing but your imagination. You’re among friends here. You must trust.“ (Na, wenn's der liebend Gatte sagt ;-))

Solange: „I need pure blood! I need Jenny’s blood!” – Arrowsmith: “You’ll get it … tomorrow.”

Arrowsmith: “I’m going to free you from your nightmares, Jenny. Your sister is calling you, isn’t she? Can`t you hear her? Now this damned voice will be silent forever … miserable Hampton witch!”

Die Kritik des Gunslingers:

1965 legte der umtriebige Mario Caiano sein Debüt im Horrorgenre vor. Zwar kann er sich hier nicht mit Großmeistern wie Mario Bava messen, doch ist dieser Streifen bei allen seinen Schwächen amtlich geraten.
Hauptproblem ist die Unentschlossenheit des Plots. So kann sich die Geschichte nicht entscheiden, ob sie den Mad Scientist, Wahnsinn und Besessenheit oder den heftig hitchcockinspirierten Thriller (z.B. "Gaslight") um das stattliche Erbe der frühzeitig verblichenen Muriel herausstellen möchte. Am Ende bleibt alles angerissen, aber nichts zu Ende geführt. So verharrt etwa die Arbeit des Professors mit speziell behandelten Blutzellen bis zum Schluss im Nebulösen: Nach dem Mord am ungetreuen Ehegespons und ihrem Lover sehen wir auf einmal eine dramatisch verjüngte Solange. Woher der frische Teint stammt, wird nur in einem Nebensatz erläutert. Und auch der finale Blutaustausch zwischen Jenny und Solange wird nur als ordinäre Transfusion gezeigt. Hier wäre mehr möglich und vor allem nötig gewesen. Dazu kommen Ungereimtheiten: Warum hat beispielsweise Doc Arrowsmith die Herzen seiner Opfer konserviert und aufbewahrt, denn letztlich bereiten sie nüscht als Ärger ;-).
Das Finale mit den zu Recht aggressiven Geistern ist zwar etwas *hust* far out, bringt dafür aber was für den Look des Streifens. Dieser ist sowieso einer der Trümpfe, mit denen der Film wuchern kann: Enzo Barboni zeigt, dass er auch Gotik in Schwarzweiß kann und setzt das schon vom Setting her recht gruselige Castle atmosphärisch in Szene. Dazu gibt’s einige rüde Flagellations- und Folterszenen und die wirklich gut gemachte Maske von Helga Liné. Schauspielerisch haben wir hier Leistungen im oberen Bereich zu begutachten. Barbara Steele, zu diesem Zeitpunkt schon so etwas wie eine eingeführte Genre-Größe, meistert ihre „überlappende“ Doppelrolle klasse, und auch der Schweizer Paul Muller schlägt sich wacker als skrupelloser Wissenschaftler. Rätsel gibt mit Laurence Clift auf, der weder vorher noch später auf der Leinwand in Erscheinung trat: Pseudonym?
Der Morricone-Score hält ein unheimliches Orgelthema bereit und bietet ansonsten Streicher- und Klavierpassagen.

Rating: wohlwollende $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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