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Nightmare Concert

Info

OT: 
Un Gatto nel Cervello

AT:
A Cat in the Brain
I Volti del Terrore

Jahr: I 1990
R: Lucio Fulci
B: Giovanni Simonelli (“John Fitzsimmons”), Antonio Tentori
K: Alessandro Grossi
M: Fabio Frizzi
D: Lucio Fulci, David L. Thompson, Malisa Longo („Melissa Long“), Shilett Angel

Quelle: DVD (Carol Media/Best)

 

Inhalt

Regisseur Lucio Fulci (Lucio Fulci) richtet mal wieder eine filmische Schlachtplatte an, doch vergeht ihm diesmal selbst der Appetit: Schon bei den alltäglichsten Verrichtungen verfolgen ihn blutrünstige Szenen aus vergangenen Werken. Selbst das Steak zum Mittagsmahl oder der kettenbesägte Baumschnitt durch den Gärtner sind Born höchsten psychischen Ungemachs. Der Wahnsinn klopft mit schwerer Hand an die Tür.
Richten soll's der Psychiater Egon Swharz (David L. Thompson), doch der hat seine eigenen Probleme, und zwar mit seiner flatterhaften Noch-Gattin Katya (Malisa Longo), die ihm lachend Hörner aufsetzt. Unterdrückte Triebabfuhr mündet in Mordgedanken, und der labile Fulci soll dem Professore das Alibi liefern für dessen geplanten Schnetzeleien. Swharz also hypnotisiert Fulci und zieht damit die Wahnsinnsschraube an, während er selbst beginnt, Nutten zu schlachten, was er später dem verzweifelten Regisseur unterjubeln will. Der kann inzwischen selbst nicht mehr die Möglichkeit ausschließen, der Killer zu sein.

Die Kritik des Gunslingers:

Fulci präsentiert in seinem letzten vollständig von ihm inszenierten Horror-Streifen eigentlich eine Parade grober Splattereien aus vergangenen Filmen, fast schon ein Destillat seines Horror-Schaffens. Dieser Rezi zugrunde liegt allerdings die Kaufhausversion, die um deutlich mehr als die Vorhaut beschnitten ist, sprich: Nahezu alle Gore-Szenen wurden mit flinker Hand eliminiert, was den Streifen um deutlich mehr als 21 schlanke Minuten verkürzt.
Nun ja, normalerweise gucken wir so was ja mit dem Arsch nicht an, liebe Freunde, doch aufgrund der fehlenden Schauwerte können wir uns ganz der zumindest vollständig erhaltenen, überwiegend als „dünn“ klassifizierten, Handlung widmen. Fast ohne Splattereinlage verzehren wir hier ein Süppchen, das so dünn nun auch wieder nicht ist. Fucis Streifen ist vielmehr eine augenzwinkernde Reaktion auf entsprechende Anfeindungen der empörten Öffentlichkeit, die ihn Zeit seiner Karriere als Horrorfilmregisseur verfolgten, und ein bewusster Schlussstrich unter sein persönliches Kapitel „Horror“. Fulci hat dem Film einen noch persönlicheren Touch verliehen, indem er selbst die Hauptrolle übernahm und seinem Charakter gleich noch seinen Namen verlieh. So visualisiert er Schaffenskrise und Übersättigung, lässt sich aber mit einem kleinen Final-Scherz doch noch ein Türchen für eine Rückkehr offen.
Der Streifen hat eine fast schon trippige Atmosphäre, wenn Realität mit den aktuellen Dreharbeiten und Szenen aus vergangenen Werken verschmilzt. Schauspielerisch weiß allein Fulci zu überzeugen; die anderen Akteure bieten bestenfalls Mittelmaß, und auch Frizzis Synthie-Score geht einem nach kurzer Zeit gehörig auf den Pinsel. Kleine Nebenrollen bekleiden hier wieder Paul Muller und Maurice Poli, die sich ja ab und an auf der Setliste von Fulcis Spätwerk wiederfanden.

Rating: $$$

Splatter:

3/10

 

 

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