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Paranormal Activity

Info

OT: 
Paranormal Activity

Jahr: USA 2007
R: Oren Peli
B: Oren Peli
K: Oren Peli
D: Katie Featherston, Micah Sloat, Mark Fredrichs, Amber Armstrong

Quelle: TV (Vox)

 

Inhalt

Bereits seit ihrem achten Lebensjahr ist Studentin Katie (Katie Featherston) immer wieder mal Opfer paranormaler Phänomene, hört Stimmen, Geräusche. Nachdem sie mit ihrem Freund, dem Broker Micah (Micah Sloat), in San Diego eine ruhige Vorortbutze bezogen hat, beginnt der Zores wieder. Um der Geschichte auf den Grund zu gehen, kauft Micah einen Camcorder und fängt an, ihr häusliches Leben zu dokumentieren.
Zur Sicherheit zieht das Paar noch den Parapsychologen Dr. Fredrichs (Mark Fredrichs) hinzu, der sich jedoch für nicht zuständig erklärt: Bei dem Urheber der Phänomene handle es sich um einen Dämon und nicht um Geister, die menschlichen Ursprungs und damit behandelbar sind. Da der zuständige Dämonologe aber blöderweise im Urlaub weilt, müssen Katie und Micah die Sache erst einmal allein angehen.
Schon bald zeichnet die Kamera, die nachts im Schlafzimmer postiert ist, beunruhigende Szenen auf: Türen, die sich öffnen und wieder schließen, Licht, das an und ausgeht; dazu unerklärliche Geräusche. Zunehmende Schlaflosigkeit und Erscheinungen, die sich auch tagsüber und immer handfester manifestieren, lassen selbst Micah seine herablassende Unbekümmertheit und souveräne Coolness rasch verlieren. Flucht ist zwecklos, denn „es“ hat’s auf Katie abgesehen und das offensichtlich völlig ortsunabhängig.

Zitate

Dr. Fredrichs: „Diese Wesen ziehen ihre Stärke aus negativer Energie.“ – Micah (zu Katie): „Dann darf uns deine Mutter nicht mehr besuchen.“

Micah: „Ich habe keine Lust, dass hier Legionen dieser Ghostbuster-Typen rumlaufen.“

Micah: „Ich hab’ alles im Griff.“

Die Kritik des Gunslingers:

„Paranormal Activity“ reiht sich ein das Subgenre der sogenannten Mockumentaries, also vorgetäuschte Dokumentarfilme, deren Spannbreite von „A hard Day’s Night“, „Das Millionenspiel“, "Cannibal Holocaust", „Mann beißt Hund“ bis hin zu „Borat“ reicht. Im Horrorfilm ist der in meinen Augen völlig missglückte „Blair Witch Project“ ein entsprechender Markierungspunkt.
Auch der mit 15.000 Dollar extrem billig produzierte „Paranormal Activity“ besteht aus „ausgewertetem und bearbeitetem“ Material, das angeblich nach Ablauf der Ereignisse aufgetaucht ist. Dementsprechend sind halt keine Kinobilder zu erwarten, sondern Amateuraufnahmen aus Micahs Camcorder im Originalton. Im Gegensatz zu „Blair Witch Project“, den ich als hysterisch, unspannend, will sagen: extrem nervend empfand, weiß Oren Peli, wie man Grusel erzeugt, ohne auf Schock- und Goreelemente zurückgreifen zu müssen. Wäre bei dem Budget auch schwierig geworden, vermute ich mal.
Der Film beschreibt, wie der Horror schleichend in ein wohl für die meisten von uns nachvollziehbares StiNo-Leben Einzug hält. Was anfangs sogar wie alltägliche, wohlbekannte Erscheinungen anmutet – flackernde Lampen können auch auf Netzprobleme zurückzuführen sein; das an völlig abstrusem Ort liegende Schlüsselbund auf Schusseligkeit – lädt der Streifen allmählich mit paranormaler Bedeutung auf. So gelingt es Oren Peli, schon allein eine Tür, die sich nachts öffnet und schließt – nichts weiter – zu einem wirklich gruseligen Moment zu steigern.
Eine Intensivierung erfährt das Ganze durch den dokumentarischen Charakter: Die Schauspieler spielen absolut natürlich, eine nicht ganz einfache Leistung; die Kamerabilder, bei denen vor allem in den Aufnahmen des nächtlichen Schlafzimmers, die Uhrzeit mitläuft; die unheimlichen, aufgezeichneten Geräusche im Haus, für die jede Erklärung fehlt. Das macht ein gruseliges Gesamtpaket aus, das zwar nicht zum Sich-Einnässen führt, aber zumindest bei mir funktioniert hat.
Auch wenn ich nach dem „Genuss“ vom ähnlich gehypten „Blair Witch Project“ meinte, sagen zu können, mit solchen Streifen nüscht anfangen zu können: Hier gibt’s ein klares Thumbs up. Endlich mal wieder ein gut gebauter Horrorfilm, der weiß, worauf es ankommt.

Rating: $$$$+

Splatter:

1/10

 

 

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