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Parapsycho - Spektrum der Angst

Info

OT: 
Parapsycho – Spektrum der Angst

AT:
PSI

Jahr: D/Ö 1975
R: Peter Patzak
B: Peter Patzak, Geza v. Radvanyi
K: Atze Glanert, Karl Bogendorfer
M: Richard Schönherz, Manuel Rigoni
D: Helmut Förnbacher, Marisa Mell, William Berger, Debra Berger, Matthieu Carrière, Alexandra Drewes

Quelle: DVD (cmvLaservision). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Reinkarnation: Harry (Helmut Förnbacher) ist Geschäftsmann und nach einer Dienstreise auf dem Weg nach Hause, als ihm in einem Postamt der billige Druck eines ihm unbekannten Schlosses auffällt. Das Bild zieht ihn in seinen Bann, und fast wie in Trance findet er den Weg zum Schloss, das offen steht. Beim Streunen durch die Gemächer begegnet ihm nur ein alter Mann (Leon Akin), der ihn als avisierten Mietinteressenten schon erwartet hat.
Da es spät geworden ist, entschließt er sich zu übernachten. Doch mit Nachtruhe ist nicht: Am späten Abend macht ihm eine reizende, unbekannte Lady (Marisa Mell) ihre Aufwartung, die in einer luxuriösen 30er-Jahre-Kalesche vorfährt. Die Gutste scheint ihn allerdings *hust* recht intim zu kennen, und als sie ihm auch noch einen Mord gesteht, ist Harry endgültig durch den Wind.

Metempsychose: Ein Wiener Anatomie-Prof (William Berger) knattert fremd mit Mascha (Mascha Gonska), eine seiner Studentinnen, was seiner Ehe wiederum nicht zum Besten gereicht. Das Ehegespons (Signe Seidel) fährt daraufhin die ganze Sippe vehement gegen einen Baum, was erstaunlicherweise der Professor und seine Tochter Debbie (Debra Berger) überleben.
Debbie ist danach nicht mehr die Alte: Überall sieht sie die Mutter, deren Tod sie nicht wahrhaben will, bis sie zusammenbricht. Nach ein paar Monaten in der Psychiatrie wird sie entlassen, und der Prof beendet schweren Herzens seine Beziehung. Mascha bringt sich um. Doch nun scheint Debbie auf seltsame Weise mit Mascha verbunden zu sein. Mit üblen Folgen, liebe Gemeinde.

Telepathie/Hypnose: Barbara (Alexandra Drewes), frisch verheiratet, verlässt wie unter Zwang ihren Gatten (Tom Krinzinger) direkt vor der Hochzeitsnacht. Doch nicht die Angst vorm ersten Mal ist’s, die das Mädel in die Flucht treibt, sondern die finsteren paranormalen Machenschaften eines jungen Malers (Matthieu Carrière). Diesem ist sie einst auf der Straße aufgefallen, und er erkor sie zu seinem nächsten Spielobjekt. Aufgrund eines körperlichen und seelischen Gebrestens macht er es sich nämlich zum Vergnügen, junge Frauen in seinen Bann zu ziehen, seine fiesen Spiele mit ihnen zu treiben, um sie anschließend wieder fallen zu lassen.
Barbara erlebt nun in des Malers Butze eine gewisse Bandbreite aus Lust, Schmerz und Erniedrigung. Während der Ehegatte an eine Entführung glaubt, scheint es für Barbara kein Entkommen aus den Psychoklauen des Künstlers zu geben.

Zitate

„Du kannst mir glauben, dass der Tod was sehr Endgültiges ist.“ (Nun, ja ;-))

Die Kritik des Gunslingers:

Mitte der 70er-Jahre hatte das Interesse an unerklärlichen Phänomenen oder dem Einfluss von Außerirdischen auch hierzulande Hochkonjunktur. So präsentiert Peter Patzak, der uns kurz darauf den legendären Kottan schenken sollte ;-), mit diesem Frühwerk einen Episodenfilm, der sich auf angeblich aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse stützt. Zumindest will er uns dies mittel eines ratternden Fernschreibers suggerieren, der vor jeder der drei Episoden Entsprechendes zu Papier bringt. Mit dem Stilmittel „Episodenfilm“ kommt Patzak zwar ein wenig spät, denn die Kompilationsfilme hatten im Horrorgenre ihren letzten Höhepunkt im England der 60er-Jahre und waren damit eigentlich schon durch. Doch macht nix, denn gerade unter der Prämisse, drei unterschiedliche, doch im weiteren Sinne verwandte Themen aufzugreifen, bietet sich der Episodenfilm durchaus an. Später griffen Horrorstreifen wie „Tales of the Crypt“ das Mittel immer wieder auf – analog der diesen häufig zugrunde liegenden Comic-Reihen. Generell gab und gibt es aber zumeist eine klammernde Rahmenhandlung, die Patzaks Film über das Oberthema „Parapsychologie“ hinaus fehlt. Um den Streifen auch marketingtechnisch mit Super zu betanken, wurden die Beteiligten nie müde, in verschiedenen Interviews die gruuuuseligen und paranormalen Ereignisse während des Drehs zu erwähnen. Während die üblichen Filme dieser Machart häufig unter der stark schwankenden Qualität der einzelnen Geschichten leiden, leistet sich „Parapsycho“ hier kaum eine Schwäche. Alle Episoden sind atmosphärisch dicht gewebt und atmen dazu coolsten 70er-Jahre-Dunst mit leichten Exploiter-Einlagen. So verwendete Patzak für die zweite Episode Material einer originalen Autopsie, bei der eine Leiche nach Strich und Faden zerlegt wird, während in Episode drei der sexuelle Aspekt ein wenig im Vordergrund steht *lach*. Besonders letztere begeistert auch mit einem geradezu psychotronischem Score, der Orgel und Elektrosounds gemeinsam um die Häuser ziehen lässt. Die Komponisten Schönherz/Rigoni kreierten übrigens in den Jahren 1971 und 1972 jeweils den österreichischen Beitrag zum „Grand Prix de la Chanson.“ Schauspielerisch gibt es keine Ausfälle: Allerdings fand ich persönlich Matthieu Carrière als unheimlichen Maler am eindringlichsten. Die schöne Marisa Mell darf in der ersten Episode leider nur kurz absatteln, bevor sie wieder aus dem Plot verschwindet. Schade ...

Rating: $$$$

Splatter:

3/10

 

 

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