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Info

OT: 
Playback

AT:
Playback: Bloodline

Jahr: USA 2012
R, B. Michael Nickles
K: Mark Petersen
M: Woody Pak
D: Johnny Pacar, Toby Hemingway, Ambyr Childers, Lisa Jane Todd

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Für ein Schulprojekt unter dem Motto „Vergessenes und Verdrängtes aus der Heimatgemeinde“ hat sich Julian (Johnny Pacar) den Fall Harlan Diehl ausgesucht: Harlan, ein Teenager, hatte vor 15 Jahren seine ganze Familie ausgelöscht, bevor ihn die Polizei erschoss. Julian nun verbrät die schaurige Geschichte in einem Amateur-Slasher, den er mit ein paar Klassenkameraden in Szene setzt.
Das Equipment für den Streifen borgt ihm sein alter Kumpel Quinn (Toby Hemingway), der Lösungsmittel schnüffelt und sich jetzt im Archiv eines lokalen Nachrichtensenders langweilt. Nebenbei bessert sich der sein Salär auf, indem er den schmierigen Pädo-Cop Lyons (Christian Slater) mit Filmmaterial aus der Mädchen-Umkleide der Schule versorgt. Hier hat Quinn eine versteckte Kamera installiert.
Als Quinn von Julian erfährt, was das Thema des Films sein soll, ist er sofort Feuer und Flamme für den Diehl-Fall. Im Archiv wühlt er sich durch alte Bandaufnahmen von Reportagen und Footage-Material. Mit fatalen Folgen. Harlan Diehl nämlich, so sagt die Legende, war von den Diehls nur adoptiert und Nachfahre des geheimnisumwitterten Filmpioniers Louis Le Prince, angeblich der Teufel persönlich. Der konnte mittels der Kamera Seelen tauschen und Macht über Leute gewinnen. Und genau das passiert jetzt Quinn im Sender-Keller: Harlan Diehl übernimmt Kontrolle über ihn, was Quinn zu allerhand blutigem Schabernack mit der Kamera antreibt, der erstmal unentdeckt bleibt. Unterdessen bohrt Julian tiefer in der Vergangenheit Diehls und erfährt weitere haarsträubende Details …

Zitate

Riley (Ambyr Childers): „Ich weiß nicht, Julian. Vielleicht ist das keine gute Idee.“ (Manchmal sollte man auf sein Bauchgefühl hören (wink))

Quinn: „Verfaulende Körper. Nicht mehr als nutzloses Fleisch. Ich hasse es, auf sie angewesen zu sein.“

Anne (Lisa Jane Todd): „Weg von meinem Sohn, du dämliches Arschloch!“

Die Kritik des Gunslingers:

Filme, die allenthalben mit Spott und Verachtung bekübelt werden, wecken ja schon per se unser Interesse. Manchmal zumindest (wink). So war’s auch hier: An Nickles‘ erstem, mit einem gewissen Budget entstandenem Streifen arbeitet(e) sich die Kritikergemeinde – vom enttäuschten Gore-Bauern bis zum Horrorexperten – ordentlich ab.
Der Film, eine Art Epigone von Vorbildern wie „The Ring“, ist aber bei weitem nicht so beschissen, wie er gerne gemacht wird. Die Geschichte um Harlan Diehl ist doch so originell, dass sie über die Plots herkömmlicher Teenie-Slasher herausragt. OK, wirkliche Überraschungen bieten sich dem erfahrenen Zuseher nicht, doch die Story über den teuflischen Filmemacher hat mir gefallen. Letztlich geht es hier um die Macht bewegter Bilder und damit auch um die des Kinos. In ihren Anfangstagen wurden Film und Fotografie ja argwöhnisch beäugt. Und das Geraune um die gestohlene Seele ist ja nicht nur bei Rastafari und Naturvölkern verbreitet, sondern hatte durchaus auch hier ihre Anhänger.
Die Schauspieler sind samt und sonders keine Gurken und gut aufgelegt, wenn auch – soweit’s die Schüler angeht – zu alt für die verkörperten Charaktere. Herausheben möchte ich allerdings Toby Hemingway, der mit Hilfe der guten Maske die Wandlung vom düsteren Einzelgänger zum verrückten Killer mit Zombieeinschlag klasse hinbekommt. Ebenfalls erwähnenswert ist allerdings auch Christian Slater, der zwar inzwischen ein wenig in die Obskurität eingetaucht ist, aber alles aus seiner eher kleinen Nebenrolle rausholt. Look und Tempo des Streifens sind gut, die Atmo gelungen und die sparsamen Gore-Effekte gut gemacht. Gegen Ende mündet’s aber dann doch noch in bekannte Teen-Slasher-Bahnen. Ein kleiner Indie-Horrorstreifen, der eine Chance verdient hätte (wink).
Louis Le Prince, der im Film erwähnte, geheimnisumwitterte Filmemacher, ist übrigens tatsächlich eine historische Gestalt. Der heute kaum noch bekannte französische Filmpionier entwickelte noch vor Edison eine Kamera und drehte bereits 1888 die ersten Kurzfilme: vier kurze dokumentarische Szenen, von denen heute noch drei erhalten sind. Kurz darauf verschwand Le Prince spurlos. Der Fall ist bis heute ungeklärt.

Rating: $$$+

Spatter:

5/10

 

 

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