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Prison

Info

OT: 
Prison

AT:
Prison - Rückkehr aus der Hölle

Jahr: USA 1987
R: Renny Harlin
B: C. Courtney Joyner
K: Mac Ahlberg
M: Richard Band
D: Lane Smith, Viggo Mortensen, Lincoln Kilpatrick, Chelsea Field

Quelle: DVD (Koch). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Eigentlich sollte ein richtig modernes neues Vorzeigegefängnis her, in Wyoming. Doch allein, es fehlen die Pennunzen für einen Neubau. Also entschließt man sich kurzerhand, einen seit 1968 stillgelegten Uraltknast – Creedmore – zu reaktivieren. Zum Direx auserkoren ist Eaton Sharpe (Lane Smith), einst hier Wächter und Vertreter der knüppelharten Schule. Zwar ist ihm als Vertreterin des modernen Strafvollzugs Katherine Walker (Chelsea Field) zur Seite gestellt, doch gegen den mit Kieseln gurgelnden Sharpe und seine ebenso gestrickte Mannschaft ist sie ohne Chance. Also, Erholungsheim geht anders.
Zur Erstbesetzung des wiedereröffneten Creedmore gehört auch der Autoknacker Frank Burke (Viggo Mortensen). Auf Geheiß Sharpes sollen er und Mitgefangener Sandor (André De Shields) einen Durchbruch zur alten Hinrichtungskammer schaffen. Gesagt, getan. Doch hier eingeschlossen wartete schon seit 1964 der Geist des letzten hier auf dem elektrischen Stuhl Hingerichteten, Charlie Forsythe. Denn Charlie war unschuldig: auf den Stuhl gebracht von Eaton Sharpe und einem jetzt auch wieder hier einsitzenden Knastkollegen mit einer Falschaussage.
Als also Burke und Sandor die Wand durchbrechen, ist Charlie frei: bis zur Halskrause angefüllt mit Zorn und Elektrizität. Dass es sich bei dem anfänglichen Budenzauber nicht um eine Gasexplosion handelte, wird allen Beteiligten recht bald klar.

Zitate

Tiny (Tom Lester Jr.): „Ich hab‘ schon 13 Jahre abgerissen, und das einzige, was ich gelernt habe, ist mein Fressen mit dem Löffel zu schneiden.“

Sharpe: „Es ist kein Spuk, es ist brutale Wirklichkeit.“

Burke: „Ich bin jetzt am Drücker, du sadistisches Drecksstück.“

Die Kritik des Gunslingers:

Erster echter US-Film des gebürtigen Finnen „Renny Harlan“, der eigentlich gar nicht für die große Leinwand vorgesehen war, sondern direkt auf VHS verbraten werden sollte. Immerhin kamen dann doch 42 Kopien ins Kino, die sich sogar ganz achtbar schlugen. Richtig abheben sollte er aber erst mit seinen späteren Arbeiten, etwa für die „Die-hard“- oder „Nightmare-on-Elm-Street“-Reihe.
Vorliegender Streifen ist eine etwas unausgewogene Mixtur aus Knastthriller, Geisterfilm und 80s-Slasher in der Tradition von Freddie Kruger und Co. Renny Harlan als ausgewiesener Liebhaber temporeicher Action konnte auch hier nicht an sich halten. Anstatt auf Atmosphäre zu setzen, geht’s richtig in die Vollen: Electricity-Show, Ballereien mit Pumpgun und Maschinengewehr oder Autoverfolgungsjagden, selbst wenn diese sich nur auf dem abgeschlossenen Knastgelände abspielen. Hier kann der Film bei mir nicht punkten.
Vor allem optisch interessanter ist der Horrorplot. Hier gibt’s zum einen ein paar schön ausgetüftelte, handgearbeitete Splattereien: Wie Tom Everett erst langsam zu Fleischsalat verarbeitet wird und danach den anderen in die Blechnäpfe fällt, ist schon nett gemacht, und auch die Stacheldraht-Action mit Hal Landon Jr. ist nicht von schlechten Eltern (wink). Dazu bietet das Set – gedreht wurde in einem alten Originalknast – jede Menge fürs Auge, so dass zumindest hier auch die Atmo nicht zu kurz kommt. Sehr klasse gemacht ist auch die Eingangsszene, die die „Elektrokution“ Forsythes vor allem aus Sicht des Delinquenten einfängt.
Schauspielerisch erfüllen alle Parteien die an sie gestellten, recht limitierten Ansprüche. Hervorzuheben ist aber Lane Smith, der sich so richtig im Sausack Eaton Sharpe suhlt. Ansonsten haben wir die für Knastfilme übliche Ansammlung von Klischees. Stunt-Koordinator war Kane Hodder, bekannt als Jason Vorhees in einigen Filmen der „Freitag-der-13.“-Reihe. Er bekleidet auch eine kleine Nebenrolle als Charlie Forsythe während des Showdowns mit Sharpe. Charles Band produziert meistens eher übel beleumundete Trashware, bei der er teilweise auch Regie führt. Bruder Richard schreibt auch dafür ab und an mal die Scores. Ihr Vater war übrigens Albert Band, der 1964 neben dem ersten Corbucci-Italo „Keinen Cent für Ringos Kopf“ (1964), auch weitere Italowestern produziert hatte („Die Trampler“, auch Regie, „Die Grausamen“).

Rating: $$$$-

Splatter:

6/10

 

 

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