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Rare Exports - Eine Weihnachtsgeschichte

Info

OT:
Rare Exports

AT:
Rare Exports: A Christmas Tale

Jahr: FIN/S/NOR/F 2010
R, B: Jalmari Helander
B: Juuso Helander
K: Mika Orasmaa
M: Juri & Miska Seppää
D: Onni Tommila, Jorma Tommila, Rauno Juvonen, Tommi Korpela

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Nach dem Tod seiner Mutter lebt Pietari (Onni Tommila) allein mit seinem Vater Rauno (Jorma Tommila) in einem winzigen Kaff im finnisch-russischen Grenzgebiet. Eine beschaulich-einsame Angelegenheit, in die nur die regelmäßig auftauchenden Wolfsrudel für Aufregung sorgen.
Doch in diesem Jahr ist kurz vor Weihnachten die Lage anders, denn ein Bohrtrupp unter Leitung des exzentrischen Amerikaners Mr. Riley (Per Christian Ellefsen) hat die Arbeit aufgenommen. Riley ist sich sicher, das Grab des echten Weihnachtsmannes entdeckt zu haben und lässt nun mit schwerem Gerät ans Werk gehen. Pietari, aus seiner kindlichen Weihnachtswirklichkeit gerissen, beginnt zu recherchieren: In alten Sagen war der Weihnachtsmann ein gar finsterer Wicht, der ungezogene Kinder im Dutzend verspreiste, ob roh oder gebraten. Bis man ihn überlistete und in eingefrorenem Zustand tief in der Erde versenkte. Sind dieses Geschichten am Ende sogar wahr?
Tatsächlich häufen sich seit Beginn der Grabungen seltsame Geschehnisse: Eine Rentierherde wird massakriert, aus den Häusern werden die Heizkörper geklaut, und nicht zuletzt sind bis auf Pietari bald alle Kinder verschwunden, auch sein bester Kumpel Juuso (Ilmari Järvenpää). Zu guter Letzt landet ein seltsamer, unheimlicher Zausel (Peeter Jakobi) in Raunos illegaler Wolfsfalle. Pietari fürchtet, dass das Weihnachtsmann-Armageddon vor der Tür steht, aber die Erwachsenen wollen nicht hören.

Zitate

Pietari: „Der Coca-Cola-Weihnachtsmann ist ein Schwindel.“

Polizist (Risto Salmi): „Es gehen sonderbare Dinge vor.“

Piiparinen (Rauno Juv0nen): „Wir werden hier alle draufgehen!“

Aimo (Tommi Korpela): „Ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein verschissenes frohes neues Jahr.“

Die Kritik des Gunslingers:

Mit seiner Weihnachtsmär zieht der finnische Regisseur Jalmari Helander die ganze Schose mal etwas quer auf. Der Weihnachtsmann ist nicht der gute dicke Opa im roten Zwirn, der seinen Gabensack auf der Schulter trägt, aus dem er die braven Kinder beglückt. Hier bedient er die Urängste vor dem schwarzen Mann, dem Monster unterm Bett oder im Kleiderschrank. Die von den Erwachsenen ersonnene „Weihnachtslüge“ bedeckt die grauenhafte Wahrheit mit einem dünnen Flitter.
Hauptbestandteile des Streifens sind die Komponenten Familien- und Fantasyfilm, Horrorstreifen und schwarze Komödie. Dazu kommt eine Prise Thriller: So ist die Ignoranz von Erwachsenen gegenüber Mahnungen und Warnungen ihrer Kinder eine klassische Plot-Zutat im Genre-Kino. Die Horrorelemente werden vor allem durch die Helfer des Weihnachtsmannes, die Wichtel, bedient. Weit entfernt von den pausbäckigen, bärtigen kleinen Kerlen, die sich den Arsch in der Spielzeugwerkstatt abarbeiten, sind sie hier knorrige alte Männer. Zwar nackt, aber bewaffnet mit Äxten und Sensen, kommen sie als schlagkräftige Armee daher, die nur ein Ziel verfolgt: Freiheit für Meister Santa. Wenn sie wie ferngesteuert über die makellose Schneefläche vorrücken, erinnern sie – wahrscheinlich beabsichtigt – an Zombie-Aufläufe eines George Romero.
Klasse ist die Atmo. Das betrifft nicht nur die sorgfältig ausgestalteten Horrorelemente, sondern auch die Zeichnung von Pietaris Umfeld. Dieses ist geprägt von viel Landschaft und rauen, rauschebärtigen Jungs, die eher zupacken als reden. Der Cast ist ebenfalls richtig gut. Angefangen vom damals elfjährigen Onni Tommila über Jorma Tommila, übrigens auch im echten Leben der Vater, bis zu Rauno Juvonen. Letzterer wirkt mit seiner wie festgetackerten Pilotensonnenbrille wie aus einem Film der Coen-Brüder entsprungen. John Goodman grüßt aus der Ferne.

Rating: $$$$

Splatter:

3/10

 

 

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