Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Info

OT: 
Re-Animator

Jahr: USA 1985
R, B: Stuart Gordon
B: Dennis Paoli, William J. Norris
K: Mac Ahlberg
M: Richard Band
D: Bruce Abbott, Jeffrey Combs, David Gale, Barbara Crampton

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

An einem amerikanischen Uni-Krankenhaus schlägt ein neuer Student auf: Herbert West (Jeffrey Combs) heißt er und kommt aus der Schweiz, die er nach einem mysteriösen Zwischenfall mit seinem Professor (Al Berry) verlassen musste. West, ein etwas unheimlicher Kantonist, zieht bei seinem Kommilitonen ein, dem straighten Dan Cain (Bruce Abbott), der einen Mitbewohner sucht.
Hier richtet er sich im Keller stantepede ein kleines Labor ein, in dem er seine Forschungen weiter betreibt: Er arbeitet an einem Serum, das totem Gewebe wieder Leben einhaucht. Das grellgelb fluoreszierende Zeugs ist aber noch nicht so ganz ausgereift. Die so reanimierten Lebewesen, zuletzt der frisch verblichene Kater von Dans Freundin Meg (Barbara Crampton), sind hochaggressive, blutsabbernde Zombies, die man besser sofort wieder ins Jenseits befördert.
Dennoch ist Dan fasziniert und lehnt Wests Angebot einer Forschungspartnerschaft nicht ab. Zwar fliegen beide Nachwuchsforscher daraufhin von der Uni, doch Wissenschaft will auch gegen Widerstände durchgesetzt werden. Nun muss nur noch ein passendes menschliches Versuchsobjekt her, was man in der Leichenhalle des Krankenhauses findet. Die darauf folgende *hust* blutige Kettenreaktion, lässt den skrupellosen Gehirnchirurgen Professor Hill (David Gale) auf das Reanimationsserum aufmerksam werden. Das macht die Sache dann nur noch schlimmer (Zwinkern).

Zitate

West: „Hat diese Wohnung einen Keller?“

Dan: „Er ist nicht verrückt, er ist tot.“

West: „Sie kriegen niemals die Anerkennung für meine Entdeckung. Einem sprechenden Kopf glaubt keiner. Gehen Sie auf den Jahrmarkt. Da gehören Sie hin.“

Die Kritik des Gunslingers:

Re-Animator“, das unglaubliche Kino-Debüt von Stuart Gordon, weist, wie übrigens auch Sam Raimis etwas eher erschienener „Tanz der Teufel“, schwer in Richtung Fun-Splatter. Streifen, die die Tradition der 1970er-Jahre hinter sich lassen und explizite Mettgut-Orgien mit jeder Menge schwarzem Humor kreuzen.
Der Film fußt auf einer Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft, Meister des Unheimlich-Fantastischen, und bietet eine Mischung aus Frankenstein-, Zombie- und Mad-Scientist-Motiven. Noch dazu mit jeder Menge Spaß aufgepumpt (Zwinkern). Dennoch zielt der Streifen nicht allein aufs nerdige Trash-Publikum, das mal wieder kräftig und wissend ablachen will. So legt der Film viel Wert auf Atmosphäre und Spannung und ist phasenweise wirklich unheimlich geraten.
Dazu zieht er seine Charaktere nie ins Lächerliche, sondern belässt ihnen ihre Würde. Wenn man so will *lach. Bei aller Karikatur bleiben sie also immer glaubwürdig, was die trockenen Sprüche dann noch wirksamer macht. So säbelt zum Beispiel David Gale – großartig, der Mann – als „Mad Scientist“ des Streifens vor seinen Studenten einer Leiche die Frise von der Birne. Sein Kommentar dazu: „Eine Orange schälen Sie ja auch nicht anders.“ Neben Gale und dem auf Augenhöhe agierenden Jeffrey Combs haben es Bruce Abbott und Barbara Crampton natürlich schwer. Dafür sind ihre Figuren zu „normal“ angelegt. Allerdings reihen sie sich auch nicht ein in die übliche Teenie-Schlachtplatten-Deko, die man möglichst flotti angerichtet sehen möchte.
Eine besondere Erwähnung verdienen die handgemachten und überzeugenden Effekte, die im Verlauf sogar noch eine deutliche Steigerung erfahren. Ist schon das Ableben des reanimierten Professor Gruber noch vor den Anfangscredits sehr fein gemacht, haut die SFx- und Makeup-Abteilung im letzten Drittel nochmal alles raus (Zwinkern). Spätestens ab der Reanimation von Professor Hill, der nach seiner Enthauptung in Einzelteilen agieren muss *lach. Sehr blutig, sehr lustig, und seit 2013 vom Index runter.

Rating: $$$$$ (Trash: $$$$$)

Splatter:

8/10