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Red Monks, The

Info

OT: 
I Frati Rossi
AT:

Sexorgien der roten Mönche *Kicher*

Jahr:
R: Gianni Martucci
B: Gianni Martucci, Pino Burricchi
K: Sergio Rubini
M: Paolo Rustichelli
D: Gerardo Amato, Lara Wendel, Malisa Longo, Richard Brown

Quelle: VHS (Astro)

 

Inhalt

Roberto Carlini (Gerardo Amato), seines Zeichens so reicher wie angeödeter Schlossbesitzer, greift im Garten seines Anwesens die schöne Ramona Igardi (Lara Wendel) auf, die ebendort ihrem Hobby nachgeht. Nicht dem, was ihr jetzt wieder denkt, sondern dem Malen. Schon kurz darauf läuten die Hochzeitsglocken und mit ihnen der Beginn gar unheilvoller Geschehnisse.
Carlini nämlich ist Nachfahre eines Meuchelmörders, der im 15. Jahrhundert im Auftrag der Kirche einen Tempelritter und Begründer der ketzerischen, okkulten Bruderschaft „Frati Rossi“ um die Ecke brachte. Zum Dank bekamen die Carlinis alle Besitztümer des Toten, unter anderem ebenjenes Schloss zugesprochen. Doch glücklich wurden sie nie, denn die Witwe des Templers hielt die „Frati Rossi“ am Leben, die den zur Sicherheit noch dazu verfluchten Carlinis bis in die heutige Zeit das Leben zur Hölle machten.
So fordern die Sektierer auch von Roberto, seine Gattin als Blutopfer darzubringen und geben ihm vier Tage Zeit. Das sorgt für Spannungen in der jungen Ehe, die zudem noch durch Haushälterin Priscilla (Malisa Longo) geschürt werden, die sich selbst Hoffnung auf den Schlossherrn machte, mit dem sie ein loses Knatter-Verhältnis unterhält. Während nun Roberto verzweifelt und in Zeitnot überlegt, wie er den Sektenfluch abschütteln kann, kommt Ramona dem Geheimnis von Schloss und Familie Carlini allmählich auf die Spur. Doch am Ende ist das Blutopfer dann doch zu erbringen.

Zitate

Roberto: „Sie gönnen dem Hund ja gar nichts. Seine größte Freude ist die Jagd nach jungen hübschen Mädchen.“

Ramona: „Ich habe heute den Keller erkundet.“ – Roberto: „Das war keine gute Idee.“

Die Kritik des Gunslingers:

Hier haben wir wieder ein Beispiel für einen Streifen, an dem niemand, aber auch wirklich niemand nur ein gutes Haar lässt. Sicher, es ist leicht, den Film in Grund und Boden zu dissen, zumal, wenn man noch dazu heilig erzürnt ist über den allerdings wirklich dreisten Etikettenschwindel. Schließlich wird das Werk als Arbeit von Lucio Fulci, gar dessen „Meisterwerk“, verkauft. Doch in Wirklichkeit hat der Meister wohl nur seinen *Hust* guten Namen gegen gutes Geld gegeben und „präsentiert“ den Streifen im Vorspann lediglich. Und schaut man sich den Film an, so scheint es in der Tat unwahrscheinlich, dass Fulci etwas mit Regie oder Script zu tun hatte.
Doch lassen wir mal diesen Marketing-Fake außen vor. Die eklatanten Schwächen des Streifens sind schnell aufgezählt. Hauptsächlicher Schwachpunkt ist ein wirres, mageres Script voller Ungereimtheiten, dem es nicht gelingt, genug Fleisch auf die Knochen zu packen, um die Basis für einen wirklich anständigen Grusler zu schaffen. Daher wird Zeit mit Belanglosigkeiten geschunden wie beispielsweise der Eingangssequenz, die nur dazu dient, den letzten Carlini von einer nackten Schickse enthaupten zu lassen. Auf eine vernünftige Auflösung wartet man ebenfalls vergeblich. Die „Spezialeffekte“, wie die offensichtlich aus Gummi bestehende Riesenspinnen, deren Bezug zur Handlung zu allem Überfluss nicht deutlich wird, oder der Totenschädel mit Scheinwerfern in den Augenhöhlen lassen sich aber durchaus unter Trash-Bonus verbuchen.
Aber der Film hat auch seine Qualitäten, die dazu beitrugen, dass ich mich zumindest nicht gelangweilt habe. So empfinde ich die gothische Atmosphäre in den steilen, winkeligen Treppenhäusern und den großen Keller-Katakomben als durchaus gelungen und von der Kamera gut eingefangen, die darüber hinaus einige weitere schöne Einstellungen beisteuert. Der Score von Paolo Rustichelli, Sohn des berühmteren Carlo, besteht im wesentlichen aus sparsamen Elektro- und Orchesterteppichen, auf denen sich in weiten Teilen eine schön unangenehme Stimmung breitmachen kann. Schauspielerisch ist der Streifen sehr durchwachsen geraten: Während sich die Inhaber die drei Hauptrollen passabel schlagen, gibt es deutliche Schwächen bei nahezu allen Nebencharakteren.
Alles in allem: Der Film ist beileibe keine Sternstunde, doch auch nicht so schlecht, wie er überall gemacht wird.

Rating: $$$- (Trash: $$$+)

Splatter:

2/10

 

 

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