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Reeker

Info

OT: 
Reeker

Jahr: USA 2005
R, B, M: Dave Payne
K: Michael Mickens
D: Devon Gumersall, Tina Illman, Scott Whyte, Derek Richardson

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Für Trip (Scott Whyte) soll’s mal wieder rausgehen aufs Land, genauer gesagt, in den in der Wüste gelegenen Club „Area 52“, der einen fetten Rave veranstaltet. Also betuppt er vorher noch seinen Dealer Redford (Eric Mabius) um einen Sack chemischer Erfrischungen und macht sich mit der vierköpfigen Fahrgemeinschaft seines Kumpels Nelson (Derek Richardson) auf den Weg.
Als Fahrerin Gretchen (Tina Illman) mitkriegt, was der Neue so mit sich führt, soll der zusehen, dass er Land gewinnt. Trip geht eh schon der Stift, denn der ergrimmte Erfrischungshändler, hat ihm telefonisch schon verschärfte Haue angedroht, wenn die Pillen nicht bald wieder da sind. Weil Gretchen aber kein Unmensch ist und man sich gerade in der Wüste und einem Funkloch befindet, setzt man den guten Trip bei einem gerade passierten Diner ab. Leider kann der Rest der Truppe auch gleich dableiben, da die Benzinleitung in den Fritten und der Tank darob furztrocken ist.
Vor Ort stoßen nach und nach gleich mehrere Dinge seltsam auf: Erstens ist der Diner menschenleer, wirkt aber gerade erst verlassen. Zweitens lassen eine blutverschmierte, zerfetzte Bibel, seltsames Werkzeug in einer Kammer, gepaart mit totem, in Verwesung übergegangenem Kleingetier und ein Sterbender ohne Unterleib nix Gutes erwarten. Naturalmente gibt’s weder Fest-, noch Mobilnetz. Zur Truppe stößt am frühen Abend immerhin noch der Wohnmobilist Henry (Michael Ironside), der von einem angeblichen Massaker schwadroniert, das sich erst kurze Zeit zuvor hier zugetragen haben soll. Außerdem liegt immer wieder mal ein fürchterlicher Gestank in der Luft. Des Nachts stellt sich heraus, dass man nicht allein ist …

Zitate

Jack (Devon Gumersall): „Hast du keine Angst?“ – Gretchen: „Ich komme aus Johannesburg. Da ist man einiges gewohnt.“

Jack: „Was ist passiert?“ – Trip: „Mein Arm ist ab.“

Die Kritik des Gunslingers:

In bester John-Carpenter- oder schlichtweg Autorenfilm-Manier hat Filmemacher Dave Payne für seinen für seinen Indie-Horrortrip die Posten für Regie, Skript und Musik mit sich selbst besetzt. Und, Respekt: Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn herausgekommen ist ein atmosphärisch starker Streifen mit einem Twist, der von Filmen wie „Identität“ oder „Sixth Sense“ beeinflusst ist. Klar gibt’s unter den Rezensenten im Netz die mächtige „Gähn-Ich-hab’s-gleich-gewusst“-Checker-Fraktion, die eh immer schon alles vorausahnt. Doch sollte man sich hier nicht kirre machen und den Film einfach auf sich wirken lassen.
Gerade der Kernteil des Streifens, der auf dem Diner-Gelände spielt, sorgt für Spaß in den Backen, ohne dass er zuviel verrät. Für Spannung sorgen nicht nur das gelungene Setting, sondern auch das Spiel mit gewissen Urängsten: das Monster unterm Bett, unerklärliche Silhouetten aus dem
Augenwinkel betrachtet, unheimliche Räumlichkeiten, die im Dunkel liegen und dergleichen mehr. Der „Reeker“, englisch für „Stinker“, taucht dagegen erst relativ spät als übernatürlicher Schnetzelmeister auf. Nicht ungeschickt ist es auch, als Spannungstreiber Jack als einen der Hauptcharaktere zu etablieren. Denn Jack ist blind und damit nicht nur extrem verwundbar, sondern auch mit hinreichend geschärften Sinnen, vor allem Geruch, ausgestattet, die ihm in der Dunkelheit mehr nutzen als das Augenlicht.
Vom Handlungsmuster erinnert die Story natürlich stark an die üblichen Backwood-Teenie-Slasher. Doch einerseits kommen hier die Protagonisten nicht nur überzeugend, sondern auch sympathisch rüber. Zweitens hat mir der „Reeker“, ausnehmend gut gefallen, auch wenn er natürlich zu 100 Pro CGI ist, genauso wie die drei, vier Splattereffekte, die dem Streifen noch zusätzliche Würze verleihen. Aber Drillbohrer-Action und das Klo als Knochenmühle haben schon was (wink).


Rating: $$$$

Splatter:

7/10

 

 

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